Gesundheit - Jetzt auch in Mudau und Schloßau erhältlich / Noch zwei Defibrillatoren nötig SOS-Dosen im Kühlschrank

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Rettungsdienste finden im medizinischen Notfall alle relevanten Informationen über den Patienten in den SOS-Dosen. © Norbert Ziegler

Mudau. Die Idee so einfach wie genial: eine verschraubbare Plastikdose nicht größer als eine Bier- oder Coladose, aufbewahrt im Kühlschrank. Sie gibt dem Rettungsdienst im Notfall alle relevanten medizinischen Informationen, die der Patient oder Angehörige häufig nicht mitteilen können – aber die SOS-Dose im Kühlschrank kann es.

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Diese Notfalldosen gibt es mittlerweile in diversen Ausführungen. Sie haben das Ziel dem Notarzt die Arbeit zu erleichtern, denn in der Dose befinden sich der individuelle Medikamentenplan, Hinweise über eventuelle Allergien, Vorerkrankungen, Kontakttelefonnummern von Angehörigen, Patientenverfügungen sowie Name und Telefon des Hausarztes.

Warum müssen diese aber Kühlschrank aufbewahrt werden? Dahinter steckt eine ganz einfache Logik. Jeder Haushalt hat zumindest einen Kühlschrank, der meist in der Küche steht – also sofort zugänglich auch in für den Rettungsdienst unbekannten Wohnungen. Das Suchen fällt weg und der Notarzt hat sofort die womöglich lebensrettenden Informationen zur Hand. Zusätzliche Aufkleber an Wohnungstür und Kühlschrank können noch zusätzliche Wegweiser sein und sind in der Notfalldose beigefügt.

Diese sind jetzt auch gegen ein kleines Entgelt bei der Bären-Apotheke in Mudau, und der Bäckerei Münkel & Burkhardt in Schloßau erhältlich. Hierbei ist pro verkaufter Dose ein Euro für die letzten beiden benötigten Defibrillatoren in Mudau miteinbezogen, damit jeder Bürger der Gesamtgemeinde, egal wo er wohnt, innerhalb von drei Minuten an einen Defi herankommt, denn auch hier ist der Zeitfaktor ein wesentlicher Bestandteil in der Notfallrettung. Hierbei liegt von einem privaten Mudauer Bürger schon eine Spendenzusage von 500 Euro vor. Also werden noch circa 2500 Euro benötigt, um die Gesamtgemeinde ausreichend und flächendeckend mit Defis zu versorgen.