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Fünfte Jahreszeit - Mondfelder Narren übernehmen Macht / Wie die Saison sich entwickelt, weiß man nicht

Faschingsviren erobern Rathaus

Von 
bdg
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Zwei Faschingsviren infizierten beim Mondfelder Rathaussturm Ortsvorsteher Eberhard Roth. So übergab er Rathausschlüssel und Macht an die Narren. Auch unter den Coronaschutzregeln hatten die Möfelder Narren viel Spaß. © Birger-Daniel Grein

Mondfeld. Auch mit 3G, Maske und Abstand kann man den Faschingsauftakt mit großem Spaß feiern. Dies zeigten die Mondfelder Narren und Aktiven der Faschingsgesellschaft Mondfeld (FGM) bei ihrem Rathaussturm am Donnerstagabend. Angeführt von der Gugge Musik unter Leitung von Michael Wilhelm zogen Prinzengarde, Elferrat und Sitzungspräsident Patrick Grän von der Maintalhalle zum Rathaus. Dort verkündete Grän: „Endlich können wir wieder mit euch zusammen coronaschutzkonform in die Saison starten.“ Darauf erklang der donnernde dreifache Ruf „Mofeld Helau“.

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Man habe lange überlegt, wie man den Rathaussturm in solch einer Zeit sicher durchführen könne und habe eine Lösung gefunden. Während die Narren sich im Hof versammelt hatten, hatte sich Ortsvorsteher Eberhard Roth in seinem Amtszimmer im Obergeschoss verschanzt. „Ebi, dieses Jahr kann uns Corona den Spaß nicht vermiesen, wir reisen die Macht an uns“, rief der Präsident nach oben. Roth erwiderte aus dem Fenster: „Gesinde geht ham wir haben Corona.“ Von unten erschallte es: „Uns passiert nichts wegen Maske und 3G aber dir passiert was, wen du uns nicht die Macht übergibst.“

Da Roth sich weiter weigerte, riefen die Narren ihre Geheimwaffe, zwei grüne fies schauende Faschingsviren mit Speeren. Die Viren Fabian Ulshöfer und Marvin Eckert folgten dem Befehl von Grän das Rathaus zu übefallen und einzunehmen. Den Geräuschen aus dem Obergeschoss war zu entnehmen, dass Roth gegen die Ansteckung ankämpfte, doch die Viren setzten sich durch. So kam Roth im Faschingskostüm ans Fenster, rief Helau und erklärte den Schlüssel zu übergeben. „So ein Faschingsvirus braucht ab und an seine Zeit“, kommentierte Grän den langen Weg zum Erfolg. Nach dem Roth die Macht für die närrische Zeit abgegeben hatte, verkündete er: „Ich hoffe, dass wir alle in der Saison unseren Spaß haben, wenn auch anders als gewohnt.“

Er hoffe auch, dass die neue Saison den Ausfall beim letzten Mal vergessen mache. „Wir werden uns einschränken müssen, aber wenn es irgendwie geht, wollen wir Fasching feiern.“ Grän bestärkte: „Wir feiern auf Abstand, aber wir feiern.“ Lobende Worte hatte der Präsident für das noch immer amtierende Prinzenpaar aus 2020. Sie bleiben in Amt und Würde, da es wegen des Ausfalls kein neues Prinzenpaar 2021 gab. „So lange war noch nie ein Prinzenpaar im Amt.“

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Auch für die aktuelle Saison habe man bewusst noch keine Ablöse für Andrea I., die kleine Tröte von Neckarrems aus dem Land der Spätzle, und Martin I., die freestyle Posaune aus Unnerwüttwi (Andrea und Martin Huth.). Diese Entscheidung begründete Grän damit, dass man noch nicht wisse, wie sich die Saison entwickelt.

Prinzessin Andrea dankte allen für die bisher tolle Zeit im Amt. Ihre Saison habe viel Spaß gemacht. Ganz großes Lob sprach sie den Gardemädchen aus. „Ihr seid spitze.“ Prinz Martin dankte allen die ihnen bei der Regentschaft halfen.

Bei seinem Ausblick auf die Saison berichtete Grän, man wünsche sich Fasching so frei wie möglich feiern zu können, ob als Kappenabend in oder vor der Halle, beim Umzug und wenn es gut läuft auch beim Kinderfasching. Derzeit könne man noch nichts Genaues sagen. bdg

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