AdUnit Billboard
Vortrag

Altes Rathaus ziert seit 500 Jahren die Brunnenstadt

Vor dem altehrwürdigen Gebäude auf die Geschichte zurückgeblickt

Lesedauer: 

Külsheim. Das Alte Rathaus in Külsheim wurde vor 500 Jahren erbaut. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es im Rahmen der Külsheimer Markttage abwechslungsreiche Mitmach-Aktionen. Am Donnerstagabend eröffnete Hans-Peter Wagner die Feierlichkeiten mit dem historischen Vortrag „500 Jahre Altes Rathaus Külsheim“. Die Veranstaltung fand im Freien statt. Das Publikum hatte von der Kirchentreppe aus das Alte Rathaus aus dem Jahr 1522 dabei stets vor Augen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann erzählte zunächst beispielhaft, was das Gebäude und mithin Külsheim in den vergangenen fünf Jahrhunderten erlebt hat.

Das Alte Rathaus in Külsheim wurde vor 500 Jahren erbaut. Das war Thema bei einem Vortrag am Donnerstagabend vor dem Gebäude. © Thomas Imhof

Der Referent begann mit einem vernehmlichen „Höret – höret – höret“ und setzte seine Geburtstags-rede in mittelalterlich klingender Sprache fort. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand ein Abschnitt aus der „Chronik der Stadt Külsheim“, geschrieben von dem Brunnenstädter Alois Spiesberger gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Mehr zum Thema

Volksfest

Viel Vergnügen bei den Külsheimer Markttagen

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Darin ist zu lesen, dass es keine Erkenntnisse gibt, wo das Külsheimer Rathaus vor 1522 gestanden hat. Beim Bau des damals neuen Rathauses habe es vornehmlich Wohnhäuser von Holz und Lehm gegeben. Die Errichtung eines Gebäudes aus Stein bildete 1522 offensichtlich in der Stadt eine Ausnahme.

Spiesberger schreibt, der untere Stock des Rathauses sei in früherer Zeit bereits innen verputzt und bemalt gewesen, habe als Halle für großen Versammlungen gedient oder für Feste. So nennt er ein großes Schützenfest im Jahr 1572. Das einstige Treppenhaus innerhalb des Rathauses, lässt Spiesberger weiter wissen, wurde 1754 angebaut. Der Raum im Alten Rathaus habe gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Holzmagazin gedient und als Aufbewahrungsort der Feuerwehrrequisiten. Der Turm auf dem Gebäude sei erst 1837 unter Bürgermeister Dr. Väth aufgesetzt und mit einer Glocke versehen worden. Die Uhr selbst wurde 1870 durch eine neue ersetzt.

Wagner ging auch darauf ein, in welcher Weise das Alte Rathaus einst als Schule genutzt wurde. Zudem benannte er die Kosten einer Renovation 1889. Er zitierte aus einem der Chronik beigefügten originalen Zeitungsausschnitt vom 11. September 1889, wonach während der Reparatur der alte Verputz abgehauen worden war und dabei eine „Zimmermannsarbeit von überraschender Schönheit“ zutage getreten sei. Seit jenen Tagen blieb das Holzwerk des Alten Rathauses frei von Verputz. Es hieß bereits damals, „wenn das Rathaus gut hergestellt ist, so wird dasselbe eine Zierde für unsere Stadt sein“.

Bernhard Lüer, Norbert Ries und Matthias Zeh, die ebenso wie Wagner mittelalterliche Gewandung trugen, erfreute die Zuhörer g im Laufe des Vortrags mit zwei Liedern. Es handelte sich um den mittelalterlichen Kreistanz „Branle d’Escosse“ sowie „Sieben Tage lang“, eine Melodie nach einem bretonischen Tanz. Das Trio spielte auch nach dem gut aufgenommenen mittelalterlichen Vortrag auf.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1