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Becksteiner Winzer - Weinguide Falstaff und Gault Millau zeichnen hervorragende Weine und Sekt im Champagner-Verfahren aus

Chardonnay-Linie der WG Beckstein erneut erfolgreich

Große Freude bei den Becksteiner Winzern: Insgesamt 17 Weine und zwei Sekte der Winzergenossenschaft wurden einmal mehr in Gault Millau und Falstaff ausgezeichnet.

Von 
Diana Seufert
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Große Freude bei Michael Braun (rechts), Geschäftsführer der Becksteiner Winzer, und Marketingleiter Michael Spies: Der Weinguide Falstaff hat drei Weine der Chardonnay-Linie ausgezeichnet. Gleich 16 Weine und zwei Sekte, darunter der Reserve, im Champagner-Verfahren, wurden vom Gault Millau gewürdigt. © Seufert

Beckstein/Lauda. Eine Auszeichnung für die eigenen Weine zu bekommen, ist für die Verantwortlichen der Winzergenossenschaft immer wieder ein wunderbares Erlebnis und eine große Freude. Auch wenn es im Laufe der letzten Jahre schon viele Prämierungen gab. „Aber jeder Jahrgang ist einzigartig“, sagen Geschäftsführer Michael Braun und Marketingleiter Michael Spies. Dass gleich drei edle Tropfen aus der Chardonnay-Linie die Prüfer des Falstaff Weinguides überzeugten, freut die beiden und Kellermeister Florian Döller besonders. „Es ist eine tolle Bestätigung der Arbeit im Weinberg und zeugt von einer Kontinuität, auf die sich die Konsumenten verlassen können“, betont Braun. Der Chardonnay sei ein Wein, mit dem man glänzen könne und der für sich selbst spräche, so Spies.

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Die hohe Qualität in der Flasche und die Arbeit der Genossenschaft mit ihren 350 Mitgliedern hat bei der „Chardonnay Trophy Deutschland“ von Falstaff begeistert. In ihrer Vorstellung der WG wird herausgestellt, dass man „den Winzern genug Freiraum für individuelle Weine“ lässt. Es werden „die Eigenarten und Nuancen fein herausgearbeitet“. Ein Urteil, mit dem auch Kellermeister Florian Döller sehr zufrieden ist. „Die Kunden wissen in allen drei Qualitätslinien, was sie im Glas haben.“ Und die Zielgruppe ist klar: „Die Weine richten sich an lebensfrohe Menschen.“

Ständiges Feilen

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Von
Linda Hener
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Mit 92 von 100 Punkten hatte die Chardonnay Spätlese „Selektion“ 2020 vom Gerlachsheimer Herrenberg trocken im Barrique ausgebaut ebenso gut abgeschnitten wie der 2019er „Reserve“ der gleichen Lage. Ähnlich gut wurde der 2020er „Kilian“ Chardonnay Kabinett trocken bewertet.

Der Erfolg ist kein Zufallsprodukt, sondern ständiges Feilen – schon im Weinberg und später dann im Keller. Denn so solle es weitergehen. So wurde im vergangenen Jahr kurz vor der Ernte noch eine spezielle Verkostung von Chardonnay-Weinen aus Franken, dem Burgund und Baden durchgeführt, um das eigene Profil zu schärfen und sich stetig zu verbessern, wie Michael Braun verrät. „Von der Lese über den Ausbau des Weins und der Reife müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden“, macht Braun deutlich. Das Ziel: eine ausgewogene Balance zwischen Fruchtigkeit, Mineralität und der Holznote aus dem Barriquefass. Schon das Toasting, also das Rösten der Weinfässer, habe Einfluss auf diese Komplexität, die der Konsument im Glas spüren und erleben soll. Hilfreich sei dabei die Zusammenarbeit mit dem Weinsachverständigen Otto Geisel.

Lang ist die Liste der Rebensäfte, die beim Gault Millau im Mai gewürdigt wurden. Vom Chardonnay über Grauburgunder und Müller-Thurgau bis zum Schwarzriesling und Spätburgunder reicht der Querschnitt der eingereichten Weine. 16 edle Tropfen und zwei Sekte haben eine hervorragende Bewertung erhalten. „Es ist immer wieder toll und bei weitem keine Selbstverständlichkeit“, weiß der Geschäftsführer die Auszeichnungen zu schätzen.

Alle eingereichten Weine wurden mit „außergewöhnlich“, „beeindruckend“ oder „sehr empfehlenswert“ honoriert.

Projektweine gewürdigt

Dass zwei Projektweine mit einem „außergewöhnlich“ belohnt wurden, freut Michael Braun besonders: der Cuvé Muschelkalk 2020 und der Schwarzriesling „Muschelkalk“ 2020. Beides Weine, die den Ideen der beiden Kellermeister entsprechen. Für den Cuvée zeichnet Florian Döller verantwortlich, für den Schwarzriesling sein Vorgänger Manfred Braun.

Erstmals bei der Prämierung war der 2017 Pinot Meunier „Reserve“ brut nature. Der Sekt in traditioneller Flaschengärung nach der Champagner-Methode wurde zum Einstand ebenfalls „außergewöhnlich“ getestet. „Die exotische Note steht für die Becksteiner“, betont Braun. Fast fünf Jahre sind seit der Lese und der Pressung ohne mechanische Eingriffe vergangen.

Für die zweite Gärung in der Flasche durfte der Sekt, der optisch und geschmacklich dem französischen Vorbild ähnelt, 36 Monate auf der Feinhefe liegen, um so die feine Perlage zu erlangen. Für die Verantwortlichen ist „dieses super Ergebnis“ ein doppelter Erfolg, weil es erst der zweite Jahrgang dieser Reihe ist. Seit kurzem ist er im Verkauf. „Die folgenden Jahrgänge liegen schon auf der Flasche“, fügt Döller an und ist froh, dass die Arbeit im Keller so gewürdigt wird.

Wie sehen die Fachmänner die aktuelle Lage bei den Rebstöcken? Michael Braun spricht von guten Voraussetzungen im Weinberg. „Der Fruchtansatz ist toll, die Blüte beginnt in Kürze.“

Froh ist Michael Braun, dass man bisher von Wetterkapriolen und vor allem von Nachtfrösten im Mai verschont geblieben ist. „Wir freuen uns auf einen guten Jahrgang.“

Ausgezeichnet bei themenbezogenen Verkostungen des Falstaff wurde auch das Laudaer Weingut Johann August Sack. „Wir wollten wissen, wo unsere Weine im Vergleich mit anderen stehen“, sagt Karlheinz Sack. Der Weißburgunder Laudaer Altenberg trocken im Barrique gereift erhielt 90 Punkte, der Unterschüpfer Mühlberg Spätburger trocken 91 Punkte. „Beim Spätburger sind wir im oberen Drittel von 300 Weinen gelandet“, freut sich Sack über das tolle Ergebnis. Für ihn keine alltägliche Bewertung.

Bis der 2022er Jahrgang gelesen und gekeltert wird, dauert es noch etwas. Wer die Tropfen der Winzergenossenschaft mit rund 230 Hektar Anbaufläche sowie vom Weingut Sack kosten will, hat dazu beim Weinfest in der Laudaer Altstadt vom 17. bis 19. Juni Gelegenheit.

Die Weingenussnacht steigt am 9. Juli um 18 Uhr bei Livemusik von „Elvis & Che Evergreens“ auf dem Gelände der Backsteine Winzer.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz

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