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Stadtrat tagte in Aub

Wasser wird um 15 Cent pro Kubikmeter teurer

Angebote zur Renovierung der Kirchentreppe werden eingeholt. Belohnung ausgesetzt, um Hinweise auf die Täter zu erhalten

Von 
ag
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Die ramponierte Treppe von der Hauptstraße zur katholischen Stadtpfarrkirche in Aub. © Alfred Gehring

Aub. Jedem interessierten Paar muss die Möglichkeit gegeben werden, sich ohne besondere Bedingungen trauen zu lassen. Diese Vorgabe konnte nach den Worten des Auber Bürgermeisters Roman Menth in jüngster Zeit bei einer Hochzeit aus dem Grund nicht geboten werden, weil die Trauzimmer im Auber Rathaus im Obergeschoss liegen, eine Person der Hochzeitsgesellschaft aber die steile Treppe nicht bewältigen konnte.

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Menth griff deshalb einen Vorschlag aus der Verwaltung auf, auch die städtische Bücherei im Foyer des Rathauses als Raum für Trauungen zu widmen. Aus dem Stadtrat kam der Hinweis, dass ja die barrierefrei zugängliche Spitalkirche auch als Trauraum gewidmet sei. Die Bücherei bietet nach Ansicht von Ratsmitglied Gertraud Rappert nicht den für eine solche Zeremonie erforderlichen festlichen Rahmen.

Menth wies darauf hin, dass die Widmung der Bücherei eine Möglichkeit sei, in einfacher Weise eine Trauung durchzuführen. Im Übrigen empfinde er die Bücherei als einen sehr schönen Raum. Schließlich ließ sich das Stadtratsgremium überzeugen und stimmte einstimmig der Widmung der Bücherei als zusätzlichen Raum für Trauungen zu.

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Veröffentlicht
Von
Heike Barowski
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Um einen Breitbandanschluss im Rahmen des Programms „mehr Breitband für Deutschland“ vom Auber Ortsteil Burgerroth nach Bieberehren-Buch zu verlegen, beantragte die Telekom, mit dem Kabel die erst kürzlich renovierte Straße von Burgerroth nach Bieberehren zu queren. Die Trasse verläuft weiter entlang der Straße nach Buch in Richtung Kunigundenkapelle und dann im Grünbereich neben der Straße die „Hölle“ hinunter (Anmerkung: ist die Flurbezeichnung dort). Einstimmig erteilte der Stadtrat seine Zustimmung mit dem Hinweis, die neue Straße in „geschlossener Bauweise“ zu queren.

Die geplante Kabeltrasse berührt nahe Burgerroth ein Bodendenkmal „Siedlung aus dem Neolithikum (der Jungsteinzeit) und des Mittelalters“. Hierfür ist eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich, die der Stadtrat ebenfalls einvernehmlich erteilte.

Aus der Bauverwaltung gab der Bürgermeister die Ankündigung Fernwasserversorgung Franken bekannt, ab Jahresbeginn 2024 den Preis für den Kubikmeter Wasser von 1,20 Euro auf 1,35 Euro zu erhöhen. Weitere erforderliche Schritte hinsichtlich der künftigen Preisgestaltung für den Wasserbezug werden zu gegebener Zeit im Stadtrat bekanntgegeben, so Menth.

Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab der Bürgermeister bekannt, dass der Auftrag für die Außengestaltung des Bauprojektes in der Etzelstraße in Aub für 105 897 Euro brutto an eine örtliche Baufirma als preisgünstigsten Bieter vergeben wurde.

Die Elektroarbeiten beim Ausbau des Dachgeschosses im Haus der Wasserwacht zum Jugendraum wurden für 18 685 Euro und die Kostenplanung zum Breitbandausbau wurde für 9040 Euro netto vergeben. Letztere Position ist in voller Höhe durch Zuschüsse abgedeckt.

Unschöne Begleiterscheinung der Auber Kirchweih sei ein Akt des Vandalismus gewesen, bei dem in der Nacht auf den 20. August nach der Party Safari „jugendliche Halbwilde“ das Geländer der Kirchentreppe an der Hauptstraße herausgerissen und erheblichen Schaden verursacht haben. Nachbarn konnten drei Jugendliche als Verursacher beobachten, konnten diese aber nicht erkennen. Die Treppe ist seitdem gesperrt, Angebote zur Renovierung werden derzeit eingeholt.

Da die Täter bisher nicht bekannt sind, schlug der Bürgermeister vor, für Hinweise die zu den Tätern führen, eine Belohnung von 500 Euro auszusetzen. Der Stadtrat hatte dagegen keine Einwendungen.

Die Kirchweih bezeichnete Menth als eine gelungene Veranstaltung. Von der Ausstellung über das Konzert, den Festzug und den Schäfflertanz bis zum Familiennachmittag waren alle Veranstaltungen von hoher Qualität und gut besucht. Mehr als 200 Helfer, die mehr als 300 Schichten übernommen haben, zeugen vom großen Gemeinschaftssinn der Bürgerinnen und Bürger. Bei allen, die sich eingebracht haben, bedankte sich der Bürgermeister und das Ratsgremium spendete Applaus. Stellvertretender Bürgermeister Klaus Saliger informierte darüber, dass an der Teufelsschmiede im Wald offenbar Jugendliche mit Haselnussstecken gebaut und dort auch ein Lagerfeuer entzündet haben: „Wie dumm kann man eigentlich sein, bei dieser Trockenheit mitten im Wald ein Lagerfeuer zu entfachen,“ kommentierte Saliger diese Aktion.

Michael Neckermann wollte wissen, wann in Baldersheim eigentlich die letzten Stromleitungen von den Dächern abgebaut werden. Menth wies darauf hin, dass diese aus Gründen der Wirtschaftlichkeit erst abgebaut werden, wenn das Überlandwerk dort wieder andere Baumaßnahmen durchführt. ag

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