Sparkassen Tauberfranken und Neckartal-Odenwald

„Wirtschaft von bürokratischen Fesseln befreien“

Mehrteilige Vortragsreihe der international ausgerichteten Sparkassen-Gesellschaft endete in Tauberbischofsheim

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sparka
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Geopolitik on Tour in Tauberbischofsheim: (von links) Martin Graser, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neckartal Odenwald, Referent Ralf Schuster, Heike Rudolph und Wolfgang Reiner, sellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken. © Sparkasse Tauberfranken

Tauberbischofsheim. Gemeinsam richteten die Sparkasse Tauberfranken und die Sparkasse Neckartal-Odenwald die für das Jahr 2022 letzte Veranstaltung der landesweit durchgeführten Vortragsreihe mit dem Titel „Krieg in Europa – Vorbote einer neuen wirtschaftlichen Ordnung“ aus.

Geopolitischer Experte

Die S-International Baden-Württemberg Nord brachte mit Ralf Schuster von der Hessischen Landesbank (HELABA) renommierte geopolitische Expertise ins Ländle. Wolfgang Reiner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken, freute sich bei der Begrüßung über zahlreich erschienene Unternehmer im Veranstaltungssaal des Hotels „Das Bischof“ in Tauberbischofsheim. Mit dem Bild der schwarzen Schwäne machte er auf die aktuellen Herausforderungen aufmerksam und lud ein auf einer fundierten Informationsbasis sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Martin Graser, Vorstandsmitglied der Sparkasse Neckartal Odenwald, stellte den Referenten Ralf Schuster, den geopolitischen Experten in der Sparkassen-Finanzgruppe, im Plenum vor.

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Schuster stieg ohne lange Umschweife ins Thema ein und berichtete von seinem Austausch mit internationalen Denkfabriken und zeichnete ein differenziertes Bild von der außereuropäischen Wahrnehmung des Krieges in der Ukraine. Warum er die Einschätzung vieler deutscher Politiker teilt, dass die Lage sehr ernst ist, zeigte er in verschiedenen Szenarien auf.

Sein Appell: Die deutsche Wirtschaft solle jetzt von bürokratischen und regulatorischen Fesseln befreit werden. „Es ist Zeit für eine Zäsur, bevor sich mehr und mehr deutsche Unternehmen gezwungen sehen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, weil sie dort auf bessere Standortfaktoren, wie günstigere Energie und Rohstoffe sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften treffen.“

Zuhörer hatten viele Fragen

Die vielen Fragen der Kunden zeigten die Aktualität und die Brisanz des Themas. Heike Rudolph, Geschäftsführerin der S-International Baden-Württemberg Nord, stellte anschließend das Leistungsportfolio vor, mit dem Unternehmen beim kommerziellen Auslandsgeschäft als auch beim Zins-Währungs- und Rohstoffmanagements unterstützt werden. Sie betonte dabei die regionale Kompetenz vor Ort in den Sparkassen, die durch digitale Lösungen, wie zum Beispiel der S-Weltweit-App, optimal ergänzt würden.

Mit dem „Sparkassen Treasury Mittelstand“ stellte Zdravko Marjanovic, Teamleiter Zins- und Währungsmanagement bei der S-International, ein Währungsmanagement-Tool vor. „International tätige Unternehmen müssen Sie sich gegenüber Devisenkursänderungen absichern. Hierfür sichert ein kluges Währungsmanagement – am besten vollumfänglich digital unterstützt – günstige Wechselkurse und hilft, Wechselkursrisiken zu minimieren. So können zusätzliche Kosten vermeiden und Risiken minimiert werden.“, so Marjanovic.

Am Ende der Veranstaltung fühlten sich die Vorstände Reiner und Graser bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Thema auch in die Sparkassen Tauberfranken und Neckartal-Odenwald zu bringen.

Die intensiven Gespräche über die geopolitische Szenarien beim anschließenden Austausch und die durchweg positiven Rückmeldungen haben gezeigt, so Heike Rudolph „dass wir den Nerv der Unternehmer getroffen haben.“ sparka