Verein „Kunstrasen-Buchen“ - Neuen Vorstand mit Isabelle Semma an der Spitze gewählt / Mitglieder wollen bald öffentlich aktiv sein Start mit kleinen Veranstaltungen

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2018 wurde bereits die Renovierung der Blockhütte in Angriff genommen. Zahlreiche Mitglieder legten Hand an. Murat Arslan nahm sich sogar Urlaub, um das Dach zu decken. © Kunstrasen-Buchen

Mit neuem Vorstand will der Verein „Kunstrasen-Buchen“ wieder aktiv werden. Mit kleinen Veranstaltungen will man bereits im nächsten Jahr starten.

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Buchen. In den vergangenen Jahren wurde der Verein durch seine alljährliche Großveranstaltung „Kunstrasen Open Air“ bekannt. Doch das vielbesuchte Event musste ab 2015 eingestellt werden. Immer mehr Mitglieder sind in größere Städte gezogen, haben Familien gegründet oder befinden sich im Abschluss ihres Studiums. Die Zeit, sich mit einem Projekt zu belasten, welches in der allzu knapp gewordenen Freizeit entstehen muss, fehlte einfach.

Da auch die Vorsitzende Magdalena Donczyk nach Berlin gezogen war, wurde ein neuer Vorstand gewählt. Isabelle Semma wurde einstimmig dazu gewählt als Vorsitzende den Verein zu vertreten und erhält Unterstützung von Aristid Kopalidi, welcher als neues Vereinsmitglied direkt zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde. Eine weitere Erneuerung stellt sich mit Caroliné Semma dar, die die Aufgabe der Schriftführerin übernimmt.

„Auch wenn Gerüchte etwas anderes sagen, steht der Verein nicht schlecht da. Das Konto ist im Plus und es haben sich neue Mitglieder zu den Alten gesellt. Das bringt Aufwind mit sich, worüber sich alle freuen. Alle haben den Willen dazu, den Verein ,Kunstrasen-Buchen’ als Plattform für unsere gemeinsamen Inhalte zu nutzen”, so Isabelle Semma gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

22 Mitglieder

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Ohne die Menschen, welche sich mit dem Kunstrasen unverbindlich verknüpft sehen, zähle der Verein 22 Mitglieder in seiner Liste, welche sich für das Gelände im Mühltal verantwortlich fühlen. Der Satzung entsprechend, sollen in naher Zukunft Projekte mit künstlerischem und sozialem Charakter im Kulturbereich umgesetzt werden. Kleine Highlights wie Stockbrot am Lagerfeuer backen oder Schneemann bauen und Events, wie Lesungen, Vorträge und Konzerte oder ein Bildhauersymposium hat Semma im Sinn. Die sollen das ganze Jahr über auf dem Kunstrasen stattfinden und in die Öffentlichkeit scheinen.

„Die ‘Kunstrasler´ möchten Interessierte einladen, an den Naturerlebnissen, Kunstevents und interkulturellen Veranstaltungen teilzuhaben und mitzumachen. Ich finde es wichtig, dass junge Leute (mit) durch soziale Projekten Halt in unserer Gesellschaft finden können und Kinder lernen, was Natur ist”, erklärt Aristid Kopalidi.

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„Ein Künstler formt, überzeichnet und modelliert so lange bis sein Kunstwerk lebt und in seinen Augen einen festen Bestand mit sich trägt, den er anderen Menschen präsentieren kann. Im Falle der Konzeptkunst ist der Werkstoff nicht immer Holz oder Stein, sondern erlebt durch den theoretischen Unter- oder Überbau einen Zusatz den die Betrachter im Anschluss oft als komplex oder verkopft, aber auch als genial beschrieben. Die soziale Plastik ist heute durch Joseph Beuys ein etablierter Begriff, der auch einem Verein wie dem Kunstrasen Buchen dazu verhilft, seinen Grundgedanken in der Gesellschaft zu verankern und sich zu definieren“, meinte Isabelle Semma. Fernand Semma sei der ursprüngliche Pächter des Freigeländes am Waldschwimmbad gewesen und habe sein letztes monumentales Werk „Die Blockhütte” auf dem Freigelände vis á vis vom Wohnmobilhafen im Morretal hinterlassen. Auch er habe sich durch seinen Lehrer Richard Mühlemeier den Einflüssen der Beuys-Ära nicht entziehen können und habe ebenfalls Aspekte der Konzeptkunst in seinem Oeuvre verankert.

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2018 wurde bereits die Renovierung der Blockhütte in Angriff genommen. Ein neues Vereinsmitglied nahm sich kurzerhand Urlaub, um das Dach der Hütte neu zu decken. „Ich habe als Kind immer bei Herrn Semma gesessen und ihm so lange beim Arbeiten zugeguckt, bis er mich weggeschickt hat.”, so Murat Arslan. Weitere „Neue“ zeigten sich als aktive Mitglieder und brachten tolle Ideen ein, welche auch gleich tatkräftig umgesetzt wurden. Innerhalb eines Monats war nicht nur das Dach gedeckt, sondern auch der Platz aufgeräumt, entmüllt und gesichert.