Ersatzangebot - Auf dem Mainplatz können Besucher entspannt ein breites Angebot erkunden / Chance für Standbetreiber, die kaum Alternativen haben Kleiner Bauernmarkt hilft Händlern

Von 
Birger-Daniel Grein
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Entspannte Atmosphäre ohne Gedränge gab es beim ersten Tag des kleinen Bauernmarkt am Wertheimer Mainplatz. © Birger-Daniel Grein

Vor allem die Händler freuen sich über den Kleinen Bauernmarkt. Denn wegen der Pandemie haben sie sonst kaum Gelegenheit, ihre Waren anzubieten.

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Wertheim. In entspannter Atmosphäre und ohne Gedränge genossen die Besucher des kleinen Bauernmarkt am Mainplatz am Samstag ihren Bummel entlang einer Vielfalt aus herbstlichen Genüssen, Praktischem und Dekorativem. Das Angebot und der neue Standort erhielt Lob der Gäste.

So stellte eine Besucherin im-FN Gespräch fest: „Es ist schön, dass es hier am Mainplatz genügend Freiraum gibt.“ Es sei dort im Grünen sehr schön und entspannter als in de Altstadt. Das Sortiment passe zudem zu der Zeit rund um Erntedank. „Ich finde klasse, dass der Markt angeboten wird.“

Freude über die Bereitschaft der Stadt, ein Hygienekonzept zu entwickeln und einen Bauernmarkt gemäß dessen umzusetzen, gab es auch bei allen Standbetreibern. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden, dass etwas stattfindet“, sagte Monika Braun von Sepp’s Käsealm. Sie verkauft Käse, Wurst und Schinken aus Österreich und war auch die Jahre zuvor am Wertheimer Bauernmarkt vertreten.

Konzept entwickelt

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Sie sprach der Stadt Wertheim ein großes Lob dafür aus, dass sie sich die Mühe gemacht habe und einen Konzept entwickelten, das den Markt unter den Corona-Auflagen ermögliche. „Andere Städte sagen alles ab.“ Wochenmärkte seien in vielen Städten ja auch möglich, also warum keine Bauernmärkte, ergänzte.

Solche Spezialmärkte seien ihre einzige Einnahmequelle, so gehe es vielen der Aussteller. „Wir sind froh, um jeden Markt, der stattfindet.“ Zudem freute sie sich über den Kontakt mit den Kunden. Sie werde daher alle drei Samstage des Markts dabei sein.

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Dies bestätigten auch andere Standbetreiber. Leckereien in den verschiedenen Formen sind generell ein großes Thema auf dem kleinen Bauernmarkt. So gibt es beispielsweise am Brunnen Crepes und einen GinStand. Wieder mit dabei sind der Baumstriezel, es gibt einen Stand mit Südtiroler Spezialitäten und auch Fischbrötchen kann man genießen.

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Vom Stand der Marktbäckerei von Lukas Klemm breitete sich am Samstag frischer Brotduft aus, denn er backt seien Brote im großen Elektroofen frisch auf dem Markt. Seine Backwaren seien aus „Carat Mehl“ hergestellt, das durch eine dreifache natürliche Fermentation besonders gesund sei. Auch er und sein Team waren glücklich über die Möglichkeit, in Wertheim zu verkaufen, denn solche Spezialmärkte wären ein zentraler Absatzmarkt für sie.

Normalerweise sei die Firma pro Jahr auf etwa 80 solcher Märkte, in diesem Jahr seien es bisher gerade einmal drei gewesen. „Am nächsten Samstag werden wir außerdem vor Ort frisch Berliner backen“, stellte Klemm in Aussicht.

Auch passende Kleidung für Herbst und Winter gibt es auf dem Markt. So bietet ein Stand neben handgefertigte Hüte aus Wolle, Mund-Nasen-Bedeckung aus Baumwolle an, die den Trägern hohe Individualität durch Motivvielfalt ermöglichen. Vertreten ist auch erneut der Stand mit Kleidung aus Alpakawolle. „Nächste Woche haben wir auch zwei unserer Alpakas dabei“, versprach die Anbieterin den Gästen. Die Tiere waren bisher auf den Bauernmärkten der Main-Tauber-Stadt ein Höhepunkt.

´Holzprodukte und Töpferware

Ein weiterer Schwerpunkt des kleinen Bauernmarkt sind rundum selbstgefertigte Holzprodukte, neben allerlei Dekoration in groß und klein aus dem natürlichen Werkstoff, gibt es Holzspielzeug und Zirbenholzkissen zu erwerben. Letztere beiden bietet Robby Ellwitz von „Holz Arte“ aus Wolpertshausen bei Schwäbisch Hall an. Er ist das erste Mal in Wertheim vertreten. „Für mich ist es der erste Markt seit Corona, da habe ich die Chance genutzt, die Wertheim bietet.“ Solche Märkte müsse man aktuell suchen.

Zu erwerben gibt es auch handgefertigte und handbemalte praktische Töpferware vom Eierbecher bis zum Brottopf. Auch mehrere Wertheimer Händler sind vertreten, so gibt es Apfelvielfalt aus Urphar und unter anderem Tomaten, Kräuterpflanzen und Eingemachtes aus der Wertheimer Biolandgärtnerei.

Auch den kommenden beiden Samstagen (17. und 24. Oktober) können sich die Besucher des Bauernmarkt von jeweils 10 bis 17 Uhr über einen entspannenden Bummel und Produktvielfalt freuen.

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