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Leserbrief - Zu „In Bretzingen gilt Tempo 30“ und „Tempolimits nach Kretschmann-Unfall“ (FN, 17. August) „Es könnten Eure Kinder und Enkelkinder sein”

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Gegensätzlicher hätten die beiden Berichte in den Fränkischen Nachrichten vom 17. August nicht sein können.

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Es wird auf der einen Seite auf der Autobahn A 81 zwischen Gerchsheim und Möckmühl eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h eingeführt, andererseits wird für die Ortsdurchfahrten in Pülfringen und Gissigheim eine solche auf 30 km/h verweigert und die Beschränkung in Bretzingen gar als rechtswidrig bezeichnet.

Da geht die neue Beschränkung auf einen Unfall mit der Limousine des Ministerpräsidenten auf der A 81 vor einem Jahr zurück; wer solche Konvois auf der Autobahn schon erlebt hat, weiß: Da geht die „Post ab“.

Im zweiten Fall geht es um eine zeitlich begrenzte Temporeduzierung zum Schutz von Kindern und Anliegern, weil diese Umleitungsstrecke für dieses Verkehrsaufkommen nicht ausgebaut ist und es zu viele Engstellen gibt.

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In beiden Fällen geht es um die Einschränkung einer Raserei. Am vergangenen Montag fuhr mir vor dem Kindergarten in Pülfringen fast ein Sattelzug in den Kofferraum hinein, weil ich freiwillig zum vorbeugenden Schutze von Kindern meine Geschwindigkeit auf 30 km/h gedrosselt hatte. Das war dem eiligen Trucker scheinbar egal und er drückte noch dazu auf die Hupe.

Wenn sich nun die Straßenverkehrsbehörden mokieren und nach Ausflüchten für eine amtliche Drosselung suchen, fällt mir nur noch unser Grundgesetz ein. Artikel 3, Absatz 1 sagt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ (Stand 23. Mai 1949). Offensichtlich hat sich der Text geändert und Stand 2021 wurde ein neuer Absatz eingefügt, der wohl lauten könnte: „Aber einige sind gleicher als andere.“

Nun denn, Ihr Beamten in den Amtsstuben, schreitet zur Tat, denn mit dem Ende der Sommerferien ist ohnehin alles wieder vorbei und ihr könnt die Schilder wieder entfernen. Aber bis dahin denkt: Es könnten Eure Kinder und Enkelkinder sein! Es könnten aber auch Eure Eltern und Großeltern mit einem Rollator sein! Wenn ihr eine einfache pragmatische Lösung nicht findet, seid ihr fehl am Platz.

Die Beschränkung in Bretzingen als illegal, also außerhalb des Gesetzes, zu platzieren: Schämt Ihr Euch nicht?

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Bitte antworten Sie auf meinen Leserbrief nicht, sondern handeln Sie, handeln im Sinne der Bürger, handeln Sie für unsere Kinder, für die Alten und Behinderten. Punkt! „An ihren Taten werdet ihr sie kennen“, so lehrt schon unsere Bibel.

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