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Leserbrief - Plädoyer für ein Einbahnstraßen-System „Herrenwiesen-Strafe”

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Für Autofahrer ist es die Herrenwiesenstraße – für Fahrradfahrer eher die „Herrenwiesen-Strafe“. Ein Spiel mit Worten, und mit Menschenleben.

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Gerne mag die bisherige Bezeichnung des Verkehrsweges von den deutschordentlichen Heuwiesen stammen. Damals ließen die frommen Ordensherren ihr Heu von fronenden Bauern über den Herrenwiesen-Feldweg transportieren. Heute kauft man an dieser Straße Heu für die Häschen seiner Kinder und transportiert es am besten mit dem Fahrrad, am sichersten jedoch mit dem Auto nach Hause.

Vergangene Woche stadtauswärts radelnd überholte mich kurz vor dem Ölsteg ein Pkw. Als aus dem Ölsteg ein Pkw in die Herrenwiesenstraße einbog, verringerte die mich überholende Pkw-Fahrende ihren Abstand von 1,5 Meter auf 1,5 Zentimeter. Bei Leibe nicht die einzige gefährliche, selbst erradelte Situation auf der Herrenwiesenstraße.

Eine Strafe für Radelnde; Tadel für die Verkehrsplanenden und die Mehrheitsfraktion im Stadtrat. Die Straßenplanenden sahen Radelnde damals als den Pkw-Verkehr verlangsamende, menschliche Poller vor – Tatsache!

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Bei der dringend anstehenden und überfälligen Sanierung der für ältere Radelnde und Kinder gefährlichen Straßenabsenkungen könnte die Herrenwiesenstraße zwischen den Abzweigungen „Beim Ölsteg“ und dem B-290-Kreisverkehr unter Einbeziehung der Max-Eyth-Straße in einen großen Ringverkehr und damit in ein System aus Einbahnstraßen umgewandelt werden.

Diese alte Idee sperren die Entscheidungsträger seit Jahren in Schubladen. Durch die Einbahnstraßen-Regeln entstünde Raum für gleich zwei Radwege auf der Herrenwiesenstraße.

Wer den Radfahrenden und Fußgehenden nicht zumindest Gleichrang mit Autofahrenden gewährt, erhält die „Herrenwiesen-Strafe“: gleichsinniger Untergang wie der männliche Zweig des Deutschordens. Die politischen Anfänge sind gesetzt.

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