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Bauvorhaben - Richtfest auf dem Bau des Pflegezentrums des DRK auf dem Reinhardshof gefeiert / Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenrahmen

Pflegezentrum am Reinhardshof schließt eine wichtige Angebotslücke

Der Bau des DRK Pflegezentrums auf dem Reinhardshof verläuft nach Plan. Darüber freuten sich beim Richtfest alle Beteiligten.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Vom Flachdach des Rohbaus der neuen DRK Pflegeeinrichtung auf dem Reinhardshof verkündeten Polier Edwin Dürr und Architekt Eberhard Dörr den Richtspruch. © Grein

Reinhardshof. Der Rohbau des neuen Pflegezentrums des DRK gegenüber der Rotkreuzklinik Wertheim steht. In ein paar Monaten wird hier ein Gebäude für solitäre Kurzzeitpflege und Tagespflege mit rehabilitierendem Ansatz seine Türen öffnen.

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Am vergangenen Freitag fand das Richtfest für diesen Bau statt. Bauherr ist der DRK Kreisverband Tauberbischofsheim. Dessen Präsident, Oskar Fuchs, brachte seine Freude über den großen Baufortschritt seit Beginn der Arbeiten im März zum Ausdruck. Bei so einem großen Projekt sei dieser zügige Ablauf nicht selbstverständlich, so Fuchs.

Das klassische Richtfest wird begangen, wenn der Dachstuhl aufgebaut ist. Der Bauherr schlage bei diesem Ritual einen Nagel in den Balken ein.

Im Fall des DRK-Gebäudes müsse man etwas anders vorgehen. „Wir haben ein Flachdach aus Beton in das man keinen Nagel schlagen kann, deshalb feiern wir ein Deckenfest“, erklärte Fuchs.

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Auch erinnerte er daran, dass das Projekt vom Land Baden-Württemberg als Leuchtturmprojekt ausgewählt worden sei und entsprechend gefördert wird. Fuchs Dank galt auch dem Landkreis für die finanzielle und organisatorische Unterstützung.

Durch die unmittelbare Nähe zur Rotkreuzklinik und weiteren medizinischen Einrichtungen entstehe nun ein Gesundheitscampus für Wertheim und die Region.

„Wir sind dem Bauzeitenplan sogar etwas voraus.“ Dies sei durch die gute Planung und Abstimmung der Firmen möglich geworden. Außerdem habe man bislang keine Lieferprobleme bei den Baumaterialien gehabt. Und noch etwas betonte Fuchs zufrieden: „Wir liegen auch voll im Kostenrahmen.“ Er dankte den Planern, dem Teilgeneralunternehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Firmen für die kompetente und zügige Erstellung des Bauwerks. Vom Flachdach aus verkündeten Architekt Eberhard Dörr und Edwin Dürr, Polier der Firma Brandel-Bau, den Richtspruch.

Elisabeth Krug, Dezernentin Jugend, Soziales und Gesundheit des Main-Tauber-Kreises, erklärte, dass ein Richtfest nach nur fünf Monaten die sehr gute und koordinierte Planungs- und Vorbereitungsphase und einen geordneten und geschmeidigen Bauverlauf bestätige. Es zeige sich, Wertheim ist ein hervorragender Standort für ein solches Bauprojekt. Der DRK Kreisverband beweise sich außerdem als innovativer und professioneller Bauherr. Krug überbrachte die besten Wünsche des Landrats und des gesamten Kreistags. Die Kreisräte hätten im Juli 2020 mit sehr großer Mehrheit den Investitionskostenzuschuss für diese Kurzzeitpflegeeinrichtung beschlossen. „Das war und ist ein wichtiges und großes Zeichen der Zustimmung für diese neue, innovative solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtung“, sagte sie. Es sei zugleich auch ein großes Zeichen an die Menschen und Familien mit einem Pflege- und Unterstützungsbedarf, die eine zeitlich befristete Entlastung bräuchten.

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Im laufenden Jahr rechne der Landkreis mit einem Aufwand für die Hilfe zur Pflege von mehr als sechs Millionen Euro, als ergänzende Leistung zur Pflegeversicherung, vor allem für die stationäre Pflege. Dies sei enorm. „Es sind deshalb neue und innovative Wege in der Pflege dringend notwendig“, betonte Krug mit Nachdruck. Mit der neuen Einrichtung gehe man diese Wege. Vom Projekt würden Menschen und Familien in Wertheim aber auch im ganzen Landkreis profitieren. „Ich bin mir sicher, die solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtung wird hier sehr gut aufgenommen und auch bereits erwartet.“ Dies zeige bereits das große Interesse der Bürger am Bauvorhaben. „Ich freue mich schon jetzt auf ein Haus, das eine besondere, zeitlich begrenzte Pflege und Aktivierung bietet und damit auch pflegenden Angehörigen eine Atempause und die notwendige Entlastung von der Pflegearbeit gibt“, sagte die Dezernentin.

Bernd Hartmannsgruber, ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, meinte, dass diese Baumaßnahme es verdiene, dass man sie feiert, wann immer sich die Möglichkeit dazu biete. Es handle sich um die umfangreichste Maßnahme, die der DRK Kreisverband Tauberbischofsheim jemals in Angriff genommen habe und umgesetzt wird. Es sei ein Projekt mit enormer, überregionaler Strahlkraft. Es werde eine Einrichtung werden, die dem Bedürfnis vieler Menschen nicht nur in Wertheim, sondern der gesamten Raumschaft entspricht. „Wir sind sehr dankbar, dass dieses gerade hier bei uns in Wertheim umgesetzt wird.“ Es entstehe ein wichtiges Stück Zukunft, das dem zu erwartenden Bedarf an Pflege im umfassenden Sinne eine positive Perspektive gibt. „Blicken wir mit großer Zuversicht auf den weiteren Baufortgang und erwarten mit besonderer Vorfreude die planmäßige Fertigstellung“, formulierte Hartmannsgruber.

Markus Kaufmann, Abteilungsleiter des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg, betonte, dass die Menschen verlässliche Infrastrukturen auch im Bereich der Pflege brauchen, hier helfe das Projekt. Die Menschen mit Pflegebedarf wollen, solange es geht, zu Hause leben. Wohnortnahe Kurzzeitpflege würde dazu einen Beitrag leisten. Mit dem neuen Angebot schließe man eine Versorgungslücke in Wertheim und der Raumschaft. Zudem entstehe ein Angebot, dass ebenso die Lücke der Erholungsphase zwischen der Entlassung aus der Klinik und der Rückkehr nach Hause schließe. Das Angebot stelle eine flexible Lösung dafür bereit, ermögliche aber auch planbare Zeiten, in denen sich die pflegenden Angehörigen erholen können. Weil Klinik und Pflegeeinrichtung zum DRK gehören, erleichtere es das Übergangsmanagement. Ergänzt werde das Projekt durch den Neubau der Rettungswache und des Rotkreuzladens auf dem Gelände. Die DRK Kreisgeschäftsführerin Manuela Grau freute sich, zu erleben, wie das Projekt ein Gewand erhält. Ausführlich dankte sie allen, die dieses Herzensprojekt des Kreisverbands ermöglichen.

Freier Autor

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