Erste Sitzung im neuen Jahr - Nach 32-jähriger Tätigkeit ist Anselm Deißler aus dem Assamstadter Gemeinderat ausgeschieden Karl-Heinz Hügel neu im Assamstadter Gemeinderat

Im Assamstadter Gemeinderat gab es einen personellen Wechsel. Neu im Gremium sitzt seit Montagabend Karl-Heinz Hügel, der für Anselm Deißler nachgerückt ist.

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Klaus T. Mende
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Karl-Heinz Hügel (links) wird von Bürgermeister Joachim Döffinger vereidigt. © Klaus T. Mende

Assamstadt. Im Bürgerparlament der Gemeinde Assamstadt ist jetzt eine Ära zu Ende gegangen. Aus gesundheitlichen Gründen hat nämlich nach rund 32 Jahren engagierter Tätigkeit Anselm Deißler sein Mandat zurückgegeben. Karl-Heinz Hügel sitzt ab sofort für Deißler im Gremium – er wurde von Bürgermeister Joachim Döffinger verpflichtet.

Im Gemeinderat notiert

Im Rahmen der Sitzung des Assamstadter Gemeinderates am Montag in der Asmundhalle informierte Bürgermeister Joachim Döffinger darüber, dass auf dem örtlichen Kompostplatz ab sofort auch Altholz und Bauschutt abgegeben werden könnten. Und er appellierte an die Bevölkerung darauf zu achten, dass die Container keine Müllhalde seien und aufzupassen sei, dass das entsprechende Material in den richtigen Container komme. Alles andere sei unnötige Arbeit für den Bauhof. Zudem könnten im Fall der Missachtung die Container schnell wieder weg sei, denn prinzipiell sei die Gemeinde nicht verpflichtet, diese vorzuhalten.

Das Landratsamt, so der Schultes, habe in der Zwischenzeit den Prüfbericht über die Lupe genommen, in dem die Vermögens- und Finanzanlagen der Gemeinde dargestellt würden. Es habe vonseiten der Kommunalaufsicht keine großen Beanstandungen gegeben, insgesamt sei Assamstadt in dieser Hinsicht auf einem guten Weg. Die wenigen Feststellungen würden bis April abgearbeitet. „Das war ein großer Akt für unsere Kämmerei“, so Joachim Döffinger. „Auf das Ergebnis können wir stolz sein“, ergänzte Ratsmitglied Jochen Hügel. „Dank geht an Josef Scherer für seine gute und saubere Arbeit.“

Ebenfalls begutachtet worden sei von der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Main-Tauber, teilte Joachim Döffinger weiter mit, die Haushaltssatzung für das laufende Jahr. Hier sei die Gesetzmäßigkeit bestätigt worden, die Satzung könne somit öffentlich gemacht werden. Joch Hügel sprach von einem „durchaus positiven Bericht, der zeige, dass „gute Arbeit geleistet wird“.

Die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderates wird für Montag, 8. März, 18 oder 19 Uhr, in der Asmundhalle ins Auge gefasst. ktm

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„Mit Bedauern habe ich den Rücktritt von Anselm Deißler zur Kenntnis genommen“, meinte der Schultes, zeigte aber auch viel Verständnis für diesen Schritt. Er würdigte das große ehrenamtliche Tun Deißlers, unter anderem jahrelang als stellvertretender Bürgermeister. Er habe bei zahlreichen Projekten, etwa dem Einkaufsmarkt, tatkräftig mitgewirkt und sich entscheidend eingebracht. Er werde dem Gremium sowohl als erfahrener Rat als auch als Mensch fehlen. Für die Nach-Corona-Zeit versprach Döffinger noch eine gebührende offizielle Verabschiedung.

Für die Räte sprach Silvia Geißler von einem „wehmütigen Abschied“. Sachlich fundiert, habe Anselm Deißler viele Themen auf den Weg gebracht – stets zum Wohle der Gemeinde. „Er wird uns fehlen“, meinte Geißler unter dem Applaus von Gremium und Zuhörern in der Asmundhalle.

Ohne Gegenstimme äußerte der Rat keinerlei Bedenken gegen die Teiländerung des Bebauungsplans „Mit Wohnen und Einkaufen“ der Gemeinde Dörzbach.

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Im laufenden Jahr soll der dritte Bauabschnitt der Maßnahme „Erschließung Baugebiet Sachsengarten“ über die Bühne gehen. Einmütig vergab das Gremium die Arbeiten dafür an die Firma Bokmeier aus Markelsheim zum Angebotspreis von 830 343,56 Euro. Die entsprechenden Finanzmittel sind bereits im Haushaltsplan für 2021 eingestellt.

Ebenfalls vergeben wurde die Maßnahme „Tief- und Straßenbauarbeiten Gamberg“. Sieben Unternehmen hatten hierfür ein Angebot abgegeben, den Zuschlag erhielt schlussendlich die Firma Schwarz-Bau aus Stachenhausen zum Angebotspreis von 129 652,82 Euro.

Zuschussantrag eingereicht

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Bereits Ende 2020 hatte der Rat die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr beschlossen. Der Zuschussantrag, so Hauptamtsleiter Matthias Weiland, sei zwischenzeitlich beim Landratsamt Main-Tauber eingereicht worden. Mit einer Entscheidung werde im Juli/August gerechnet. Für Planung und Ausschreibung des Autos sei die Hinzuziehung eines Fachbüros nötig.

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Den Zuschlag dafür bekam das Ingenieur-Büro Brandschutzplanung Renninger aus dem Giebelstädter Ortsteil Eßfeld für eine Angebotssumme von 7289,52 Euro. In den laufenden Haushalt, so das Votum des Gemeinderates, werde diese außerplanmäßige Ausgabe eingestellt. Bürgermeister Joachim Döffinger wurde ermächtigt, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.

Das Assamstadter Bürgerparlament gab zudem grünes Licht für die rechtswirksame Annahme von insgesamt 12 935 Euro an Spendengeldern, die im letzten Jahr eingegangen waren. Bürgermeister Döffinger würdigte all jene, die sich eingebracht hätten.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt