Neues Tanz- und Trainingszentrum der FG

Walldürn: Perfekte Bedingungen für Tanzgruppen

Leader-Plakette übergeben. Projekt vorgestellt

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Für den Neubau des Tanz- und Trainingszentrums der FG „Fideler Aff“ wurde die Leaderplakette übergeben. © Bernd Stieglmeier

Walldürn. Für den Neubau eines neuen Tanz- und Trainingszentrums „Affenhalle“ Walldürn der FG „Fideler Aff“ übergab der Vorsitzende der Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Badisch-Franken Alfred Beetz die Leader-Plakette an die FG. Beetz übergab die Plakette im Beisein des Vorstands der „Fidelen Affen“ sowie des Fördervereins der FG, Bürgermeister Markus Günther, Architekt Diplom-Ingenieur Herbert Sölch und dem FG-Ehrenvorsitzenden Karlheinz Sahner am Bauobjekt in der Neuen Altheimer Straße.

Neubau hat begonnen

Falko Günther, Vorsitzender und Präsident der Fastnachtsgesellschaft, sagte, mit dem Abriss der alten Affenhalle und dem begonnenen Neubau des künftigen neuen Tanz- und Trainingszentrum der „Fidelen Affen sei eine längere Abstimmungs- und Planungsphase endlich in die Realisierungsphase gemündet. Damit rücke der Traum von der Erstellung einer modernen und zeitgemäßen „Affenhalle“ für die FG in unmittelbare Nähe.

Die alte Halle war in den 1960er Jahren unter der Ägide des damaligen Vorsitzenden Manfred Kuhn und dessen Stellvertreters Herbert Englert erbaut worden, sie war ursprünglich nur für den Wagenbau konzipiert, wurde ab Anfang der 1980er Jahre auch als Trainingshalle für die FG-Tanzgruppen genutzt. Zwischenzeitlich seien für die neue Halle die Fundamente angelegt und die Bodenplatte gegossen.

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Aus dem EU-Programm „Leader“ gebe es eine Förderung von 60 Prozent der Gesamtkosten, der Gemeinderat der Stadt habe einen Fördersatz von zehn Prozent der Gesamtkosten zugesagt und ferner die Bürgschaft für einen Kredit der FG über den noch fehlenden Betrag zur Restfinanzierung übernommen. Die alte „Affenhalle“ habe schon lange nicht mehr den Anforderungen der FG-Aktiven entsprochen. Zuletzt habe Schimmelbildung verhindert, dass die FG dort Kultur- und Brauchtumsgegenstände lagern konnte und somit der Verlust des Vereinsarchivs drohte – und damit auch die Möglichkeit, Kultur und Brauchtum an künftige Generationen weiterzugeben und weiterzutragen.

Der barrierefreie Neubau in Holzständerbauweise mit verspiegelten und mobilen Wänden biete perfekte Trainingsbedingungen für große und kleine aktive Tanzgruppen. Allein die FG habe bereits angekündigt, dass elf vereinsinterne Gruppen das neue Tanz- und Trainingszentrum nach seiner Fertigstellung voraussichtlich im Juli 2023 nutzen wollen. Zudem hätten bereits weitere Vereine aus den Bereichen Sport, Kultur und Gesundheit einen eventuellen Nutzungsbedarf bekundet. Solche externe Gruppen können die „Affenhalle“ gegen eine entsprechende Nutzungsgebühr ebenfalls nutzen.

FG bringt sich ein

Die FG nehme als Verein viel Eigenkapital für die Realisierung dieses Neubauprojekts in die Hand nehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 630 000 Euro. Ziehe man die Zuschüsse und die Eigenleistungen des Vereins ab, so fehlen der FG somit noch rund 270 000 Euro für die Finanzierung, die mit einem Kredit finanziert werden.

Die FG bringe sich in die Umsetzung verschiedener Gewerke mit Eigenleistungen ein: Entkernung Bestand vor Abbruch der alten Affenhalle, Außenwandverkleidung außen und innen, Innenwände Dämmung und GK-Platten, Einbauten von Türen und Fliesen, Durchbrüche, Schlitzen schließen, Installationen Abwasser, Wasser und Elektro, sowie Außenanlagen, befestigte Flächen Pflaster und Pflanz- und Saatflächen.

Die neue „Affenhalle“ werde mit circa 20 auf 15 Meter in ihren Grundmaßen, einer Nutzfläche von 215 Quadratmetern und einem Bauvolumen von 1220 Kubikmetern etwas größer sein als die alte Halle. Im Inneren weise sie einen großen und einen kleinen Tanzsaal, einen kleinen Aufenthaltsraum mit einer kleinen offenen Küche und einem kleinen Barbereich, zwei Umkleideräume für die Aktiven, einen Heizungsraum, barrierefreie Toiletten sowie ein kleines Staulager auf.

Kultureller Beitrag

Bürgermeister Markus Günther lobte das großartige Engagement und die Investitionsbereitschaft der FG. In der Realisierung dieses Neubaus sah er einen Beitrag zum Erhalt fastnachtlicher Kultur in der Region und innerhalb des Narrenrings Main-Neckar. Für die Stadt bedeute das eine Entlastung in puncto Sportstätten-Belegung durch die Vereine. Alfred Beetz führte aus, dass seit 2015 insgesamt fünf Leader-Projekte und fünf Regionalbudget-Projekte umgesetzt worden seien, dabei seien rund 360 000 Euro an Fördermitteln nach Walldürn geflossen. Anschließend überreichte Beetz Falko Günter die Leader-Plakette beziehungsweise Erläuterungstafel, welche während der Bauphase am Standort des Baus aufgestellt wird. ds