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Rotkreuzklinik

Ausbildung in Wertheim: Gesundheits- und Krankenpflegende haben bestanden

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mae
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Die Abschlussklasse 2019/2022 der Berufsfachschule für Pflege an der Rotkreuzklinik Wertheim zusammen mit ihren Ausbilderinnen und den Mitgliedern der Krankenhaus-Verwaltung. © Matthias Ernst

Wertheim. Der letzte Ausbildungsjahrgang zum Gesundheits- und Krankenpflegenden an der Wertheimer Rotkreuzklinik hat seine Prüfungen abgelegt. Künftig gibt es nur noch eine generalistische Grundausbildung. Von Matthias Ernst

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Alle Festredner beim großen Abschlussfest der Krankenpflegeschule der Rotkreuzklinik auf dem Reinhardshof waren sich einig, dass es keine einfache Zeit für die Absolventinnen und Absolventen gewesen ist. Corona hatte die Ausbildung erschwert und manches unmöglich gemacht.

„Wir haben den Umbruch live erlebt“, bekannten dann auch die beiden Schülersprecherinnen bei der ihrer Danksagung an alle Lehr- und Ausbildungskräfte im Wirtschaftshof der Rotkreuzklinik.

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Der dreijährige Kurs startete 2019 mit 24 Personen. Nun erhielten 20 Absolventinnen und Absolventen die Urkunden für die bestandene Prüfung. Dabei ist es der letzte Jahrgang, der noch nach dem bisherigen System ausgebildet wurde und sich künftig Gesundheits- und Krankenpfleger beziehungsweise -pflegerin nennen darf. Nach einer Gesetzesänderung wird nun eine generalistische Ausbildung für alle Pflegeberufe vorgeschrieben, die sich erst im späteren Berufsleben aufsplittet.

Krankenhausdirektorin Cornelia Krause ist froh, dass immerhin 14 der neuen Pflegekräfte künftig in der Rotkreuzklinik arbeiten werden. Vor allem die Funktionsabteilungen könnten sich auf viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen. Sie dankte den Absolventen, dass sie die Situation angenommen haben und teilweise über sich hinausgewachsen seien. Mit einem Notendurchschnitt von 2,0 sei es ein hervorragender Kurs gewesen, gleich dreimal gab es die Note 1,0 sowohl im Mündlichen, als auch in der Praxis. Dies sei umso bemerkenswerter, weil immerhin vier neue Pflegekräfte aus dem Ausland direkt ihre Ausbildung angefangen haben. Zwei kommen aus Tunesien, eine aus dem Kosovo und eine neue Pflegefachkraft aus Madagaskar. Sie haben trotz sprachlicher Hindernisse zu Beginn die Ausbildung an der Berufsfachschule für Pflege ebenso gemeistert wie die anderen 16 Absolventen.

Generaloberin Edith Dürr von der Schwesternschaft München des Bayerischen Roten Kreuzes, der Trägerin der Wertheimer Klinik, hielt die Festrede. „Für sie ist es ein Fest“, nahm sie Bezug auf die Abschlussveranstaltung des Lehrgangs 2019/2022. Eine Ausbildung habe immer Höhen und Tiefen – wie das Leben eben auch. „Man lernt am Vorbild“, würdigte Dürr die Lehrerinnen, Praxisanleiter und die Pflegekräfte auf den Stationen für ihren Einsatz. An die Absolventen gerichtet, betonte sie: „Jetzt sind sie Vorbilder.“ Pflege sei eine Profession und sehr komplex. Der Beruf erwarte lebenslanges Lernen. Und von jedem Einzelnen werde immer Höchstleistung erwartet, sprach sie aus, was die neuen Pflegefachkräfte teilweise schon in der Ausbildung erfahren haben. Dabei, so Dürr, dürfe man nie aus dem Blick verlieren, dass der Patient das Wichtigste an dem Beruf sei.

Alexandra Zettmann, Geschäftsführerin der Wertheimer Klinik, nannte den Pflegeberuf einen „Zukunftsberuf“, der wunderbar sei und „den die Gesellschaft braucht“. Man habe viele Entwicklungsmöglichkeiten. Man könne den Beruf nämlich auch mit der Familienplanung in Einklang bringen, bestätigten die Praxisanleiterinnen, bevor es an die Zeugnisübergabe ging.

Ihre Ausbildung haben bestanden: Ellis Akst, Malek Ayadi, Diyar Ayin, Jennifer Becker, Samantha-Timea Diersche, Judith Flegler (bestes Gesamtexamen), Fatlinde Gashi, Selina Gora, Karin Heneka (bestes Gesamtergebnis der dreijährigen Ausbildung), Angelina Höppner, Aymen Jahman, Michelle Matzer, Jessica Miller, Pia-Zoe Pecher, Hasina Ramarokoto, Angelina Ramburger, Emil Schultheiss, Tabea Stahl und Bianca Teutsch. mae

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