Ortsumgehung Adelsheim

150 000 Euro für Flurneuordnung

Minister Peter Hauk übergab Bewilligungsbescheid an Teilnehmer

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Adelsheim. Peter Hauk, Minister für Ernährung. Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, hat kürzlich den Bewilligungsbescheid über 150 000 Euro an die Teilnehmergemeinschaft der „Flurneuordnung Adelsheim (B 292)“ übergeben.

„Mit insgesamt über fünf Millionen Euro ist die Unternehmensflurneuordnung in Adelsheim ein beachtliches Projekt“, bewertete der Minister das Projekt in einer Pressemitteilung. Das Verfahren sei primär mit dem Ziel angeordnet worden, die Fläche für die Umgehungsstraße bereitzustellen. Dabei habe sich jedoch auch ein immenser Bedarf an einer Erneuerung des landwirtschaftlichen Wegenetzes und an Maßnahmen zur Biotopvernetzung ergeben.

Nach Informationen aus dem Ministerium sind Unternehmensverfahren eine besondere Art von Flurneuordnungsverfahren. In derzeit landesweit knapp 80 dieser Projekte wird jeweils Fläche für ein bestimmtes Infrastrukturprojekt bereitgestellt. Beispielsweise nutzt der Bund diese Verfahren zur Unterstützung beim Neu- beziehungsweise Ausbau von Bundesstraßen oder Autobahnen. Aber auch bei Hochwasserschutzprojekten, Eisenbahntrassen oder anderen Straßen sind Unternehmensverfahren notwendig.

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Ziel ist dabei stets, den Flächenverlust für die direkt von der Maßnahme betroffenen Eigentümer auf einen größeren Kreis zu verteilen. So wird zwar die Anzahl an Betroffenen ausgeweitet, jedoch müssen dafür alle nur einen kleinen Prozentsatz an Fläche abgeben. Zumeist kann selbst dieser prozentuale Landverlust vermieden werden, da in der örtlichen Umgebung der Maßnahme ausreichend Grundstücke erworben werden können, die als Tauschmasse dienen.

„Erfreulicherweise konnte die Flurneuordnungsbehörde bereits ausreichend Grundstücke zugunsten der Bundesrepublik Deutschland erwerben, so dass für die vom Ausbau betroffenen Bürger kein Landabzug für die Straßenbaumaßnahme entsteht. Es war sogar möglich, weitere fast zehn Hektar an Flächen für das Land Baden-Württemberg für Naturschutzzwecke zu erwerben, zum Beispiel im Naturschutzgebiet Brünnbachberg“, sagte Minister Hauk bei der Übergabe des Förderbescheides an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft.