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Mannheim, deine Pubs

Archivartikel

Wer Irland kennt, liebt sie, wer Irland liebt, kennt sie: Für manche ist es einfach Kult, für andere eine Lebensphilosophie. Denn ein irisches Pub ist mehr als eine Kneipe – Gemischtwarenhandlung, Musikbühne, Nachrichtenzentrale und Verhandlungsraum, Ort für glückliche wie traurige Anlässe. Alte Holzmöbel, Sofas und Couches gehören zum Inventar des Pubs wie Live-Musik, Pub-Quiz und Whiskey. Die Bezeichnung Pub ist die Kurzform von „Public House“. Das Wort Pub wurde bereits im viktorianischen Zeitalter verwendet, der Pub als Schankstätte ist eine Erfindung der römischen Besatzung aus der Antike. Gaststätten waren damals sehr wichtig, denn sie wurden entlang der Straßennetze errichtet und boten Unterkunft und Essen für Reisende. Ein irisches Menü hat sieben Gänge: ein Sixpack Bier und eine Kartoffel. Das behaupten zumindest die Iren, wahrscheinlich, um das frisch gezapfte Irish Stout, das typische tiefschwarze, obergärige Malzbier nicht mit den Touristen teilen zu müssen.  Wir zeigen euch, was die Pubs in Mannheim sonst noch zu bieten haben.

Murphy's Law

Das Pub-Quiz jeden Montag ab 20.30 Uhr

Das Pint Guinness: 4,80 Euro

Specials Empfehlung des Pub-Chefs Richard Costigan: Auf jeden Fall sollte man die hausgemachten Pommes und die Fish und Chips aus frischem Kabeljau probieren. Mehr echtes Irland-Gefühl geht nicht.

Nostalgie-Faktor: Ein studentisch geprägter Platz mit internationalem Publikum, die Bierbänke im Freien laden zu einem Absacker nach Feierabend ein. Durch seine zentrale Lage am Hauptbahnhof ist hier seit der Eröffnung im September 1997 immer was los. An kalten Winterwochenenden kann man sich bei einem Irish Coffee und live gespieltem Irish Folk die Seele wärmen.


Fermac's Irish Pub

Das Pub-Quiz Jeden Mittwochabend, ab 21 Uhr. Man sollte früh da sein, denn die Plätze sind begehrt und schnell belegt.

Das Pint Guinness 4,80 Euro

Specials: Das offene Jedermann-Dart-Turnier findet immer donnerstags statt, jeden Sonntag gibt es Karaoke.  Freitags spielen Live-Bands.

Im Fermac’s gibt es sehr leckere selbst gemachte Burger, die individuell zusammenstellbar sind. Koch Frank Spath ist zwar Deutscher, aber er zaubert neben Fingerfood und Sandwiches in wechselnder Reihenfolge immer wieder irische Nationalgerichte wie Irish Stew oder Cottage Pie, ein Hackfleischauflauf mit Kartoffelhaube, überbacken mit Cheddar, auf den Teller. Ab sofort lässt sich sonntags mit Full Irish Breakfast und Sunday Roast der Kater vom Vorabend vertreiben.

Nostalgie-Faktor: Bereits der Name verrät, wie intensiv sich die Gruppe um Inhaber Frank Hammel, der den Pub im November des letzten Jahres übernommen hat,  mit der irischen Geschichte auseinandersetzen. Fermac ist ein Hund aus der irischen Mythologie. Er war am Tag riesig und in der Nacht schrumpfte er auf die Größe eines Schoßhundes. Besonderes Plus: schöner, beinahe mediterraner Sitzplatz im Freien, das kuschelige Interieur hat Wohnzimmer-Charakter.


O'Reilly's

Das Pub-Quiz Immer montags, 21 Uhr, auch hier gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm.

Das Pint Guiness 4,60 Euro

Specials Das O’Reilly’s veranstaltet die älteste Halloween-Party in Mannheim. Seit der Eröffnung des Pubs 1994 ist der 31. Oktober hier ein Feiertag  Auch am irischen Nationalfeiertag, dem St. Patrick’s Day, wird groß aufgetischt. 

Nostalgie-Faktor Inhaber Sean Lucey kommt ursprünglich aus Cork. Als er in den 90-er Jahren nach Mannheim kam, hat er sich sofort in die Stadt mit dem Industriecharme verliebt. „Cork und Mannheim haben viele Ähnlichkeiten. Beide Städte haben eine Arbeitertradition und einen Hafen. Viele meiner irischen Freunde haben sich hier immer sofort wohlgefühlt.“ Mit Lucey kann man in irischen Urlaubserinnerungen schwelgen oder über die Unterschiede zwischen schottischem und irischem Whiskey fachsimpeln – und sie praktischerweise auch gleich probieren. Dabei vergisst man beinahe, dass man rund 1700 Kilometer von Cork entfernt ist.