Landesgartenschau

Ideenreichtum der Bürger ist gefragt

Erste Bürgerwerkstatt am 30. Januar im Kursaal. Entwürfe werden im Foyer gezeigt. Diskussion und Vorschläge fürs Zentrum erwünscht

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stv
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Nach der Bewerbungsphase ist die Bürgerschaft auch beim „Rahmenplan“-Prozess der Landesgartenschau wieder zum Mitmachen aufgerufen. © Stadt Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. In diesem Jahr wird der „Rahmenplan“ für die Bad Mergentheimer Landesgartenschau festgezurrt. Für Montag, 30. Januar, lädt die Stadt deshalb zur ersten Bürgerwerkstatt ein. Auf dem Programm stehen viele spannende Informationen und Möglichkeiten zum Mitwirken.

„Auf dem Weg zur Landesgartenschau 2034 entwickeln wir unsere Stadt: nachhaltiger, moderner und noch lebenswerter“, sagt Oberbürgermeister Udo Glatthaar. „Dieses ‚Ziel’ klingt weit weg, doch wir sind bereits mittendrin und stellen mit dem ‚Rahmenplan’ schon heute wichtige Weichen. Deshalb lade ich alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zu unserer Werkstatt ein und rufe zum Mitmachen auf.“ Wer sich im aktuellen, frühen Planungsstadium einbringe, könne besonders viel mitgestalten, betont der OB.

Kreative Ideen und Visionen

Die Bürgerwerkstatt beginnt um 17.30 Uhr und findet im Bad Mergentheimer Kursaal (Lothar-Daiker-Straße 4) statt. Saal-Öffnung ist bereits um 17 Uhr. Im Foyer des Kursaals werden Ideen-Entwürfe für einen „Waldbogen“ am Ketterberg ausgestellt, die Master-Studierende der Hochschule für Technik Stuttgart im Rahmen eines Semester-Projektes erarbeitet haben. So werden Besucherinnen und Besucher mit kreativen Ideen und Visionen willkommen geheißen, die von dem Konzept der „Blühenden Quellen“ – so das Motto der erfolgreichen Kurstadt-Bewerbung – ausgehen.

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In einem Präsentations-Teil der Veranstaltung werden nach einer Einführung durch OB Glatthaar die Mitglieder der Arbeitsgruppe Landesgartenschau verschiedene Projekte der Stadtentwicklung und den Planungsstand vorstellen: das Parkpflegewerk für den Schlosspark, die Weiterentwicklung der Igersheimer Straße/Deutschordenstraße zum „Grünen Boulevard“ oder ein neues urbanes Stadtquartier in den Herrenwiesen. Dabei gibt es das ein oder andere neue Bild als Vision zu sehen. Zu Gast sein wird bei der Veranstaltung auch Johann Senner, dessen renommierte „Planstatt“ die Landesgartenschau-Konzeptionen Bad Mergentheims seit 2017 begleitet und mit erarbeitet.

Johann Senner wird über die Bedeutung des Rahmenplans informieren und auch noch einmal die bereits kurz vor der Umsetzung stehenden Pläne für den neuen Gänsmarkt vorstellen.

Im Mittelpunkt des anschließenden Ideen-Teils stehen an diesem Abend die Altstadt-Plätze, für die Wünsche und Vorschläge gesammelt werden. Wie stellen sich die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise Deutschordenplatz oder Marktplatz künftig vor? Was sollte das von der Stadt erworbene „Burgerhaus“ für eine Funktion bekommen? Zu diesen und weiteren Themen werden Anregungen gesammelt.

Bahnhofsplatz auch ein Thema

Auch der Bahnhofsplatz wird Thema sein – und die Geschichte der Plätze wird mit historischen Darstellungen noch einmal illustriert. Es können im interaktiven Teil zudem alle Aspekte des Rahmenplans im direkten Gespräch mit den Verantwortlichen diskutiert werden, bevor wieder alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Ausblick zusammenkommen. Moderiert wird der Bürgerwerkstatt-Abend von Dr. Thomas Pfohl.

Der Rahmenplan für die Landesgartenschau soll Ende des Jahres vom Gemeinderat verabschiedet werden. Er strukturiert den Weg der Stadt über die nächsten elf Jahre.

So werden die einzelnen Projekte zeitlich aufeinander abgestimmt und in sinnvollen Etappen angeordnet – baulich, finanziell, strategisch. Im Laufe des Jahres wird es im Rahmenplan-Prozess weitere Informations- und Beteiligungsveranstaltungen geben.

Dazu gehören Themen-Spaziergänge, Baustellen-Führungen, Gespräche mit den Wirtschaftstreibenden der Kernstadt und eine für Sommer geplante zweite große Bürgerwerkstatt. stv