Städtepartnerschaft

Der gemeinsame Weg geht weiter

30. Jahrestag der Freundschaft zwischen Külsheim und Péscávard mit einem kleinen Fest gefeiert

Von 
hpw
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Külsheim. Eine 25-köpfige Delegation aus der Stadt Külsheim weilte am vergangenen verlängerten Wochenende in der ungarischen Partnerstadt Pécsvárad. Das fünftägige Treffen stand im Zeichen „30 Jahre Partnerschaft“.

Die Frauen und Männer aus Külsheim mit Bürgermeister Thomas Schreglmann an der Spitze kamen nach mehr als 1000 Kilometern Reise im Kulturzentrum der Partnerstadt an und erhielten eine herzliche Begrüßung. Das Abendessen und tags darauf natürlich auch das Frühstück waren bei den Gastgeberfamilien.

Lehrpfad

Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann (links) und János Zádori, Bürgermeister von Pécsvárad, unterzeichnen Erneuerungsurkunden hinsichtlich der Partnerschaft. © Simone Hickl-Seitz

Gastgeber und Gäste trafen sich am Szentháromság-Platz vor dem Rathaus, um zu erfahren, was es denn Neues gibt in der Partnerstadt. Besuche im Rathaus, in der Schule, im Kindergarten halfen dabei. Dies taten gleichfalls Gespräche beim Begehen des Lehrpfades, welcher Aspekte zu deutschen Vorfahren und der Geschichte aufzeigt, und während der nachmittäglichen Besichtigung des Gedenkhauses, eines restaurierten Gebäudes im bäuerlichen Stil.

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Am Abend feierten die Partnerstädte zusammen ein Jubiläumsfest im Kulturzentrum anlässlich „30 Jahre Külsheim – Pécsvárad“, welches mit einem reichhaltigen kulturellen Angebot begann. Die örtliche Feuerwehrkapelle spielte auf, es erklangen die deutsche und die ungarische Nationalhymne. Nach der offiziellen Begrüßung trat die Tanzgruppe des Kindergartens „Kodolányi János“ auf und der Jubiläumschor der Fünft- und Sechstklässler aus Pécsvárad sang.

Es folgte ein launiger Beitrag von Botond Csibi, danach Akkordeonspiel von Bence Bayer, beides Ju-gendliche. Die erwachsenen Volkstänzer Gréta Puskás und Tamás Lieszkovszky aus der Volkstanz-gruppe „Sárköz“ unterhielten traditionell, es sang der „Lerchenchor“, die Tanzgruppe des Rentnerclubs begeisterte ebenso.

Sándor Kakas, Ehrenbürger der Stadt Pécsvárad, erinnerte sich an die ersten Treffen hin zur Partnerschaft mit Külsheim und an die Anfangszeit dieser mitsamt vieler Begegnungen.

Festrede

János Zádori, Bürgermeister von Pécsvárad, dankte in seiner Festrede den Altvorderen, dass diese die Partnerschaft begonnen und bis heute getragen und unterstützt hatten und haben. Er richtete ein herzliches „Dankeschön“ an jene, die dabei waren und sind. Der Bürgermeister ging auf die momentane politische Situation ein, welche nicht einfach sei.

Die Coronakrise, die Energiekrise und der Krieg mitten in Europa bedeuteten auch für Pécsvárad Herausforderungen, so Zádori. Er richtete den Blick auch in die gemeinsame Zukunft von Külsheim und Pécsvárad, seien die Beziehungen doch immer stabiler geworden, die Partnerschaft gehöre auf beiden Seiten zum Alltag.

Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann sagte zum 30. Jahrestag der Freundschaft, einst sei eine Brücke zueinander geschlagen worden, die seither auf vielerlei Weise überquert worden sei. Gegenseitige Besuche hätten ebenso wie der gegenseitige Meinungs- und Erfahrungsaustausch einen festen Platz im Kalender beider Städte, die Bürger auf beiden Seiten hätten Verständnis füreinander.

Schreglmann meinte, in den vergangenen Jahren habe sich immer wieder gezeigt, dass es in Pécsvárad und in Külsheim ganz ähnliche Aufgaben und Problemen gebe. Die Städtepartnerschaft habe sich deshalb so positiv entwickelt, weil die einzelnen Bürgerinnen und Bürger bereit seien, den Standpunkt der anderen zu verstehen und eventuelle Vorurteile abzubauen.

Urkunden unterzeichnet

Man ehrte zwei lange Jahre Mitwirkende auf ungarischer Seite. Die beiden Bürgermeister unterzeichneten die Erneuerungsurkunden. Die Abschiedsmusik der Feuerwehrkapelle leitete über zum gemeinsamen Abendessen. Anschließend erfreuten sich Pécsvárader und Külsheimer an dem festlichen Jubiläumsball, die „Kapelle Kierkrain“ spielte auf.

Der Text der Erneuerungsurkunde zeigt auf, was seit drei Jahrzehnten wichtig ist und auch in Zukunft weiter wichtig sein wird. So heißt es: „Külsheim und Pécsvárad wollen den Partnerschaftsvertrag aus dem Jahr 1992 mit der Unterzeichnung dieses Dokuments anlässlich des 30-jährigen Jubiläums bestärken. Die Partnerschaft soll zu den kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontakten und zur Vertiefung der Freundschaft zwischen den Bewohnern der beiden Städte beitragen.“

Tags darauf trafen sich die Teilnehmer auf dem Europa-Platz vor dem Kulturzentrum zum Ausflug nach Pécs und Orfü. In Pécs wurde der Bischofspalast besichtigt, man nahm an einer Führung teil. Es folgten Besuche des Doms und des Rosengartens sowie eine Weinprobe im Bischofskeller. In Orfü erfreuten das Mittagessen im „Bärlauchhaus“ und ein Spaziergang um den See. Am nächsten Tag waren die Freunde unterwegs, um eine Fassproduktion zu besichtigen.

Der eher nicht-offizielle Teil des Partnerschaftstreffens war gefüllt mit weiteren Begegnungen unter Freunden sowie vielfältigen freundschaftlichen Gesprächen. Der abschließende Tag blieb geprägt vom Abschied und der Heimreise der Gäste aus Külsheim.

Das nächste Treffen ist 2024 in Külsheim geplant. hpw