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Le Chaijm – Auf das Leben - Elfte jüdische Kulturwoche in Rothenburg vom 10. bis 24. Oktober

Wechselhafte Geschichte der jüdischen Gemeinde im Blick

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Rabbi Meir von Rothenburg war ein wichtiger Gelehrter des 13. Jahrhunderts. Er ist eng mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde verwoben. © Gussmann

Rothenburg. Konzerte, Vorträge und Exkursionen sowie Filmvorführungen und Workshops bilden den programmatischen Kern der elften Rothenburger Kulturwoche Le Chajim – Auf das Leben“.

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Vom 10. bis 24. Oktober haben Interessierte im Rahmen der Rothenburger Kulturwoche Le Chajim täglich die Gelegenheit, mehr über das jüdische Leben früher und heute zu erfahren. Dabei im Mittelpunkt: „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Den Auftakt macht eine Woche zuvor Lothar Schmidt: Der Gästeführer leitet am 10. Oktober die Exkursion ins Rabbinatsmuseum Braunsbach.

Fahrt nach Braunsbach

Die Ausstellung zeigt die wechselhafte Geschichte der jüdischen Gemeinde Braunsbach als integralen Bestandteil der Heimatgeschichte sowie die Geschichte des dortigen Rabbinatsbezirks.

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Die Ausstellung informiert in interaktiver Weise über das Nebeneinander, Miteinander und Gegeneinander von Juden und Christen während zirka 350 Jahre, von 1600 bis 1942. Die Fahrt ins Hohenlohische an die Kocher beginnt um 14 Uhr am Parkplatz P5 in Rothenburg. Anmeldung unter Telefon 09861/7006 20.

Kathi Voltz empfängt am Sonntag, 17. Oktober, in der Stadtbücherei Rothenburg zum Vortrag „Jüdischer Humor lebt“ und schildert an Beispielen, wie bedeutsam der Witz im jüdischen Alltag ist.

Sie trägt Witze, Anekdoten und lustige Geschichten vor, die musikalisch von Waltraud Weiß-Fettinger, Josef Allabar und Ulrich Kohler umrahmt werden. Der kostenfreie Vortrag beginnt um 16 Uhr, anmelden können sich Interessierte direkt in der Stadtbücherei, Telefon 09861/933 870.

Im Rothenburger Kino „Forum Rothenburg Filmpalast“ läuft am Dienstag, 19. Oktober, um 19 Uhr der US-amerikanische Spielfilm Menashe (2017). Regisseur Joshua Z. Weinstein erzählt in dem Film in jiddischer Sprache (deutsch untertitelt) die Geschichte des Witwers Menashe, der in seiner konservativen Gemeinde in Brooklyn seit dem Tod seiner Frau nicht mehr richtig glücklich wird. „

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Simkhat hanefesh“ aus Halle bringt jiddische Lieder und jüdische Musik aus Renaissance und Barock am Mittwoch, 20. Oktober, in der Jakobskirche zum Klingen (19 Uhr). Das Ensemble vereint aktuelle wissenschaftliche Forschung und Recherche mit langjähriger Erfahrung in der Alten Musik. Handwerklich geht es am Donnerstag, 21. Oktober, in der Werkstatt von Burkhard Moser in Schweinsdorf zu. Der Bronzegießer fertigt ab 11 Uhr eine Menorah an, eine Tafel für das Mikwenhaus in der Judengasse 10. Anmeldung via pfarramt.stjakob.rothenburg@elkb.de oder unter Telefon 09861/7006 20.

Am Abend des 21. Oktober folgt der Vortrag der Initiative „Meet a Jew“, hier berichtet ein jüdischer Bürger vom aktuellen Leben der jüdischen Gemeinde in Deutschland (Stadtbücherei in Rothenburg, Klingengasse 6. Anmeldung: Stadtbücherei Rothenburg, Telefon 09861/ 933 870. Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr.

Judenhass im Alltag

Der Vortrag „Judenhasser sind immer die anderen“ von Prof. Dr. Mathias Berek beleuchtet am 22. Oktober ab 19 Uhr den heutigen Antisemitismus im Alltag. Der Professor aus Berlin ist Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Der Vortrag ist kostenfrei und findet im Städtischen Musiksaal statt. Anmeldung unter: franziska.krause@rothenburg.de.

Ein Klassiker im Programm sind die „Mit-Mach-Tänze zu Musik aus Israel“: Der Workshop mit Marion Vetter und Steffi Mönikheim im Gemeindezentrum St. Jakob. Am Samstag, 23. Oktober, geht es am Kirchplatz um 15 Uhr los.

Hier läuft die Voranmeldung über pfarramt.stjakob.rothenburg@elkb.de oder unter Telefon 09861/7006 20.

Preisgekrönter Film

Am Samstag, 23. Oktober, 19 Uhr, schildert Dr. Wenzel Widenka im städtischen Musiksaal in seinem Vortrag „Seht da kommen Schakale, den Weinberg zu zerstören, den Weinberg Israels!“ eine kurze Geschichte des fränkischen Landjudentums. Anmeldung per e-mail unter: franziska.krause@rothenburg.de.

Am Sonntag, 24. Oktober, stellt Gottlob-Haag-Ehrenringträger Thilo Pohle um 10.30 Uhr sein Buch „Wenn lang die Bilder schon verblassen“ im Gemeindezentrum St. Jakob vor.

en Abschluss der Jüdischen Kulturwoche bildet die Filmkomödie „Tel Aviv on Fire“ um 18 Uhr. Im „Forum Rothenburg Filmpalast“ verpackt der preisgekrönte Film von Sameh Zoabi den Nahostkonflikt in eine Soap Opera.

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