Covid-19-Infektion - 46-jährige Frau kommt krank aus Südtirol zurück / Milder Krankheitsverlauf / Nur in häuslicher Quarantäne Erster bestätigter Corona-Fall im Main-Tauber-Kreis

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Erster bestätigter Corona-Fall im Main-Tauber-Kreis: Eine 46-jährige Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne. © dpa

Das Coronavirus erreicht den Main-Tauber-Kreis. Das Landesgesundheitsamt hat am Mittwoch den ersten Fall bestätigt.

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Main-Tauber-Kreis. Erster bestätigter Corona-Fall im Landkreis. Um 14.52 Uhr wurden die FN am Mittwoch durch eine Pressemitteilung des Sozialministeriums in Stuttgart darüber informiert. Bei der Infizierten handelt es sich nach Angaben des Landratsamts um eine 46-Jährige, die am vergangenen Freitag aus Südtirol zurückkehrte.

Die Frau hatte sich nach Informationen der Fränkischen Nachrichten aufgrund der typischen grippeähnlichen Symptome bei einem Arzt gemeldet.

„Am Mittwochvormittag hat sich der Verdacht schließlich bestätigt. Die Patientin befindet sich in häuslicher Absonderung, da aufgrund des milden Krankheitsverlaufs keine stationäre Behandlung erforderlich ist. Die weiteren Kontaktpersonen werden aktuell durch das Gesundheitsamt des Landratsamts Main-Tauber-Kreis ermittelt. Für sie wird eine häusliche Quarantäne und ein Nasen-/Rachenabstrich angeordnet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

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Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt würden eng zusammenarbeiten.

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gebe das Landratsamt in Fällen von Coronavirus-Infektionen über Geschlecht und Alter hinaus keine Informationen zu Wohnort, Familiensituation und ähnlichen persönlichen Daten der Betroffenen bekannt. „Das Zusammenwirken der Gesundheitsbehörden beim Auftreten von Infektionskrankheiten ist in Baden-Württemberg gut eingespielt“, erklärt Dr. Heiner Thierolf, Leiter des Gesundheitsamts Main-Tauber-Kreis. „Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung wird nach wie vor als grundsätzlich moderat bewertet. Dies ist auch vor dem Hintergrund der aktuell grassierenden Grippewelle (Influenza) zu sehen, die viele Menschen zum Teil mit schweren Krankheitsverläufen betrifft“, sagt Thierolf weiter.

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Weiter weist das Gesundheitsamt nochmals nachdrücklich darauf hin, die gängigen Hygienemaßnahmen wie insbesondere das regelmäßige und gründliche Händewaschen mit Seife und anschließender Desinfektion zu beachten. „Ebenso bittet das Gesundheitsamt Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu folgen. Für Menschen, die innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr aus Gebieten, die vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet für Covid-19-Infektionen aufgelistet sind, Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, gelten einige Maßgaben.“

Unnötige Kontakte vermeiden

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Betroffene sollen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten und in die Armbeuge niesen oder husten, nach Möglichkeit nur ein Taschentuch benutzen, das sofort entsorgt wird, und die Berührung von Nase, Augen und Mund vermeiden.

Sollten Symptome auftreten, ist eine telefonische Rücksprache mit dem Hausarzt, dem Kassenärztlichen Notfalldienst (Telefon 116 117) oder dem Gesundheitsamt unter Telefon 09341/825579 zur Vereinbarung des weiteren Vorgehens erforderlich. Keinesfalls sollten eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus ohne vorherige telefonische Abstimmung aufgesucht werden.

Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus weitet das Landratsamt ab Donnerstag die Erreichbarkeit des Bürgertelefons für Fragen aus der Bevölkerung aus. Es ist dann montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr geschaltet. Die Telefonnummer lautet 09341/824010. Hier gibt es Antworten und Hinweise zu Themen wie Symptome und Inkubationszeit oder der Frage, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann.

Des Weiteren können sich Bürger täglich – auch am Wochenende – zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0711/90439555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.