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Bündnis 90/Die Grünen - Rad-Gesetz soll im bayerischen Landtag verhandelt werden

Klimafreundlich und attraktiv

Von 
pm
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Würzburg. Das Grüne Radgesetz, das im Plenum des Bayerischen Landtags behandelt wird, ist auch sich von MdL Patrick Friedl wichtig. „Wir Grüne wollen das Fahrrad in Stadt und Land zum beliebtesten Verkehrsmittel machen und wir wollen, dass Radeln in Bayern klimafreundlich, sicher und attraktiv ist. Das Grüne Radgesetz wäre hierbei auch wichtig für Würzburg“, erklärt der der Würzburger Grünen-Landtagsabgeordnete Patrick Friedl.

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Die Landtags-Grünen haben unter Federführung ihres Sprechers für Mobilität, MdL Markus Büchler, ein umfassendes Radgesetz vorgelegt, das als „Gesetzentwurf zur Stärkung der Fahrradmobilität in Bayern für mehr Klimaschutz und Verkehrssicherheit (Einführung eines Bayerischen Radgesetzes - BayRadG - sowie Änderung weiterer Rechtsvorschriften)“. Ein grünes Fachgespräch zum Radgesetz und die Sachverständigenanhörung zum Radverkehr im Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags im Februar hatten zuvor die Notwendigkeit eines Radgesetzes unterstrichen.

Dabei sprechen sich die Grünen für folgende Punkte aus: Radschnellwege für wichtige Pendelstrecken sollen künftig durch den Freistaat geplant und gebaut werden, der Freistaat und die Kommunen sollen für ausreichende Fahrradabstellmöglichkeiten und eine bessere ÖPNV-Mitnahme sorgen. Zudem sollen die Radwege gleichberechtigt mit Straßen geplant werden: Nur wenn das Radwegenetz durchweg sicher, komfortabel und unterbrechungsfrei ist, wird das Fahrrad zu einer echten Alternative zum Auto.

Und sie verweisen auf Baden-Württemberg: Auch Bayern soll eine Landesagentur für Mobilität einrichten, die die Kommunen bei der Umsetzung und Kommunikation der Maßnahmen berät und unterstützt.

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Markus Büchler betont: „Derzeit werden nur elf Prozent der zurückgelegten Wege in Bayern mit dem Fahrrad bewältigt. Die Staatsregierung verfolgt den Anteil von 20 Prozent der Wege – hier sind wir noch kein Stück weitergekommen.“ Ziel des grünen Radgesetzes sei es, deutlich mehr Menschen als bisher auf das Fahrrad als Verkehrsmittel zu holen. Dafür schaffe das grüne Radgesetz die Grundlagen. Denn das Fahrrad sei das günstigste, in Städten meist auch das schnellste und zudem das klimafreundlichste Verkehrsmittel. Oftmals werde das Radfahren als zu gefährlich erachtet, die Radinfrastruktur reicht nicht aus.

„In Würzburg sind wir auf dem Weg, den Radverkehr und die Radinfrastruktur deutlich und schneller auszubauen“, sagt Patrick Friedl. Man sei auch dank grünem Engagement seit zehn Jahren „mit Nachdruck auf dem Weg zur Fahrradstadt.“ Würzburg sei ganz besonders von der Klimaerhitzung betroffen und durch die Kessellage sammelten sich in der Luft gesundheitsschädliche Stoffe wie Feinstaub und Stickoxide, die vom Autoverkehr stammen. Hier werde der wachsende Radverkehr Teil der Lösung.

Seit Frühjahr 2016 habe Würzburg ein Radverkehrskonzept in Umsetzung und im Herbst 2019 habe der Stadtrat den Radentscheid übernommen, so Friedl. „Dies hat dem Radverkehr nochmals einen Schub gegeben. Doch immer wieder wird der Umsetzungsprozess politisch blockiert. Dies wollen wir nun mit dem Bündnis für einen Verkehrskonsens im Würzburger Stadtrat mit unserem Konzept „Besser leben im Bischofshut“ verbessern und beschleunigen.“

Für Friedl ist Kopenhagen das Vorbild. Dort beispielsweise pendeln mehr als die Hälfte der Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit. „Das Rad ist in der Stadt das ideale Verkehrsmittel. Die meist kurzen Wege sind ideal mit Fahrrad, E-Bike oder Pedelec zu bewältigen. Damit das Rad sein enormes Potenzial für die Menschen in der Stadt entwickeln kann, brauchen wir in Würzburg durchweg sichere Radwege und in der ganzen Stadt in Laufweite gute Abstellmöglichkeiten. Jeder Weg, der mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann, spart Stau, Kosten und Zeit – und fördert die Gesundheit.“ pm

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