AdUnit Billboard
Sonderführung - Am Sonntag, 5. September, in der Kurstadt

Sonderführung zum Tag der Jüdischen Kultur in Bad Mergentheim

Von 
ssg
Lesedauer: 

Bad Mergentheim. Bad Mergentheim hat eine reiche jüdische Geschichte. Seit 1293 sind jüdische Einwohner bezeugt. Im Jahr 1700 zählte die Jüdische Gemeinde in der Stadt 40 Mitglieder. Jüdisches Leben und Kultur konnte sich unter dem Schutz des Deutschen Ordens - zumindest in Ansätzen - entfalten. Die jüdischen Kaufleute sind Teil der Mergentheimer Erfolgsgeschichte. 1895 erreichte die blühende Jüdische Gemeinde mit 280 Personen ihren höchsten Stand. Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft führte auch in Mergentheim zu Flucht und Deportation. Mindestens 61 jüdische Mergentheimer kamen von 1939 bis 1945 ums Leben.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Vergangenheit und Gegenwart

Am 5. September wird in rund 30 Ländern der Europäische Tag der Jüdischen Kultur begangen. Der Aktionstag erinnert an die Beiträge und Leistungen des Judentums in Vergangenheit und Gegenwart. Auch die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg beteiligen sich: Schon seit 2010 nimmt das Residenzschloss am jährlichen „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ teil.

Am Sonntag, 5. September, um 14.30 Uhr findet im Residenzschloss Mergentheim die Sonderführung „Vom Leben und Schicksal jüdischer Familien“ statt. Ausgehend vom Schloss des Deutschen Ordens werden wichtige Orte jüdischer Geschichte in der Altstadt Mergentheims besucht. 2021 ist dafür ein besonderes Jahr: In der ganzen Bundesrepublik wird an „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erinnert.

Ausgegrenzt und verfolgt

Klaus Huth, Mitbegründer des Vereins „Stolpersteine Bad Mergentheim e.V.“, hat sich intensiv mit dem Leben und Schicksal jüdischer Familien in seiner Heimatstadt befasst. Zu diesem Thema führt er an diesem Sonntag die Gäste durch die Stadt an der Tauber. Der Schwerpunkt der Sonderführung liegt auf der Betrachtung des Lebens jüdischer Einwohner im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie wurden sie erst ausgegrenzt, später verfolgt?

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Anhand einzelner Persönlichkeiten und Familien werden gesellschaftliche Entwicklungen verdeutlich – außerdem wird ein Bogen in die Gegenwart geschlagen. Treffpunkt ist am Residenzschloss. Für die Sonderführung ist eine Anmeldung unter Telefon 07931 / 52212 erforderlich. ssg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1