ÖPNV

Desaströse Zustände abstellen

Landräte stellen Forderungen an die Bahn

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lra
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Odenwald-Tauber. In einem gemeinsamen Schreiben haben die drei Landräte Christoph Schauder (Main-Tauber-Kreis), Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Thomas Eberth (Landkreis Würzburg) die Deutsche Bahn aufgefordert, den Zugverkehr auf der Frankenbahn schnellstmöglich wieder herzustellen und die desaströsen Zustände zu beseitigen. Darüber hinaus fordern die Landräte die Bahn auf, den kurzfristig noch notwendigen Schienenersatzverkehr so zu verbessern, dass er den Mobilitätsbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie der Pendlerinnen und Pendler Rechnung trägt.

„Wir fordern Sie dringend auf, zunächst als kurzfristige Maßnahme den Schienenersatzverkehr so zu verbessern, dass die S Schüler pünktlich zum Unterricht kommen“, erklären die drei Landräte. Darüberhinaus fordern die Landräte, dass zumindest die wichtigsten Schülerzüge morgens zu den ersten Schulstunden wieder regulär verkehren. Es sei nicht hinnehmbar, die Schüler über einen so langen Zeitraum im Schienenersatzverkehr zu befördern, schreiben die Landräte. Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Anliegergemeinden setzen sich für Nachbesserungen bei diesen Zugausfällen ein.

Die Landräte bemängeln auch die negativen Auswirkungen auf den Probebetrieb der Regionalbahnzüge zwischen Lauda und Osterburken. Die Landkreise arbeiten intensiv daran, Fahrgäste für die Regionalbahnen zu gewinnen. „Die immer wiederkehrenden Zugausfälle seit drei Jahren konterkarieren unsere Bemühungen“, bilanzieren die Landräte. Außer an die Deutsche Bahn richten sich die Forderungen der Landräte auch an die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) sowie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) als Auftraggeber für den Schienenpersonennahverkehr. Auch diese beiden Nahverkehrsgesellschaften wurden um kurzfristige Lösungen gebeten.

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Die DB Regio AG mit Sitz in Würzburg hatte kurzfristig umfangreiche Zugausfälle im Regionalbahnverkehr zwischen Würzburg, Lauda und Osterburken angekündigt. Die Zugausfälle sollen sich laut DB-Regio-AG von Montag, 7. November, bis Freitag, 9. Dezember, erstrecken. Gründe sind laut dem Unternehmen beschädigte Fahrzeuge sowie ein hoher Krankenstand beim Personal. Die DB Regio AG setzt Busse als Schienenersatzverkehr für ausgefallene Züge ein. Die Busse benötigen aber in der Regel eine deutlich längere Fahrzeit als Züge, so dass die Schüler und Pendler häufig zu spät kommen. lra

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