Phänomen

Lastwagen mit leichter Ladung an Bord

Bobby-Car auf Sattelzug vorschriftsgemäß gesichert

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wei
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Ein Lkw, unterwegs auf der A 3, befördert ein grünes Bobbycar. Was steckt hinter dem Phänomen? © Gerd Weimer

Weibersbrunn. Der Sattelschlepper klettert ungewöhnlich zügig den Spessarthügel auf der Autobahn A3 bei Weibersbrunn hinauf. Kein Wunder, die Ladefläche ist leer. Doch weit gefehlt, bei genauerer Betrachtung steht dort doch ein Fahrzeug: ein grünes Bobbycar, vorschriftsmäßig mit Gurten gesichert. Das Phänomen ist schon öfter beobachtet worden. Was steckt dahinter?

Es gibt verschiedene Erklärungsansätze. Einem Bericht der „Märkischen Oderzeitung“ zufolge begann der Trend unter den Schwerlastfahrern in Deutschland und Europa ursprünglich als Protest, da die Fahrer es unsinnig fanden, Leerfahrten zu machen. Seitdem würden sich viele ein Bobbycar auf den Anhänger spannen.

In den USA soll das Phänomen einen traurigeren Ursprung haben. „Dort war es der Tod eines Kindes, dessen Vater – ein Lastwagenfahrer – als Erinnerung an seinen Sohn das Bobbycar des Kindes stets mit auf seine Tour nahm“, schreibt die Zeitung. Aus Solidarität hätten es ihm andere US-Trucker gleichgetan.

Spaßaktion der Lkw-Fahrer

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Bernhard Zinke
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Mittlerweile dürfte es sich bei dem Phänomen eher um Spaßaktionen der Brummi-Fahrer handeln. Immer wieder gibt es Polizeimeldungen oder Facebook-Einträge zu Spielzeug-Fahrzeugen auf Lkw-Ladeflächen. In den sozialen Medien werden regelmäßig Fotos veröffentlicht, die bei den Betrachtern für Belustigung sorgen. wei