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Leserbrief - Zum Leserbrief „Eine Ruftaxiverbindung ist zu wenig“ (FN, 26. März) „Es wäre besser, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten”

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© Fotolia/mapoli-photo

Manfred Silberzahn, Sprecher der Bürgerinitiative „Frankenbahn für alle“, lässt offenbar keine Gelegenheit aus, um eine Attacke auf Die Grünen zu reiten, so auch die Stellungnahme der Regionalverbandsfraktion Grüne/Linke/ÖdP zur geplanten Verlegung der Firma Hofmann-Menü auf das Seehof-Gelände. Dabei schreckt er weder vor Unterstellungen, noch vor Tatsachenverdrehungen, noch vor Unwahrheiten zurück. Sein Leserbrief vom 26 März. bedarf daher einer Erwiderung.

Die Grünen Main-Tauber haben sich schon immer für die Bedienung aller Bahnhöfe zwischen Osterburken und Lauda ausgesprochen. Das ist jedoch finanziell nur dann vertretbar, wenn dieses Angebot auch genutzt wird. Leere Züge fahren zu lassen macht keinen Sinn. Wir haben deshalb stets dafür plädiert, die aufgegebenen Bahnhaltepunkte in Schweigern und Unterschüpf zu reaktiveren sowie in Königshofen einen Halt auch in Richtung Osterburken zu ermöglichen.

Damit wollen wir das dort vorhandene Fahrgastpotential für die Bahn erschließen und auf den schienenparallelen Busverkehr verzichten. Die Anstrengungen des Main-Tauber-Kreises, die Buslinien und Fahrpläne so auf die Zughalte abzustimmen, dass vor allem Schülerverkehr auf die Bahn gelenkt wird, haben wir unterstützt. Daraus haben wir weder ein „Geheimnis“ gemacht noch einen „Gesinnungswandel“ vollzogen, wie Herr Silberzahn behauptet. Hoffnungen setzten wir darauf, dass mit einem Bahnhaltepunkt in Schweigern – zum Beispiel durch die Ausgabe von Jobtickets – Mitarbeitende der Firma Hofmann-Menü als Fahrgäste für die Bahn gewonnen werden können. Wenn die Firma nun auf den Seehof verlegt wird entfällt diese Möglichkeit bedauerlicherweise. Aus Sicht von Hofmann-Menü ist die Betriebsverlagerung vorteilhaft und verständlich. Die Reaktivierung des Haltepunkts in Unterschüpf wird dadurch aber gewiss nicht leichter.

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Anders als Manfred Silberzahn behauptet hat MdL Michael Joukov, bahnpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, einen Dauerbetrieb der Regionalbahn zwischen Osterburken und Würzburg keineswegs ausgeschlossen. Ausgeschlossen hat er nur, dass der allein vom Land Baden-Württemberg bezahlt wird, solange die Mindestzahl von 500 Personenkilometer nicht erreicht wird. Er hat darauf hingewiesen, dass eine Regionalbahn jedoch auch in diesem Fall dauerhaft fahren kann, wenn es eine kommunale Mitfinanzierung gibt. Die dafür erforderlichen Mittel können durch den vom Land ermöglichten Mobilitätspass generiert werden.

Falsch ist die Behauptung von Herrn Silberzahn, ein Mobilitätspass – von manchen auch Nahverkehrsabgabe genannt – komme nur den Ballungszentren zugute. Wir im ländlichen Raum würden damit deren gutes Verkehrsangebot mitfinanzieren und selbst leer ausgehen. Richtig ist, dass diese Einnahmen immer dort für eine Verbesserung des ÖPNV-Angebots eingesetzt werden, wo sie erzielt werden.

Wir Grüne Main-Tauber bedauern, dass uns die BI „Frankenbahn für alle“ erneut angreift, statt mit uns zusammen daran zu arbeiten, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Wir wollen mehr öffentlichen Verkehr, sowohl für den Klimaschutz als auch für die Energieunabhängigkeit von Russland.

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