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In Hardheim beigesetzt - Die Stadt Gaggenau gedachte 50. Todestag von Josef Hollerbach mit Gebinde

Blumen für den ehemaligen Ehrenbürger der Stadt

Von 
Torsten Englert
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Hardheim/Gaggenau. Die Stadt Gaggenau gedachte mit einem Gebinde dem 50. Todestag des ehemaligen Bürgermeisters und Ehrenbürgers der Stadt Gaggenau, Josef Oskar Hollerbach, der in seiner Heimatgemeinde Hardheim beigesetzt ist.

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Josef Hollerbach wurde am 13. März 1898 in Hardheim als Sohn des Landwirts August Hollerbach und dessen Ehefrau Anna, geborene Weinmann, geboren.

Familiengrab mit dem Gebinde der Stadt Gaggenau auf dem Hardheimer Friedhof. © Torsten Englert

Die Familie Hollerbach ist eine alteingesessene Hardheimer Familie, der erste Urahn ist Philipp Hollerbach, der 1663 in Hardheim starb. Von 1904 bis 1917 besuchte Josef Hollerbach die Volksschule Hardheim und anschließend die Gewerbe- und Handelsschule in Buchen, absolvierte ein Volontariat mit anschließender Ausbildung bei der Gemeindeverwaltung Hardheim bei Ratschreiber Karl Redel. Von 1818 bis 1926 war er Ratschreiber in Hardheim und von 1926 bis 1935 in Ottenau.

Von 1935 bis 1950 war er in der Inspektorenlaufbahn bei der Stadt Gaggenau, zuletzt als Leiter der Hauptverwaltung. Am 4. Juli 1950 wurde er zum kommissarischen Bürgermeister von Gaggenau ernannt. Mit 75,8 Prozent wurde er 1951 zum Bürgermeister von Gaggenau gewählt und 1959 mit 53 Prozent im ersten Wahlgang wiedergewählt. Erst 1953 trat er der CDU bei.

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Josef Hollerbach war 18 Jahre im Amt des Bürgermeisters von Gaggenau und hat sich um den Wiederaufbau der Stadt verdient gemacht und die wirtschaftlich guten Jahre der Nachkriegszeit genutzt, um die Grundlagen für die heutige Große Kreisstadt zu schaffen. Hollerbach gehört damit in die Reihe der bedeutenden Bürgermeister des Landes Baden-Württemberg.

Er sah sich als erster Verwaltungsbeamter mit allen wichtigen Schlüsselaufgaben konfrontiert: Trümmerbeseitigung, Existenzsicherung, Wohnraumbeschaffung und Wiederaufbau der Industrie der beim Bombenangriff am 3. Oktober 1944 völlig zerstörten Stadt.

Er bewies Organisationstalent und Überzeugungskraft und erarbeitete sich mit seiner zupackenden Arbeitsweise rasch Achtung und Ansehen bei der Bevölkerung und den Respekt und das Vertrauen der Besatzungsmacht. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt bildete die Baulandumlegung und der Wohnungsbau. Hollerbach verstand es die starke Position, welche die Kommunalverfassung dem Bürgermeister einräumte, souverän und zielstrebig zu nutzen. Dies unter anderem als Mitbegründer des Städtebunds Südbaden, um die Infrastruktur für eine moderne Industriestadt zu schaffen.

1952 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, 1968 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Für seine großen Verdienste wurde ihm beim Ausscheiden aus dem aktiven Bürgermeisterdienst 1968 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Gaggenau verliehen.

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1927 heiratete er in Hardheim Maria Eirich, die Tochter des Fabrikanten Ludwig Eirich. Aus der Ehe stammen die Kinder Lothar, Alexander, Hubert und Marianne.

Zeitlebens stand Hollerbach in Kontakt mit seinem jüdischen Klassenkameraden Willi Wertheimer. Er unterstützte auch dessen Baumpflanzaktionen in Israel.

Josef Hollerbach starb am 18. September 1971 in Rastatt und wurde in seiner Heimatgemeinde in Hardheim auf dem Friedhof beigesetzt. Torsten Englert

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