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Jubelkonfirmation in Waldenhausen

„Futter für die Seele“ wird gebraucht

50, 60, 65, 70 und 80 Jahre zurückgeblickt

Von 
hpw
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Sie feiern die Goldene Konfirmation. © Hans-Peter Wagner

Waldenhausen. Der Sonntag war ein schöner Tag, um in Waldenhausen Jubelkonfirmation zu feiern. In der Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Waldenhausen feierten alle, die vor 50, 60, 65, 70 und vor 80 Jahren konfirmiert worden waren.

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In Waldenhausen wurde Corona- bedingt das erste Mal seit drei Jahren wieder Jubelkonfirmation gefeiert, man fasste also jeweils drei Jahrgänge zusammen. Pfarrer Fritz Kabbe begrüßte in der Wehrkirche eine Reihe der zur Ehrung anstehenden Gläubigen sowie weitere Menschen. Der Tag war geleitet von reichlich Erinnerung an die Vergangenheit und auch von Gedanken an jene, welche an dieser Feier nicht oder nicht mehr teilhaben können. Der Pfarrer erklärte, heute gehe es um Futter für die Seele und um die Frage, werde „Futter für die Seele“ überhaupt gebraucht. Paulus sage, mit was die Menschen ihr Innenleben füllen sollten.

Der Pfarrer zitierte aus einem Römerbrief, gerichtet an die Jubelkonfirmanden, an deren Gäste und Freunde, an die ganze Gemeinde: „Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ Er fügte an, „gib unserem Glauben Festigkeit und Stärke“. Kabbe sagte an die Jubelkonfirmanden und an alle anderen gerichtet, für „den Glauben fest machen“ gebe es in den evangelischen Kirchen die Konfirmation.

Denn Konfirmation heiße genau das, so der Pfarrer, ich bestätige etwas, ich mache etwas fest. In Worten des Glaubens gesprochen heiße das, „ich mache die Sache mit Gott fest“, möchte, „dass der Glaube das Fundament meines Lebens wird“. Pfarrer Kabbe fuhr fort mit Beispielen zur Thematik, was das Wichtige und Wesentliche sei, und kam wieder auf die Frage, ob „Futter für die Seele“ überhaupt gebraucht werde und was dies eigentlich sei. Er habe viele schöne und reiche Gottesdienste erlebt, sagte der Pfarrer, auch in Waldenhausen, von denen er heute noch zehre. Es mache einen Unterschied, ob er beim Glockenläuten ein „Vater unser“ bete und bewusst eine Pause einlege, um Gott die erste Stelle zu geben oder ob er in der Arbeit weiterhetze. Sein Taufspruch sei ihm schon oft Trost und Hilfe gewesen: „Fürchte dich nicht. Denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei meinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Vor kurzem habe er in seiner täglichen Bibellese ein wundervolles Wort entdeckt: „Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter! Friede sei mit dir! Sei getrost, sei getrost!“ Es gebe noch mehr dieser wunderbaren Worte, die sich wie Balsam auf die Seele legten.

Paulus sage, so der Pfarrer, dass der Glaube aus dem Hören auf das Wort Gottes komme. Man habe das Geschenk, ohne Bedrängnisse Gottesdienste besuchen zu dürfen, in der Bibel lesen zu können. Dieses werde nicht weggenommen und verbrannt. Viele nähmen die Chancen wahr und es gehe ihnen gut damit. Die anderen wolle er, so der Pfarrer, dazu ermuntern, sich immer wieder im Gottesdienst und Gebet, im Hören der Predigt beschenken zu lassen von diesem wunderbaren und großen Gott. Dieser habe geradezu Freude daran, seine Menschenkinder zu beschenken. Das gebe Futter für die Seele.

Die Namen der Jubelkonfirmanden wurden verlesen, diese gruppenweise vor den Chorraum gebeten. Zuerst kamen jene, welche Goldene Konfirmation feiern können, dann die, deren Konfirmation bereits 60 Jahre zurückliegt, also die Diamantene Konfirmation, und schließlich jene, deren Konfirmation noch weiter zurück liegt. Jene können Eiserne Konfirmation, Gnadenkonfirmation oder Eichenkonfirmation begehen. Die Gruppen wurden von Pfarrer Kabbe einzeln gesegnet.

Nach diesem würdigenden Zeremoniell folgten Fürbitten und ein gemeinsames „Vater unser“. Der Friedensgruß leitete über zum Segen. Die Menschen sangen im Laufe der Jubelkonfirmation „Morgenlicht leuchtet“, „Herr, dein Wort die edle Gabe“, „Bei dir Jesu will ich bleiben“, „Befiehl du deine Wege“, „Geh aus mein Herz und suche Freud“ sowie „Nun danket alle Gott“. Mehrfach spielte der Flötenkreis, an der Orgel Werner Flicker. Die Jubelkonfirmanden feierten nach dem Gottesdienst noch gemeinsam in Reicholzheim.

Die Jubelkormanden: Eichenkonfirmation: 1942 Elsbeth Herr, Elfriede Rupp. Gnadenkonfirmation: 1950 Werner Gegenwarth, Otto Klein, Liesa Hartig, Lydia Meyer, Lieselotte Benedikt, 1951 Rudolf Hock, 1952 Walter Schüßler, Rosa Schwab. Eiserne Konfirmation: 1955 Rolf Kirchner, Peter Hörner, Helga Baumann, Christa Sturm, Lieselotte Beck, Sieglinde Dosch, Manfred Görlich, Karin Volkert, 1956 Ludwig Gegenwarth, Anna Bierbaum, 1957 Elisabeth Bergmann, Erich Kern, Kurt Kritzler, Ursula Dornbusch. Diamantene Konfirmation: 1960 Christel Röttele, 1961 Volker Kronmüller, Hannelore Wunderlich (geb. Diehm), Waltraud Richter (geb. Diehm), Inge Kronmüller, 1962 Martin Ries, Norbert Schmid, Christian Hagmaier, Doris Nentwig, Brigitte Samstag, Christel Katz, Christel Kadach, Marliese Gill, Dorothee Jacob. Goldene Konfirmation: 1971 Waltraud Blos (geb. Freudenberger), Christiane Sauerbrey (geb. Max), Lothar Geier, Paul Kurock, Helga Stöcker (geb. Fröber), 1972 Werner Grau, Andrea Thoma, Dorothea Meisinger, Heidi Ulzhöfer, Norbert Hock, Irene Weber. hpw

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