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Gemeinderat Mudau - Zwei Gruppenräume für Kindergartenkinder als Zwischenlösung

„Containerdorf“ auf dem Schulgelände

Von 
L.M.
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Viel freundlicher zeigt sich der Platz in Mudau nach dem Abriss des früheren Sägewerks. © Liane Merkle

Mudau. Um den derzeitigen Gegebenheiten im Mudauer Kindergarten mit einem beengten Platzangebot vor allem im Ü 3-Bereich gerecht zu werden, hatte sich sowohl Verwaltung als auch Gemeinderat für einen Neubau des Kindergartens ausgesprochen. Da aber die Verwirklichung dieses Vorhabens mit erheblichem Finanzaufwand noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, aber bereits ab dem neuen Kindergartenjahr ein höheres Platzangebot geschaffen werden muss, kam man überein, Container in Modulbauweise als Provisorium anzuschaffen. Im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im örtlichen Rathaus nahm nun das Gremium unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger den aktuellen Sachstand durch das Architekturbüro Wolfram aus Buchen zur Kenntnis.

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„Bereits seit längerer Zeit versucht die Verwaltung in enger Abstimmung mit dem Träger des Kindergartens St. Marien, der Seelsorgeeinheit Mudau und der Verrechnungsstelle Walldürn, die räumliche Unterbringung der erforderlichen Kindergartenplätze von 0 bis 6 Jahren zukunftsfähig zu lösen“. Es wurde von der Verwaltung ein Gutachten für die Ermittlung der Maßnahmen aus der Kindergartenbedarfs- und Schulentwicklungsplanung 2022 in Auftrag gegeben.

Parallel dazu wurden auch die personellen Voraussetzungen für die Betreuung der zusätzlichen Kindergartenplätze vor allem im Ü 3-Bereich mit dem Kindergartenbedarfsplan im Gemeinderat beschlossen. Da ein Neubau eines Kindergartengebäudes auf Grundlage des dann vorliegenden Gutachtens umfänglich neu geplant und auch entsprechend finanziert werden muss, hat sich die Gemeinde entschieden, eine Übergangslösung zur Lösung der konkret anstehenden Platznot anzugehen. Mit dem Architekturbüro, der Kindergartenleitung, der Verrechnungsstelle Walldürn, dem Fachberater der Caritas und der Verwaltung wurde ein Raumkonzept für die Schaffung von zwei Gruppenräumen für Ü 3-Kinderbetreuung aufgestellt. In diesen Gruppen können dann bis zu 50 Kinder betreut werden, teilte auch Christoph Müller als zuständiger Sachbearbeiter im Bauamt mit. „Dabei gilt es zu beachten, dass die Vorgaben auch bei einem Provisorium analog einem Neubau anzuwenden sind“.

Unmut über Zugzwang

Zur räumlichen Lösung wurde die Aufstellung eines „Containerdorfes“ auf dem Schulgelände von allen Beteiligten favorisiert. Dazu wurde in der Sitzung eine zeichnerische Darstellung der erforderlichen Anzahl der Container vorgestellt und deren inhaltliche Nutzung erläutert. Aktuell erarbeitet das Büro Wolfram Architekten die Grundlagen für eine Preisanfrage bei Herstellern von Containerlösungen und ermittelt die Kosten für die gesamte Maßnahme inklusive der Erschließung mit Verkehrswegen, Ver- und Entsorgungsanschlüssen und der Kindergarten-Ausstattung. Gemäß der geplanten zeitlichen Abfolge sollen alle beschlussreifen Fakten bis zur Gemeinderatssitzung im Juli vorliegen, um eine Beauftragung vorzunehmen. Aktuell müsse mit Lieferzeiten nach Auftragserteilung von rund 14 Wochen, sowohl bei den Containern als auch bei der Ausstattung gerechnet werden. Gemeinderat Andreas Schölch verstand nicht, dass man so in Zugzwang kommen konnte und die Kinderzahlen nicht früher korrekt zu ermitteln waren. Sein Kollege Franz Brenneis forderte, dass bei Beschlussfassung im Juli auch eine gesicherte Finanzierung dieser immensen Mehrausgabe vorliegen müsse.

Vertreter der BBV informierten über den geplanten Baubeginn des Glasfasernetzes für Mudau am 4. Juli in Rumpfen. Katharina Fertig und Christoph Müller betreuen das Thema vonseiten der Gemeindeverwaltung und dokumentieren den derzeitigen Ist-Zustand zur Beweissicherung.

Nach erfolgter Submission durch das Ingenieur-Büro Sack & Partner aus Adelsheim wurde die Erschließung des Fasanenwegs in Donebach an die Firma BS Hoch- und Tiefbau GmbH aus Ahorn-Schillingstadt zum Auftragspreis von rund 547 871 Euro und die ergänzende Straßenbeleuchtung an die Netze BW Tauberbischofsheim zum Auftragspreis von rund 3598 Euro als günstigste Bieter vergeben.

Auch die Leistungen der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination für die Baumaßnahmen im Alten Weg Schloßau, für den 3. Bauabschnitt „Rumpfener Buckel“ Mudau und für den Fasanenweg Donebach vergab der Gemeinderat für komplett rund 13 852 Euro an die Firma Dekra Automobil. Und die 3. Auftragsvergabe betraf die durch das Wassergesetz für Baden-Württemberg von Betreibern von Abwasseranlagen durchzuführenden regelmäßigen TV-Untersuchungen, in diesem Fall für die Schmutzwasserkanäle in Waldauerbach und Mörschenhardt, die nun zum Angebotspreis von 25 393 Euro von der Butz GmbH & Co. KG aus Haßmersheim im Zuge der Eigenkontrollverordnung 2022 ausgeführt werden sollen.

Festgestellt hat das Gremium auch die Kosten für die Baufeldfreimachung der Grundstücke Amorbacher Straße 7 und 9 (ehemals Sägewerk Link) mit rund 215 036 Euro. Den überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 5036 wurde zugestimmt, da es keine einfache Aufgabe war.

Nach Abschluss der Arbeiten an den Kinderspielplätzen wurden für den im Baugebiet Brückengut III Mudau Kosten von 17 695 Euro (Gemeindeanteil 3835 Euro) und für die Ertüchtigung des Spielplatzes im Baugebiet Obere Wiesen Schloßau Kosten von 24 308 Euro (Gemeindeanteil rund 6093 Euro) durch den Gemeinderat festgestellt. Christoph Müller das Engagement der Bürger, die sich erfindungsreich um Spenden und Sponsoren bemüht.

Ein positiv entschiedener Wald-Aufforstungsantrag mit Traubeneiche, Stieleiche, Hainbuche, Winterlinde, Vogelkirsche, und einem bunt gemischten Waldsaum auf 13 740 Quadratmeter auf Gemarkung Steinbach rundete die lange Gemeinderatssitzung zusammen mit zahlreichen Bauanträgen und der Bekanntgabe erfreulicher Fördermittelzusagen, darunter rund eine Million Euro für die Sanierung Ortsmitte II, ab. L.M.

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