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¿Hablas mexicano? Jetzt schon!

Archivartikel

Was ist ein Burrito? „Viele kennen nur den Yufka-Döner und denken, dass ein Burrito das gleiche sei“, antwortet Alex Britting, Inhaber von Burrito Baby. Aber: Weit gefehlt! Denn Burritos kommen aus der spanischen Welt – genauer: aus der mexikanischen Küche.

Spezialität: Burritos im 'Mission Style'
Ein Burrito besteht in seiner Grundform aus Bohnen und Reis, die in einen Teig eingerollt werden. Dazu kommen je nach Wunsch Zutaten wie Salat, Jalapenos oder etwa Koriander. Doch jeder Burrito ist anders. „Unsere Burritos sind kalifornischer ,Mission style‘, das heißt, wir dampfen den Teig und grillen ihn nicht“, erklärt Alex. Wenn man den Teig toaste, werde er knusprig. „Bei uns ist er weich. Außerdem bleibt der Salat im Burrito kalt.“ Das Charakteristische für den „Burrito Pimp“ sei jedoch etwas anderes. „Das Herzstück ist die Soße, die Salsa. Sie wird aus Tomaten oder Tomatillos hergestellt.“

Von Berlin nach Mannheim
Der Inhaber zweier Burrito-Restaurants hat sein Fachwissen jemand anderem zu verdanken. „Alle Rezepte stammen von meiner australischen Frau, die lange Zeit in Arizona und Guatemala gelebt hat. Sie hat sich vom dortigen Essen inspirieren lassen“, sagt er. Der 39-Jährige lebte lange Zeit als Musiker in Berlin und lernte dort seine Frau kennen. Mit ihr beschloss er dann, ein Burrito-Restaurant zu eröffnen. „Meine Motivation war es immer, etwas Außergewöhnliches zu machen. Und als wir 2012 in Berlin unseren ersten Laden aufgemacht haben, wurden wir sofort von Kunden überrannt.“ Noch heute sei Burrito Baby in Berlin erfolgreich. Und trotzdem beschloss die Familie vor etwa zwei Jahren, nach Mannheim zu ziehen. Grund? „Ich bin vor drei Jahren Vater geworden und wollte nicht, dass mein Sohn in einer Großstadt aufwächst.“, sagt Alex, der auch aus der Rhein-Neckar-Region stammt. 

Offen für Neues
Die Zielgruppe von Burrito Baby bestehe vor allem aus Jüngeren, „da diese aufgeschlossener sind für eine neue Küche. Ältere Menschen denken manchmal an die Zeiten des Kriegs, wenn wir von einem Essen mit Bohnen sprechen“, erzählt er. Viele, die Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten haben, könnten hier geeignetes Essen finden. „Als Alternative zur Sauren Sahne in den Burritos haben wir für Veganer auch eine Cashew-Creme. Fleisch gibt es bei uns nicht, nur Sojaschnitzel und Tofu.“ Warum Burrito Baby nicht mit seiner vegetarischen und veganfreundlichen Ausrichtung wirbt? „Wir wollen die Fleischesser nicht vor den Kopf stoßen. Bei uns kann jeder etwas Leckeres essen.“

INFO:
Der Einstiegs-Burrito EZY-B kostet 5,80 Euro, die teuerste Variante Vegan Hit 9,20 Euro. Außerdem gibt es Tacos, Quesadillas und Menüs für Kinder. Alle Soßen und Bohnen sind täglich frisch handgemacht, „der Käse handgerieben“. 

FAZIT:
Man schmeckt die Frische. Der Teig ist schön weich, der Salat im Burrito kalt, die Bohnen und der Reis warm. In Kombination mit einer leichten Schärfe, frischer Guacamole und Limette hat man ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Lecker! Die Portionen sind groß und sättigen gut.

TIPP:
Unbedingt die hausgemachte Limettenlimonade und den ebenfalls hausgemachten und außergewöhnlich fruchtigen Jamaica-Eistee ausprobieren!