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Hungermarsch

Einblicke in den Lebensalltag

Veranstaltung findet am 2. Oktober in Hardheim statt

Von 
ad
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Hardheim/Walldürn. „Wandern für die andern“ geht in die nächste Runde: Was 1985 im Kleinen begann, wird am Sonntag, 2. Oktober, wieder ausgerichtet. Die Aktion findet heuer in Hardheim statt und wird vom „Förderverein zur Unterstützung von Projekten in Tansania“ ausgerichtet. Der von Wolfgang Kaufmann und Frank Weidinger (Schweinberg) geleitete Verein trat im April die Nachfolge des ehemaligen „Fördervereins für Missionsarbeit“ an.

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Der Tag beginnt um 10 Uhr mit dem in St. Alban gefeierten Erntedankgottesdienst, der als Familiengottesdienst unter Mitwirkung von „Rückenwind“ gestaltet wird. Danach findet die rund drei Kilometer lange Wanderung statt: Die Route führt über die Steinemühle in Richtung des Bücholdsee und ist auch für Kinder oder ältere Menschen geeignet. Ab 11.30 Uhr werden im Pfarrheim mehrere Gerichte als Mittagstisch serviert – auch an diejenigen, die nicht bei der Wanderung dabei sein konnten: „Neben der selbstzubereiteten Erntedanksuppe der Erstkommunikanten (leckere Kartoffelsuppe) gibt es Grünkern-Chili, sowie Kaffee, Kuchen und frische Waffeln der Ministranten.

Nach dem Essen werden anschauliche Einblicke in den afrikanischen Lebensalltag gegeben und die unterstützten Projekte vorgestellt. „Tansania kämpft mit anderen Sorgen als Deutschland, so müssen Kinder nicht selten barfuß bis zu zehn Kilometer zur Schule laufen, wo bis zu 600 Kindern in vier Räumen von acht Lehrern unterrichtet werden“, schildert der langjährige Organisator Anton Fach und nennt nur ein Beispiel. Auch Krankheitsfälle seien in Tansania oft besorgniserregend, da der Weg zum Arzt zu weit ist oder kein Geld für eine Behandlung aufgebracht werden kann: Der Verdienst eines Lehrers liegt bei umgerechnet 90 Euro pro Monat, der Lohn einer Erzieherin bei etwa 30 bis 50 Euro, für andere Berufsgruppen noch niedriger.

Unterstützt werden Projekte in Hingawali, wo 2012 auf Initiative des Vereins ein gut besuchter Kindergarten eingeweiht wurde und Cashewnut-Bäume bewirtschaftet werden, sowie dem entlegenen Bergdorf Matanana. Dort wurde mit Spendengeldern eine Krankenstation mit zwei lokalen Krankenschwestern aufgebaut. Derzeit wird an eine zusätzliche Pflege- und Behandlungsklinik errichtet. Für Erstere bildet weiterhin der Walldürner Anton Fach die Kontaktperson, für Matanana ist eine engagierte Gruppe aus dem Mainzer Raum zuständig, zu denen reger Austausch und Kontakt besteht.

Aus dieser Gruppe wird Lisa Lynch am 2. Oktober dabei sein und direkt berichten. „Es ist uns wichtig, dass ein persönlicher Bezug zu den Projekten herrscht, um die konkrete Verwendung der Spendengelder mitverfolgen zu können“, erklärt Wolfgang Kaufmann.

Er stellt auch klar, dass die Arbeit des seinerzeit von Claus Hamberger gegründeten Vereins auch nach der Umbenennung nahtlos und im bekannten Sinne weitergeht. „Geändert hat sich nur der Name, da wir uns nunmehr auf Tansania konzentrieren möchten“, betont er.

Das ostafrikanische Land wird demnächst wieder von Anton Fach besucht werden, der am 21. Oktober eine vierwöchige Reise antritt. Dort wird er persönliche Kontakte pflegen und sich ein Bild über die umgesetzten Aktion machen.

Wer Projekte unterstützen möchte, bei denen jeder Euro zu 100 Prozent direkt ankommt, ist willkommen, sich am 2. Oktober näher zu informieren. ad

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