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Industrie- und Handelskammer - Holzmechaniker Cornelius Knörzer ist als Landessieger in seinem Ausbildungsberuf ausgezeichnet worden

Holzmechaniker Cornelius Knörzer aus Tauberbischofsheim ist  Landessieger in seinem Ausbildungsberuf

Cornelius Knörzer wollte schon immer Holzmechaniker werden und verfolgt dieses Ziel mit Akribie bei der VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken. Der Lohn ist die Auszeichnung durch die IHK als Landessieger in seinem Ausbildungsberuf.

Von 
Matthias Ernst
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Holzmechaniker Cornelius Knörzer (rechts) ist als Landessieger ausgezeichnet worden. Mit ihm freuen sich bei den VS (von links) Lehrwerkstattleiter Olivier Stöckle, stellvertretender Lehrwerkstattleiter Christian Größlein sowie Geschäftsleitung Unternehmensplanung Alexander Ille. © Matthias Ernst

Tauberbischofsheim. Was im Handwerk der Schreiner oder die Schreinerin ist, ist in der Industrie der Holzmechaniker oder die Holzmechanikerin. Beides sind Lehrberufe und beide werden im Main-Tauber-Kreis vielfältig angeboten. Einer, der schon immer Holzmechaniker werden wollte, ist Cornelius Knörzer. Der Pülfringer hat dabei ein gutes Vorbild, seinen Vater. Der arbeitet schon seit vielen Jahren bei der VS in Tauberbischofsheim in eben diesem Beruf, Schwerpunkt Möbel- und Innenausbau.

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In den Fußstapfen des Vaters

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Schon früh kam der kleine Cornelius also mit dem Werkstoff Holz in Berührung und seitdem hat er die Leidenschaft, die in ihm brennt. Als er dann seinen Mittleren Schulabschluss in der Tasche hatte, war es für ihn klar, er will eine Ausbildung bei der VS machen. Den Betrieb kannte er ja bereits. Und wie gut man dort ausgebildet wird, davon hatte er sich im Vorfeld bereits überzeugt.

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Also wurde eine Bewerbung geschrieben, und er wurde prompt genommen. „Wir haben viele Generationskinder, die bei der VS arbeiten“, berichtet Alexander Ille, Geschäftsleitung Unternehmensplanung und damit auch für das Personal der Zukunft zuständig. Durchschnittlich 17 Jahre beträgt die Betriebszugehörigkeit zur Firma, hat er errechnet. Das sei ein sehr guter Wert und zeige, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich bei der VS wohlfühlen. So wie Cornelius Knörzer und sein Vater. „Die Ausbildung bei VS ist toll, weil man da beides geboten bekommt, Handwerk und Industrie“, nennt Knörzer Junior einen Grund, warum er sich gerade für diese Ausbildung entschieden hat. Im Gegensatz zum Schreinerhandwerk werde beim Holzmechaniker auch viel Wert auf den Umgang mit computergesteuerten Fräsmaschinen gelegt.

In der werkseigenen Lehrwerkstätte sieht man deshalb neben den bekannten Werkbänken auch eine Fünf-Achs-Fräsmaschine und ihre kleinere Schwester stehen. Eine gute Ausbildung sei für die berufliche immer wichtiger, weiß Olivier Stöckle, bei der VS Lehrwerkstattleiter Holz. Nicht umsonst betreibt die Firma seit vielen Jahren ein sehr breitgefächertes Programm zur Nachwuchsgewinnung. Neben dem Tag der Ausbildung, der normalerweise immer Ende März, Anfang April im Tauberbischofsheimer Werk veranstaltet wird, besucht man sämtliche Schulen im Umkreis und auch die Ausbildungsmessen. Deshalb sei es noch relativ gut, Auszubildende zu finden, so Alexander Ille. Trotzdem werde der Markt enger und die zukünftigen Auszubildenden hätten mehr Möglichkeiten zu wählen, wo sie ihre Ausbildung machen.

Das war für Cornelius Knörzer allerdings nie eine Frage. Sein Wunsch-Ausbildungsbetrieb war die VS, und er hat den Schritt nicht bereut. Denn seine Abschlussprüfung, die er bereits im Juli abgelegt hatte, hat er mit Auszeichnung geschafft. Er wurde in der Sparte Holzmechaniker Fachbereich Möbel- und Innenausbau sogar Landessieger.

Von über 4000 Prüflingen in 162 Berufen, die in Baden-Württemberg vor der Industrie- und Handelskammer ihre Prüfung ablegten, wurden nur zehn Landessieger erkoren. Dafür reicht es nicht, der Beste seines Fachs zu sein, man muss auch eine herausragende Note von 1,0 bis 1,4 in Praxis und Theorie zusammen haben. Knörzer schaffte immerhin einen Schnitt von 1,3 oder in Punkten: 95 von 100. Das machte nicht nur ihn, sondern auch seine Ausbilder stolz.

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Obwohl es wegen Corona für diesen Jahrgang keine Zwischenprüfung gegeben hatte, konnten sich alle Leistungen der Auszubildenden der VS sehen lassen, führte Christian Größlein, Ausbilder und stellvertretender Leiter Lehrwerkstatt Holz, aus. Nur in die Spitze zu kommen, sei extrem schwierig. „Die letzten zehn Prozent sehr schwer“, bestätigt Ausbildungsleiter Olivier Stöckle. In der Vergangenheit hatte man bereits mehrere Auszubildende, die jeweils Beste ihres Jahrgangs waren, aber eine Landessiegerin gab es letztmals 2017.

„In einer Lehrwerkstatt lernt man ganz anders“, berichtet Cornelius Knörzer. Hier stünden viel mehr Möglichkeiten bereit, als bei der täglichen Arbeit auf Baustellen oder in kleinen Betrieben. Ein Jahrgang umfasst etwa acht Auszubildende und die werden von Olivier Stöckle und Christian Größlein individuell auf das spätere Berufsleben vorbereitet.

Meisterprüfung das Ziel

Cornelius Knörzer arbeitet mittlerweile in der normalen Werkstatt des Unternehmens und fühlt sich auch hier sehr wohl. Sein nächstes Ziel ist die Meisterprüfung. Damit erlangt er dann eine Befähigung zum Studium. Und das will er auf jeden Fall auch noch durchziehen. Ein duales Studium an der Fachhochschule soll dann der Abschluss seiner Ausbildung sein.

Er ist damit auf einem guten Weg, denn die VS möchte gerne, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich besonders eignen, ein Studium absolvieren und dann weiter in der Firma arbeiten, weiß Alexander Ille. „Wir freuen uns sehr, wenn Herr Knörzer mit der VS den weiteren Ausbildungsweg geht“, fügt er hinzu. Denn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den eigenen Reihen seien ein sehr gut angelegtes Kapital. Von dieser Philosophie profitiere die Firma schon länger und sei immer gut damit gefahren, Menschen aus der Region zu fördern.

Cornelius Knörzer freut sich neben seinem Erfolg in der Ausbildung, auch weiterhin bei einem Unternehmen mit Zukunftsperspektive Arbeiten zu können. Und wer weiß, vielleicht lernen auch die Kinder des 19-Jährigen irgendwann mal einen Beruf bei der VS. Nach den guten Erfahrungen von Vater und Sohn Knörzer wäre das gut möglich.

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