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Sitzung des Gemeinderats

Vorrat soll weiter aufgebaut werden

Forsteinrichtungswerk 2022 bis 2031 vorgestellt und beschlossen

Von 
ds
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Walldürn. Im Anschluss an die diesjährige Waldbegehung des Walldürner Gemeinderates am Freitagnachmittag fand im Dorfgemeinschaftshaus Gerolzahn eine öffentliche Gemeinderatsitzung statt, in deren Verlauf der Gemeinderat in einstimmigem Votum das Forsteinrichtungswerk 2022 bis 2031 beschloss, nachdem dieses vorher von Forsteinrichter Thomas Lehn vorgestellt und erörtert sowie vom Gremium diskutiert worden war.

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Nach der Begrüßung übergab Bürgermeister Markus Günther das Wort an Thomas Lehn, der in einer kurzen Einführung Sinn, Zweck und Notwendigkeit der Erstellung einer zehnjährigen Planung der Waldbewirtschaftung erläuterte und hierbei auch auf die gesetzlichen Vorgaben kurz einging, ehe er die erstellte Forsteinrichtungserneuerung 2022 bis 2031 für den Stadtwald Walldürn vorstellte.

Betriebsfläche erhöht

Hierbei ging er auf die drei Schwerpunkte „Zustandserfassung“, „Rückblick“ und „Planung für die Jahre 2022 bis 2031“ näher ein. Wie er eingangs aufzeigte, hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren die Forstliche Betriebsfläche in der Flächenbilanz von 3333,6 Hektar im Jahr 2012 auf 3336,1 Hektar und damit um 2,5 Hektar erhöht. Der Holzvorrat (Vorratsfestmeter) erhöhte sich von 974 501 Vfm im Jahr 2012 auf 1 061 513 Vfm im Jahr 2021. An Waldentwicklungstypen weist der Walldürner Stadtwald momentan 22 Prozent Buche-Laubholz-Nadelhoz-Mischwald, 13 Prozent Eiche-Mischwald, vier Prozent Buntlaubholz-Mischwald, vier Prozent Tanne-Mischwald, zehn Prozent Douglasien-Mischwald, 17 Prozent Fichte-Mischwald, 28 Prozent Kiefer-Lärche-Mischwald auf.

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Derzeit weise der Stadtwald Walldürn 136 Hektar Schutzwald sowie 2828 Hektar Wald in Erholungsgebieten (Stufe I + II) auf. Bezüglich der Schutzkategorien für Naturschutz kann der Stadtwald Walldürn derzeit 35 Hektar Biotopfläche, 73 Hektar Fauna-Flora-Habitats-Richtlinie und 2,4 Hektar Waldrefugien vorweisen. In der letzten Dekade 2012 bis 2021 seien bei einem geplanten Hiebsatz von 170 000 Erntefestmetern (Efm) dann 169 132 Efm und somit 99 Prozent des ursprünglichen Planansatzes tatsächlich eingeschlagen worden – eine wahre Punktlandung.

Starker Rückgang

Hinsichtlich der geschichtlichen Entwicklung der Baumartenmischung sei festzustellen, dass im Zeitraum von 50 Jahren bei der Fichte und bei der Kiefer ein starker Rückgang, bei der Lärche ein relativ leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen sei, während bei Douglasie, Buche, Eiche und sonstigen Laubbäumen eine starke Zunahme in Bezug auf die Baumartenmischung feststellbar sei. Die finanzielle Betrachtung der vergangenen zehn Jahre zeige ein gemitteltes Betriebsergebnis von knapp 200 000 Euro im Jahr.

Abschließend noch kurz ausblickend auf die Planung für die Forsteinrichtung 2022 bis 2031 eingehend, zeigte Thomas Lehn auf, dass ein Hiebsatz von 190 000 Erntefestmetern (bisher 170 000 Efm) vorgeschlagen werde, was einem Nutzungsanteil von 5,9 Hektar pro Jahr entspreche. Damit werde das Ziel eines weiteren Vorratsaufbaues erreicht, da der geplante Holzeinschlag deutlich unter den prognostizierten Zuwachsraten liege. Der Anteil der Naturverjüngung werde mit 56 Prozent geplant, und die Schwerpunkte würden hier bei der Buche und bei der Dpuglasie liegen. Ziel sei es, möglichst viele Baumarten auf Verjüngungsflächen über Naturverjüngung nachzuziehen, sowie des Weiteren, die klimatoleranten Baumarten zu fördern. Schließlich wies er noch darauf hin, dass höhere Investitionskosten für Ergänzungspflanzungen und für die Instandhaltung der Waldwege eine höhere Aufwendung verursachen würden, ebenso die Infrastruktur für Forstwirte im Betrieb.

Nach kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat dann in einstimmigem Votum das zuvor von Lehn vorgestellte Forsteinrichtungswerk 2022 bis 2031 für den Stadtwald Walldürn. ds

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