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Pfarrgemeinde Hainstadt

St. Magnus steht im Mittelpunkt

Fest des Kirchenpatrons wird am kommenden Wochenende gefeiert

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Hainstadt. Die Pfarrgemeinde Hainstadt feiert am kommenden Wochenende das Fest ihres Kirchenpatrons, des Heiligen Magnus (Gedenktag: 6. September). Er wird zusammen mit dem Heiligen Gallus sowie dem Heiligen Kolumban als einer der drei Apostel des Allgäus bezeichnet.

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St. Magnus wird oftmals mit einem Abtstab dargestellt – sowie zu seinen Füßen mit einem Drachen, dem Symbol des Bösen, das er in seinem Leben besiegt hat. Er wird auch bei durch Ungeziefer hervorgerufenen Plagen angerufen – und insbesondere in den ländlichen Gegenden verehrt.

Die Pfarrgemeinde Hainstadt feiert ihren Pfarrpatron am 11. September in einem Gottesdienst, dem sich eine Prozession anschließt. © Pfarrgemeinde Hainstadt

Dass St. Magnus der Patron der hiesigen Pfarrkirche ist, war in der Geschichte der Pfarrei Hainstadt nicht immer so, wie der Hainstadter Heimatsohn und Heimatforscher Pater Ambrosius Götzelmann in seinem 1922 herausgegebenen Heimatbuch schreibt.

Die Auflösung der damaligen Zugehörigkeit der Pfarrei Hainstadt zu Buchen geschah im Jahre 1340 auf Bitten der Gemeinde und „des edlen Ortsherrn Ludwig Münch“ unter der Einwilligung des Abtes von Amorbach sowie des Bischofs von Würzburg, dem die hiesige Region unterstellt war. Dabei übernahm der besagte Abt von Amorbach das Patronatsrecht über die Pfarrei.

Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde eine – wie es heißt – Kapelle, die dem heiligen Burkard, im 8. Jahrhundert Bischof von Würzburg, geweiht war und die den „religiösen Bedürfnissen der Bewohner des Dorfes Heynstat und des Dörfleins Hornbuch“ diente.

Die Gläubigen „in Heynstat und die in Hornbuch“ sollten diese Kirche als eigene Kirche haben, zumal auch die „in Heynstat zu den Zeiten, wo viel Regen fällt, Überschwemmungen eintreten und zur Winterszeit nicht ohne große Schwierigkeit nach Buchen gehen können“, so Götzelmann.

Der Hochaltar der genannten Kirche war erst später dem Heiligen Magnus geweiht, der zweite Altar galt der Verehrung der Gottesmutter Maria und der dritte Altar den Heiligen 14 Nothelfern.

In der wechselvollen Geschichte der Zugehörigkeit zu Würzburg und später auch Mainz wird auch die Verehrung des Heiligen Hubert als Patron erwähnt. Die Verehrung der 14 Nothelfer allerdings gehört zu den ältesten Andachten, die sich bereits um 1300 nachweisen ließ. Um 1687 ist zu lesen, dass 1685 eine Kirche konsekriert (geweiht) wurde, deren Hochaltar dem Heiligen Sebastian geweiht war.

Zu dieser Zeit nun wird St. Magnus als Patron der Kirche erwähnt. Diese Kirche muss es auch gewesen sein, von der der Pfarrer aus Limbach, der einen Bericht über das Heiligenvermögen anfertigen musste, im Jahre 1822, also rund 135 Jahre später, schreibt:

„Es ist weit und breit keine Kirche zu sehen, die dem Einsturze so nahe ist. Schon im vorigen Jahre sagte mir der jetzt in Walldürn befindliche Kaplan Maier, welcher eine Zeit lang in Hainstadt aushalf, dass er immer mit Bangigkeit in die Kirche gegangen sei, und dass er sich während des Predigens immer so gestellt habe, dass er im Notfalle sich gegen den Altar hätte flüchten können, da die ganze Decke beständig den Einsturz drohe. Jede Stunde dürfe man besorgen, traurige Nachrichten wegen des wirklichen Einsturzes zu erhalten.“

Die Kirche sei mehrfach repariert worden, habe nur für 323 Menschen „notdürftige Stühle“, während die „Kirchspielgemeinde bereits 1000 Seelen zähle.“ Nach einigen Jahren des Bittens bei den zuständigen kirchlichen Stellen wurde in den Jahren 1831 bis 1836 das jetzige Gotteshaus in deutlich größerem Umfang als die Vorgängerkirche nach Plänen der Altheimer Kirche erbaut und dem Heiligen Magnus geweiht.

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