Breitbanderschließung - Landrat Reinhard Frank sieht den Main-Tauber-Kreis auf einem guten Weg Glasfaserausbau schreitet weiter voran

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lra
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Zunächst sollen die sogenannten weißen Flecken – die Haushalte, die außerhalb der bisherigen Erschließung liegen – an das Glasfasernetz angeschlossen werden, dann soll der Anschluss bis in die Häuser erfolgen. © dpa

Die Corona-Krise zeigt die Situation auf: Wer beim Breitbandausbau nicht gut aufgestellt ist, hat das Nachsehen. Der Main-Tauber-Kreis treibt die Entwicklung voran.

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Main-Tauber-Kreis. Die Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis ist ein bedeutendes Thema für alle Städte und Gemeinden sowie die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes. Nachdem bereits eine gute Basisversorgung besteht, startet in Kürze die Erschließung der weißen Flecken und die Verdichtung der Versorgung in den Gewerbegebieten.

Entschieden wird zeitnah auch das Vorgehen bei der innerörtlichen Erschließung. Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises bereitet momentan die nächsten Schritte vor.

Der Main-Tauber-Kreis mit seinen Städten und Gemeinden hat seit dem Jahr 2017 konsequent an der Breitbanderschließung gearbeitet. Inzwischen kann die Bevölkerung eine gute Breitbandbasis nutzen. „Wir wünschen uns, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger die neuen Möglichkeiten bei ihren Telekommunikationsunternehmen buchen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

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Die konsequente Breitbanderschließung hat während der Corona-Pandemie maßgeblich dazu beigetragen, dass Firmen und Behörden die Digitalisierung zügig vorantreiben konnten. „Alle 82 Schulen im Main-Tauber-Kreis sind mit einem unmittelbaren Glasfaseranschluss ausgestattet. Die Gigabitwelt kann nun für den Fernunterricht genutzt werden“, ergänzt Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig.

Inzwischen wurde mit dem Unternehmen NGN Fiber Network KG aus Aubstadt vertraglich vereinbart, dass ab Ende Februar 2021 die Erschließung der bisherigen weißen Flecken und die Verdichtung der Versorgung der Gewerbegebiete beginnen kann. „Damit kommt noch mehr schnelle Glasfaserinfrastruktur in unseren Landkreis, und die Möglichkeiten für die digitalen Kommunikationstechniken werden noch einmal verbessert“, sagt Landrat Reinhard Frank.

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Planmäßig startet NGN von Boxberg und von Wertheim kommend mit der Erschließung der weißen Flecken und der Gewerbegebiete. Die weißen Flecken liegen häufig in Außenbereichen und Wohnrandlagen.

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In Kürze wird entschieden, wie der weitere Breitbandausbau und die innerörtliche Erschließung mit Glasfaser erfolgt. Eine Möglichkeit ist ein geförderter Ausbau. Hierzu bedarf es eines Markterkundungsverfahrens und einer europaweiten Ausschreibung. Mit Unterstützung des Bundes und des Landes wird der Zuschlag für die Bauarbeiten an die Firma erteilt, die sich in der Ausschreibung durchgesetzt hat. Die Alternative zum geförderten Ausbau ist der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die Unternehmen ohne öffentliche Förderung.

„Wir freuen uns, dass inzwischen drei Unternehmen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau Interesse zeigen“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Inzwischen haben die „Breitbandversorgung Deutschland“, die „Deutsche Glasfaser“ und das Unternehmen „Deutsche GigaNetz“ ihr Interesse bekundet. Bei allen Unternehmen handelt es sich um Konzerne, die über internationales Kapital verfügen und in der Breitbandentwicklung gute wirtschaftliche Chancen sehen. Ein eigenwirtschaftlicher Ausbau ist allerdings nur dann möglich, wenn eine Vorvermarktungsquote erreicht wird, also genügend Haushalte sich bereits vorab für einen Anschluss entscheiden. „Wir hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger für die Angebote interessieren und noch vor dem Ausbau einen schnellen Breitbandanschluss buchen“, erklärt Dezernent Jochen Müssig. Dies sei allerdings kein leichtes Unterfangen, und es heiße jetzt zunächst, mit den Städten und Gemeinden die Basis für das Vorgehen zur innerörtlichen Erschließung festzulegen.

Landrat ist zuversichtlich

Landrat Reinhard Frank hat deshalb zu einer Bürgermeisterdienstversammlung eingeladen, in der die Möglichkeiten erörtert, bewertet und beschlossen werden. „Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Main-Tauber-Kreis in den nächsten drei bis vier Jahren flächendeckend bis in die Häuser hinein mit Glasfaser erschließen können“, informiert Landrat Frank. lra