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Archivartikel

Mit EcoYou möchten Lisa und Joy auf die weltweite Plastikproblematik aufmerksam machen. Seit 2017 zeigen die beiden 29-Jährigen ihrer Community online nachhaltige und plastikfreie Alternativen für den Alltag.

Was ist EcoYou genau?

Mit EcoYou wollen wir die Gesellschaft auf die enorme Plastik Problematik aufmerksam machen und nachhaltige Alternativen sowie Tipps aufzeigen. Wir wollen mit EcoYou Menschen dazu inspirieren, ihr Leben nachhaltig zu gestalten und unsere Umwelt zu schützen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch?

Einen Schritt weiter als nur an unsere Gemütlichkeit zu denken sowie Einwegplastik im Alltag weitestgehend zu vermeiden. Nachhaltigkeit darf und soll Spaß machen. Es geht hierbei nicht um Verzicht und Perfektion, sondern um den bewussten Konsum sowie den Schutz unseres Planeten.

Gab es einen ausschlaggebenden Punkt oder Moment, der dazu geführt hat, dass ihr euch nun für das Thema einsetzt?

Ja, damals in Bali 2017, als wir an einem wunderschönen Strand waren, der komplett mit Plastikmüll verschmutzt war. Wir waren extrem schockiert von der enormen Plastik- und Müllflut. An diesem Tag entstand EcoYou.

Kam die Idee für einen Blog dann direkt oder hat sie sich langsam in eurem Kopf konkretisiert bis ihr es wirklich umgesetzt habt?

Als wir angefangen haben uns mit dem Thema Nachhaltigkeit und Zero Waste auseinanderzusetzen, wollten wir unsere Erfahrungen und Tipps mit der Welt teilen. Der Blog entstand daher schon sehr früh am Anfang.

Und setzt ihr euch neben eurer Onlinepräsenz auch im „realen Leben“ für Nachhaltigkeit ein?

Ja, durch unseren nachhaltigen Lebensstil wollen wir Menschen dazu inspirieren, das Gleiche zu tun. Missionieren ist hierbei nicht unser Ziel. Im Alltag tauschen wir uns mit Menschen über das Thema Nachhaltigkeit regelmäßig aus. Zudem nehmen wir an Clean Up Events teil oder organisieren selbst welche. Auch haben wir schon an einigen Workshops teilgenommen. In unserem täglichen Leben achten wir beide sehr auf das Thema Nachhaltigkeit - beim Thema Einkaufen, Ernährung, Reisen und vieles mehr. Nachhaltigkeit ist einfach unser großes Herzensprojekt, das uns unheimlich Spaß macht und jede Menge Freude bereitet.

Ihr organisiert immer wieder Beach Clean Ups. Was ist das Verrückteste was ihr dabei je gefunden habt?

In Bali haben wir bereits mehrfach Glühbirnen, einen Kochtopf sowie einen Motorradhelm gefunden. Sehr häufig sind es jedoch Plastiktüten, Plastikbecher, Strohhalme, Flip-Flops, Zigaretten und Chipstüten. Leider haben wir auch schon einige tote Vögel zwischen dem Plastikmüll am Strand entdeckt. Das war weniger verrückt, aber dafür sehr traurig.

Auf eurem Blog stellt ihr nachhaltige Alternativen für den Alltag vor. Neben Produkten und Rezepten sind auch viele Do-it-Yourself Anleitungen für Körperpflege- und Haushaltsprodukte – ist da schon mal was in die Hose gegangen?

Ja, das erste Deo, das wir selbst gemacht haben, hatte nicht die beste Konsistenz. Bei der Zahnpasta hat es auch nicht gleich geklappt, aber jetzt schmeckt sie gut und das Deo hat die richtige Konsistenz.

Müsst ihr euch oft rechtfertigen für euren nachhaltigen Lebensstil? Werdet ihr als „Öko-Tanten“ abgestempelt?

Rechtfertigen weniger, aber manchmal werden wir komisch angeschaut, wenn wir mit unseren Obst- und Gemüse-Netzen im Supermarkt einkaufen gehen oder den Plastiktrinkhalm in einer Bar abbestellen. Bei komischen Blicken oder Fragen gehen wir auf die Menschen zu und erklären unser Verhalten. Natürlich freuen wir uns dann, wenn die Menschen ein „aha-Moment“ erleben und sich über das Thema Plastik- und Müllvermeidung Gedanken machen.

Was ist euer persönlicher und realistischer Wunsch für die Zukunft, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft?

Persönlich wollen wir unser Leben immer nachhaltiger gestalten und immer besser darin werden, möglichst viel Müll und Plastik zu vermeiden. Mit unserem Blog und den nachhaltigen Produkten wollen wir Menschen dazu inspirieren, ihr Leben ebenso nachhaltig zu gestalten.

Was sind eure Top 3 Tipps für Einsteiger?

Stoffbeutel statt Plastiktüte, wiederverwendbaren Coffee to go Becher statt Einwegbecher und auf Plastik-Trinkhalme verzichten oder nachhaltige Trinkhalme aus Bambus, Glas oder Edelstahl verwenden.