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In St. Alban in Hardheim - Christian Müller und Christoph Keller gestalteten Konzert auf Initiative des Freundeskreises Erftaldomorgel

Konzert im Erftaldom: „Orgel und Arien” lautete das Motto

Von 
Adrian Brosch
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Hardheim. Eine Premiere erlebte, wer am Sonntagabend den Erftaldom St. Alban betrat: „Orgel und Arien“ lautete das sowohl instrumentale als auch vokale Programm, mit dem Christian Müller an der Vleugels-Orgel und Kirchenmusiker Christoph Keller erfreuten.

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Nachdem Bernhard Berberich das Publikum seitens des „Freundeskreises Erftaldomorgel“ begrüßt hatte, erläuterte der ursprünglich aus Gamburg stammende Christian Müller die einzelnen Darbietungen und betonte seine Freude darüber, wieder einmal „nahe der Heimat konzertant unterwegs zu sein“ – sein beruflicher Wirkungskreis ist das Bistum Passau. Bewusst habe man musikalisch Themen aufgegriffen, die zu den stillen Feier- und Gedenktagen des Novembers passen.

Gelungen war das Konzert, das Christian Müller und Christoph Keller in St. Alban in Hardheim gestaltet haben. © Adrian Brosch

Auf würdevolle Weise leitete die Musiker, die sich zur gemeinsamen Studienzeit kennen gelernt hatten, den Abend mit Werken Johann Sebastian Bachs ein. Bei der um 1705 komponierten Partita für Orgel „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ (BWV 768) fiel besonders die ansprechende Kombination kunstvoller Orgelpassagen mit rezitiertem Text auf. Zusammen mit dem Ambiente des partiell abgedunkelten Erftaldoms ergab sich hier eine auf eigene Weise stimmungsvolle Atmosphäre, die sich durch das ganze Konzert zog. Buchstäblich ließ Christian Müller alle Register der Orgel erschallen.

Als anspruchsvoll und tiefgehend erwies sich auch die von Christoph Keller gesungene, der Matthäuspassion entnommene Arie „Mache dich mein Herze rein“ (BWV 244), die sogar fast adventliche Gefühle freisetzte.

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Dem Schaffen Felix Mendelssohn-Bartholdys entnommen wurden die wuchtige und zugleich sehr getragene Orgelsonate Nr. 6 d-moll („Vater unser im Himmelreich“) sowie die Arie „Gott sei mir gnädig“, die dem 1836 in London erstmals ausgeführten Oratorium „Paulus“ entstammt. Dieses erzählt das Leben und Wirken des Apostels Paulus. Bemerkenswert mutete einmal mehr der erstklassige Gesang Christoph Kellers an, der hervorragend mit der abwechslungsreichen Melodie des Stücks harmonierte.

Als eigentlicher Höhepunkt des Konzerts fungierte die letzte Darbietung: Christoph Müller brachte seine kompositorische Kreativität mit den einfallsreichen Variationen zu „Segne du Maria“ zu Gehör. Im deutsch-romantischen Stil gestaltete er nach dem Vorspiel mit kraftvoll dargebotenem Liedvortrag Christoph Kellers die Variationen und die Fuge über „Segne du Maria“.

Der reiche Beifall der zahlreichen Besucher zeigte, dass auch Musik von eher schwermütigem Charakter beim Publikum bestens ankommen kann – zumal der November als Monat gleichsam einen schwermütig erscheinenden Anstrich aufweist. So kann die „Premiere“ im Erftaldom als durchaus gelungen erachtet werden.

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