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Tourismus

Neue Schilder für Wein-Tauber-Wanderweg

System vereinheitlicht und durch Kilometerangaben zu bedeutenden Zielen ergänzt

Von 
bdg
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Über die neue Beschilderung des Wein-Tauber-Wanderwegs freuen sich (von links) Reicholzheims Ortsvorsteher Sebastian Sturm, Christiane Förster und Andrea Schlör von der Tourismus Wertheim und Wegewart Willi Thanninger. © Birger-Daniel Grein

Reicholzheim. Die Region rund um Wertheim bietet viele Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen. So wundert es nicht, dass diese Aktivsportart hier sehr beliebt ist. Am Dienstag wurde das neue Ausschilderungssystem am Wein-Tauber-Wanderweg von Wertheim über Reicholzheim nach Bronnbach und zurück vorgestellt.

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Aufgrund der Pandemie haben sich immer mehr Menschen für einen Urlaub in Deutschland entschieden. Dadurch stieg auch das Interesse an Wander-Ferien. „Das wird sich so schnell nicht ändern“, zeigte sich am Dienstag Christiane Förster, Geschäftsführerin der Tourismus Wertheim, überzeugt. Durch die steigenden Lebenshaltungskosten würden die Deutschen auch künftig verstärkt im eigenen Land Urlaub machen, vermutete sie. Um Gäste in die Region zu holen, müsse man neben der wunderschönen Landschaft und der Kultur Weiteres bieten. Man habe das Thema Wandern verstärkt aufgegriffen.

Im ersten Schritt wurden Informationen zu den Wanderwegen auf den Internetportalen „Komoot“ und „outdooractive“ bereitgestellt. Aktuell prüft man die Wegemarkierungen an den Wanderwegen und wertet diese auf. Verantwortlich dafür sind Wegewart Willi Thanninger sowie die Mitarbeiterinnen der Tourismus Wertheim, Andrea Schlör und Nadine Hirschinger. Unterstützt werden sie vom Bauhof.

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Die einzelnen Wanderstrecken sind oft Teil mehrere Wanderwege. Die entsprechenden Wegweiser habe man nun einheitlich an neuen Schildern zusammengetragen, so Förster. Ergänzt wurden oft auch Kilometerangaben zu den nächsten größeren und bedeutenden Zielen. So biete man den Wanderern eine einfache Orientierung, ohne dass sie ihr Smartphone nutzen müssen.

Im vergangenen halben Jahr wurde auf dem insgesamt rund 20 Kilometer langen Wein-Tauber-Wanderrundweg von Wertheim über Reicholzheim bis Bronnbach und zurück nach Wertheim die neue Beschilderung komplett umgesetzt. Neben diesem Wein-Tauber-Wanderweg erhielten alle parallel laufenden Wanderwege sowie die Nebenwege eine neue Beschilderung. Dazu wurden laut Förster 330 Schilder auf 16 Pfosten aufgestellt und rund 1500 Aufkleber verwendet.

Beim Wein-Tauber-Rundwanderweg gibt es auch eine kleine Streckenänderung. Früher führte er bei Waldenhausen über den Radweg. Aus Sicherheitsgründen verläuft die Route nun im Hang über den Mittelweg über Waldenhausen weiter.

Am Dienstagvormittag präsentierten die Tourismus-Wertheim-Verantwortlichen das neue Schild nahe der Motocross-Strecke und dem Stein der „Schnitterin“ in Reicholzheim als Beispiel. Andrea Schlör ging dort auf die Sage ein, die mit dem Stein in Verbindung steht. Früher war nach 18 Uhr das Heuschneiden verboten. Die Schnitterin, so wird erzählt, hielt sich nicht daran. Sie habe sich dabei geschnitten und sei verblutet.

Der erste Rundweg des Wein-Tauber-Wanderwegs führe von Wertheim nach Reicholzheim und umfasse 12,2 Kilometer. Der zweite Teil werde vom Rundweg Bronnbach-Reicholzheim-Bronnbach gebildet und sei 10,4 Kilometer lang, so Förster. Wandere man sie gemeinsam, komme man auf 20 Kilometer, da einige Wegabschnitte zu beiden Touren gehören.

Als Beispiel der Wanderwegdichte verwies Förster auf den Bereich der „14 Kreuze“ in Reicholzheim. Dort kreuzen sich über zwölf regionale und überregionale Wanderwege, unter anderem der Wanderweg der Romantischen Straße der Main-Donau-Wanderweg und der Panoramawanderweg.

Insgesamt gebe es rund 250 Kilometer Wanderwege in Wertheim und den Ortsteilen. Viele davon werden neu beschildert. Damit werte man deren Qualität weiter auf, so die Geschäftsführerin.

Willi Thanninger betonte, die Schilder seien vor allem für auswärtige Gäste wichtig. Reicholzheims Ortsvorsteher Sebastian Sturm freute sich über die neuen Wegweiser. Er wandere gerne mit seiner Familie und dank solcher Schilder müsse man für die Wegeführung nicht aufs Smartphone schauen.

Dank zollte Förster dem Gutsverwalter des Haidhofs, der auf eigene Kosten ein Wanderschild fertigte und am Haidhof aufstellte. Außerdem berichtete sie, das Thanninger einen Nachfolger für das Amt des Wegewarts suche. Zu dessen Aufgabe gehöre das Prüfen von Wegen, das Freischneiden von Schildern an den Wanderwegen und das Erneuern von Schildern und Wegmarkierungen. „Die Aufgabe ist gut für Leute geeignet, die gerne Wandern“, so Thanninger. bdg

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