Kirchenchor St. Elisabeth

Dieter Bender verabschiedet

30 Jahre lang als Leiter gewirkt. Gute Zusammenarbeit gewürdigt

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bdg
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Beim Chorfest des katholischen Kirchenchors St. Elisabeth Bestenheid wurde am Sonntag Dirigent Dieter Bender (links) nach 30 Jahren Leitung des Chors verabschiedet. Zudem ehrte man zahlreiche aktive Sängerinnen und Sänger für ihre Treue. © B.-D. Grein

Bestenheid. Der katholische Kirchenchor St. Elisabeth Bestenheid und sein Leiter Dieter Bender waren 30 Jahre lang ein eingespieltes Team. In der Hauptversammlung 2020 hatte Bender erklärt, sein Amt abgeben zu wollen. Wegen der Corona-Pandemie war eine offizielle Verabschiedung bisher nicht möglich gewesen. Diese holte man jetzt im Rahmen eines Chorfests im Pfarrheim nach.

Dabei kamen viele schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit zur Sprache. Vorsitzende Lydia Zimmermann, berichtete Bender habe den katholischen Kirchenchor Bestenheid zusätzlich zu seinen anderen Chören übernommen. „Der Chor war damals stolz und erfreut, ihn für die Chorleitung zu gewinnen.“ Bei seiner damaligen Einführung habe Bender gesagt, er hoffe auf Unterstützung und gute Zusammenarbeit. So könne gutes Gelingen. „Nach 30 Jahren können wir sagen, es ist gelungen“, betonte Zimmermann.

Sie blickte auf die intensiven wöchentlichen Proben ebenso zurück wie auf die zahlreichen Gottesdienste, die man gemeinsam mit Bender musikalische mitgestaltet hatte. Neben kirchlichen seien auch weltliche Lieder einstudiert worden.

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Heike von Brandenstein
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Unvergessen seien außerdem viele Konzerte und Ausflugsfahrten. Bei Letzteren habe man auch in einigen Kirchen gesunden. „Sie haben es verstanden, unseren Chor durch intensive Proben auf ein hohes Niveau zu bringen“, lobte die Rednerin Bender.

Zu den Höhepunkten der gemeinsamen Zeit zählte Zimmermann beispielsweise den Auftritt in der Bronnbacher Klosterkirche im Jahr 2016. Mit anderen Chören habe man gesanglich die Klostermauern zum Beben gebracht. Der Kirchenchor habe sich im Laufe der Jahre verändert, stellte Zimmermann mit Blick auf die Mitglieder fest. Bender habe das Liedgut entsprechend angepasst. Auch bei den geselligen Aktivitäten des Chors sei der Leiter gerne dabei gewesen. Er habe dabei oft auf seinem Akkordeon gespielt. Am 15. März 2020 dirigierte Bender den Chor zum letzten Mal. Dann kam die Pandemie.

„Spielen Sie noch lange Orgel“

Die Vorsitzende dankte Bender für drei Jahrzehnte gute Zusammenarbeit, Bemühungen, Geduld, Auftritte und gesellige Stunden. Ihm und seiner Frau wünschte sie Glück und Gesundheit für die Zukunft. „Spielen sie noch lange Orgel“, gab sie ihm mit auf den Weg. Musikalisch verabschiedete sich der Chor mit dem Lied „Zeit ist ein Geschenk“.

Bender versicherte, er werde den Kirchenchor St. Elisabeth in guter Erinnerung behalten. Dank sprach er seiner Nachfolgerin Elke Bleifuß für ihre Bereitschaft aus, die Chorleitung zu übernehmen. Dem Chor wünschte er viele Nachwuchssängerinnen und Sänger.

Pfarrer Jürgen Banschbach verwies in seinem Grußwort darauf, dass Bender 2023 sein 70-jähriges Orgeljubiläum feiern wird. In Wertheim spiele er schon seit 50 Jahren. Angefangen mit dem Orgelspiel habe er als Jugendlicher. Bender habe Kirchenmusik studiert und sich als Chorleiter, Organist und in der musikalischen Ausbildung junger Menschen engagiert. „Organist zu sein, ist für Sie Berufung. Sie drücken damit ihren Glauben aus“, wandte sich Banschbach an den Geehrten. Es sei diesem gelungen, in der Kirchenmusik Besonderes zu vollbringen. Er habe neben St. Elisabeth viele weitere Chöre geleitet und engagiere sich auch heute noch als Organist und Chorleiter. Er dankte Bender für seinen vielfältigen Einsatz: „Sie machten ihren Namen und die Musik unserer Chöre über Wertheim hinaus bekannt.“ Erfreut zeigte sich der Geistliche, dass der Kirchenchor St. Elisabeth weiter aktiv ist, denn viele andere Chöre in der Region hätten sich bereits aufgelöst.

Beim Chorfest wurden auch zahlreiche Mitglieder für langjähriges aktiven Singen ausgezeichnet. Die Ehrungen erfolgten für die Jahre 2020 bis 2022. Gewürdigt wurden (nachgeholt aus dem Jahr 2020) Regina Mohrmann und Angelika Suhl (beide 45 Jahre Zugehörigkeit) und Andrea Emmert (zehn Jahre) sowie (für 2021) Franz Marx (40 Jahre), Lydia Zimmermann (35 Jahre) und Kathi Schwab (15 Jahre) sowie (für 2022) Elfriede Hautzinger (55 Jahre), Maria Szabo (50 Jahre), Ingrid Enzfelder (45 Jahre), Anita Schilling und Claus Will (beide 35 Jahre), Martina Wanschura (30 Jahre) und Wolfgang Michel (25 Jahre).

Betont wurde beim Chorfest auch, dass man sich sehr über neue Sägerinnen und Sänger freuen würde. Vor allem Männer würden gesucht, so die Vorsitzende. bdg