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Zehn Jahre „Sambia“-Verein

Menschen aus der Armut holen

In der Vergangenheit bereits viele Projekte unterstützt

Von 
Klaus Reinhart
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Festakt in Böttigheim zum zehnten Geburtstag des Fördervereins „Sambia“: Unser Bild zeigt (von rechts) Horst Bartsch, zweiter Vorsitzender, Ex-Patenkind Charles (Sambia), Landrat Thomas Eberth, Landkreis Würzburg, Vorsitzende Anita Bartsch, Barbara Stamm, ehemalige bayerische Landtagspräsidentin und Heiko Menig, Bürgermeister von Neubrunn. © Klaus Reinhart

Böttigheim. Zum Auftakt des Festakts zum zehnten Geburtstag des Fördervereins „Sambia“ in der Frankenlandhalle trommelte die Gruppe „Blefono“ aus Külsheim afrikanische Weisen aus verschiedenen Ländern des Kontinents. „Böttigheim ist nur einen Trommelschlag von Afrika entfernt“ lautete die Parole. Gerhard Lichtenthäler vom Verein „Sambia“ führte durch das Programm.

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„Sambia“ steht als Abkürzung für Schulische Ausbildung, mit Beruflicher individueller Ausprägung. Anwesend waren neben vielen Mitgliedern, Förderern und Freunden, Landrat Thomas Eberth vom Landkreis Würzburg, Neubrunns Bürgermeister Heiko Menig und die frühere bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm (Würzburg).

Landrat Thomas Ebert hielt die Laudatio für den Förderverein „Sambia“. Er hob hervor, dass man bemerkt, dass dieser Förderverein mit Herzblut geführt werde. Anita Bartsch und ihr Vorstandsteam brachten sich in den letzten zehn Jahren mit vielen helfenden Händen und uneigennützig mit ihren Fähigkeiten ein. „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, tun viele kleine Dinge, die das Gesicht der Welt verändern.“ so der Gast aus Würzburg. Als der Verein vor zehn Jahren mit zwölf Personen gegründet wurde, erahnte niemand, was man in den wenigen Jahren alles leisten würde. Er sah die Arbeit des Vereins als Prävention für das Flüchtlingsproblem, da bei fortschreitender Lebensqualität in Sambia, der Wunsch nach Europa zu kommen, deutlich zurückgehe. Mit einem „Weiter so“ wünschte der dem „Sambia“-Förderverein alles Gute.

Arbeit vorgestellt

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Anita Bartsch, die Vorsitzende des Vereins, stellte im Anschluss noch einmal die gesamte Arbeit vor. Viele Reisen und Besuche trugen zum Gelingen der Projekte bei. Das ständige Anwachsen der Mitgliederzahlen und Patenschaften über die Zeit war dabei beeindruckend. Sie lobte dabei ihr gesamtes Vorstandsteam, das ihr immer treu zur Seite stand. Momentan stehen über 250 Mitglieder da, die fast 220 Patenschaften ermöglichen, was sich nach dem Festakt noch erhöhen dürfte. Die ausliegenden Prospekte und Anträge fanden guten Absatz. Sie selbst skizzierte nochmals den Weg ihres ersten Patenkindes Charles, der zum Festakt extra aus Sambia angereist war.

Die weitere Entwicklung des Vereins sieht unter anderem ein Fußballbetreungsprojekt vor, auch sollen ältere bedürftige Menschen mit Decken versorgt werden, damit sie problemlos über die kalten Nächte im Winter kommen. Andere Projekte (etwa Nähmaschinenkurs, Fahrräder usw.) sind inzwischen zum Selbstläufer geworden. Im Vordergrund steht weiterhin die Schulspeisung von täglich über 2000 Schülern, damit diese teils nach langen Fußmärschen, gestärkt am Unterricht teilnehmen können. Eine Mahlzeit kostet dabei 25 Cent. Im Videobeitrag von Bischof Charles Joseph Sampa Kasonde von Solwezi begutachteten die Gäste auf der Leinwand die Projekte in Ghana.

Mit einem „Löwenspiel“, vorgetragen von den Kindern des Böttigheimer Kindergartens, endete der offizielle Teil, dem sich ein gemütliches Beisammensein in der Frankenlandhalle anschloss. Dem Festakt war ein Dankgottesdienst vorausgegangen in dem Pfarrer Don Stefan die Notwendigkeit der Hilfe für ärmere Mitmenschen hervorhob.

Er forderte die Mitchristen auf, sich mit ihren Fähigkeiten und Finanzmitteln einzubringen. Unter den Kirchenbesuchern weilte auch die frühere bayerische Landtagspräsidenten Barbara Stamm (Würzburg). Weitere Infos unter www.sambia-ev.de

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