Tolle Autos zu sehen

Karossenschätze im Eiderbachtal

„Linkenmühle“ in Rippberg veranstaltete erstmals ein Oldtimer- und US Car-Treffen

Von 
Engelbert Kötter
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Die „Linkenmühle“ in Rippberg veranstaltete erstmals ein Oldtimer- und US Car-Treffen. © Engelbert Kötter

Rippberg. „Brabb-abb-abb-abb-babb“– so tönte es am Samstag ins Rippberger Eiderbachtal hinaus, was Musik in den Ohren von Fans üppiger Hubräume ist. Die „Linkenmühle“ hatte zum Stelldichein der Pickups und Limousinen von hier und von über den Teich geladen.

So versammelten sich, unter anderen ein Straßenkreuzer Plymouth, Baujahr 1965; die Chevrolets 3100 Pickup, Baujahr 1954; Bel air, V8; Camaro ZL1 „Duke“, V8 Kompressor, 6,2 l Hubraum; Corvette C7 Grand Sport, Baujahr 2018, 6,2 l, 466 PS;, 180 PS; Corvette Convertible, 1968, V8, 7 l und Master von 1936. Dazu ein Dodge Challanger Shaker 2017, 6,4 l, 550 PS und weitere Seltenheiten.

Aus vornehmlich Süddeutschland und sogar aus der Schweiz, waren Fahrzeugbesitzer mit ihren Karossenschätzen nach Rippberg gekommen, zum Sehen und gesehen Werden, zum Schwelgen unter Seinesgleichen, Fachsimpeln und fröhlichen Feiern.

Klassiker zu sehen

Um die 70 Klassiker- und US-Schlitten der 1930er bis 2010er Jahre hatten ihre Besitzer zur Linkenmühle gebracht. So auch die BMW Isetta 250 aus den Fünfzigern, den VW Bulli aus den Sechzigern, den Mercedes Benz SL 300 R107, Baujahr 1987 und die frühen VW Golf aus den Siebzigern und Achtzigern.

Die Idee zur bereits in seiner ersten Ausgabe stark besuchten Veranstaltung, hatte Gastwirt Felix Mehl. Er sei selber US-Car begeistert, bekannte er sich im Gespräch vor Ort. Zahlreiche einschlägige Veranstaltungen habe er in der Vergangenheit besucht und nun einfach Ort und Platz, Gastronomie und Beherbergung zusammengezählt: „Das machen wir auch bei uns.“

Beworben wurde das 1. Rippberger Oldtimer- und US Car-Treffen in den sozialen Medien, in einschlägigen Insider Foren und durch Plakate und Flugblätter auf befreundeten Veranstaltungen – mit ablesbar großer Resonanz: Insgesamt etwa 250 Mühlengäste waren gekommen.

Livemusik

Fahrzeugausstellung, Biergarten, Band und Barbecue wurden an diesem Spätsommertag aber nicht allein von entfernten Auswärtigen, sondern auch von zahlreichen Rippbergern, Hornbachern und ihren Ortschaftsnachbarn besucht. Mit Country Music, Blues und Balladen unterhielten Jürgen Weckbach und später Danny McCoy die zahlreichen Gäste bis spät am Abend mit Livemusik.

„Ganz anderes Flair“

Während die Autowelt an der Schwelle zur Elektromobilität steht, was ist für die hier versammelte Szene der Reiz, um zu einer solchen Veranstaltung zu fahren und sich dort zu präsentieren? „Schwer zu sagen, wenn man doch mit diesen Autos viel Sprit braucht und nur langsam vorankommt“, antwortet Felix Mehl. Aber der Spaß an Classic- und US-Cars habe eben „ein ganz anderes Flair, als Motorradfahren und so.“

Einzigartiges Gesamtensemble

Mehl selbst, fährt einen roter Pickup Ford F 100. Und er hat sich vorgenommen, auch in Zukunft in Sachen Fahrzeugfreude „bei den amerikanischen Autos zu bleiben“. Er sei eben deren Fan.

Aber warum, so noch einmal nachgefasst? „Chrom, Karosse, Design, Motoren, Lebenswelt, Nostalgie“ sagt Felix Mehl, all das vereine sich eben zu einem einzigartigen Gesamtensemble mit ebenso einzigartiger Ausstrahlung.

Das tief brummige „Brabb-abb-abb-abb-babb“ der großen Hubräume inklusive!

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