Seckacher Gemeinderat tagte

Kindergartenneubau ein Dauerthema

Realisierbarkeit eines vier- oder sechsgruppigen Neubaus in Modulbau- oder massiver Bauweise soll geprüft werden

Von 
Liane Merkle
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Der Kindergartenneubau war Thema in der jüngsten Sitzung des Seckacher Gemeinderats. © Liane Merkle

Seckach. Im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Seckach unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig stand die Neuausrichtung des Kindergartenneubaus, der die Gemeinde seit mittlerweile fünf Jahren intensiv beschäftigt.

Steigende Kinderzahlen, wachsende Nachfrage nach Kleinkindbetreuungsplätzen und die Gesamtsituation der Bestandseinrichtung in der Uferstraße machen das Projekt eigentlich unaufschiebbar. Auch aus diesem Grund hatten sich einige Eltern zur Sitzung eingefunden und eine Menge Fragen auf Lager zu den Kosten des aktuellen Kindergartens, zu möglichen Alternativen bzw. Bestandssanierungen in den Ortsteilen oder auch der Schaffung eines integrierten Waldkindergartens usw.

Gemeinderat in Kürze

Bereits beim Rathausneubau vor rund 20 Jahren hatte es erste Überlegungen in der Gemeindeverwaltung gegeben, ein Dokumentenmanagementsystem, kurz DMS, einzuführen. Der Gemeinderat beschloss den Kauf des Programms „regisafe“ für einmalige Kosten in Höhe von 43 912 Euro sowie jährlichen Kosten in Höhe 9162 Euro. Die Kosten sind im Haushalt 2023 einzustellen.

Um der zunehmenden Verschmutzung durch Hundekot an öffentlichen, privaten und landwirtschaftlichen Geländen entgegenzuwirken, folgte das Gremium einem Vorschlag aus der letzten Gemeinderatssitzung, nach dem mehr Hundekotbeutelspender aufgebaut werden sollten. Der Unmut im Gremium, aber auch bei den Bürgern, über Hundehalter, die den Unrat ihrer Vierbeiner nicht entsorgen, ist enorm. Die neuen Spender sollen platziert werden in Seckach beim Hallenbadparkplatz in Richtung Bödigheim (alter Bödigheimer Weg), am Parkplatz „Römerweg“ und am Fuß- und Radweg zwischen Feuerwehrgerätehaus und Seckachweiher; in Großeicholzheim im Bereich des Friedhofs, am Bannholzwald (Nähe Heizzentrale und ehemals Große Buche) und im Bildweg (außerorts in Richtung S-Bahnstation); und in Zimmern am Abzweig „Im Furth“ – alter Seckacher Weg, am Dorfgemeinschaftshaus (Eingang Wannenwald) und am Schotterplatz am Fuchsenloch (Kapelle)“. L.M.

Fragen, die Bürgermeister Thomas Ludwig geduldig und ausführlich beantwortete, die jedoch nicht so zufriedenstellend ausfielen wie die Eltern erhofft hatten, denn die Gemeinde hatte bereits alle möglichen Alternativen im Detail geprüft.

Zahlreiche Initiativen gestartet

2017 hatte das Gremium den Neubau einer achtgruppigen Kindergartentagesstätte beschlossen, 2019 lag die Fertige Planung vor und der Grunderwerb in der Schulstraße war abgeschlossen, aber geschätzte Baukosten (Stand 2019) in Höhe von 11,74 Millionen Euro mit damals möglichen Fördermitteln in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro hatten die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde um ein vielfaches überschritten.

Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde seit Herbst 2019 bereits zahlreiche Initiativen im politischen Raum gestartet, zunächst diverse Denkschriften an die politisch Verantwortlichen in Bund, Land und Kreis mit dem Appell, sich der Verantwortung als „Kinderland Nr. 1“ bewusst zu sein, dann folgte die Suche nach passablen Bestandsgebäuden und schließlich wurde man auf die Idee gebracht, nach Investoren für eine kombinierte Senioren- und Kindereinrichtung. Leider sind Gespräche mit dem ersten Investor erst einmal auf Eis gelegt, aber die Gemeinde will an diesem Lösungsweg dranbleiben. Parallel wird man jedoch den Antrag der Gemeinderäte Martin Müller, Kerstin Köpfle, Daniel Parstorfer, Angela Philipp und Christine Schleier aus der letzten Gemeinderatssitzung verfolgen. Demnach sollte eine zeitnahe Lösung mittels Modulbauweise gefunden werden. Nach regen Diskussionen wurde die Verwaltung beauftragt, die Realisierbarkeit eines vier- oder sechsgruppigen Kindergartenneubaus in Modulbauweise oder in massiver Bauweise zu prüfen. In diesen Auftrag eingeschlossen ist auch eine Kostenschätzung sowie die Abklärung möglicher Fördermittel.

Bausachen

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte das Gremium der vorgestellten Größe des 4. Bauabschnitts des Großeicholzheimer Baugebietes „Weisbäumlein II“ mit weiteren acht Bauplätzen zu und beauftragte das Ingenieur-Büro Sack & Partner (Adelsheim) mit der Erstellung der Ausführungsplanung, Ausschreibung, Kostenberechnung und Bauüberwachung, denn es gibt schon wieder eine Warteliste für Bauplätze in diesem Gebiet.

Der dritte Bauabschnitt war 2017 fertiggestellt worden. Alle acht Bauplätze sind inzwischen schon bebaut.