Neckar-Odenwald-Kliniken - 90 werdende Mütter und Väter machten beim „Virtuellen Informationsabend“ mit Die Geburtshilfe digital erkundet

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Dr. Winfried Munz, Chefarzt der Gynäkologie, und Hebamme Ramona Throm stellten sich den vielen Fragen. © Neckar-Odenwald-Kliniken

In Corona-Zeiten eine Führung durch den Kreißsaal? Schwierig! Die Neckar-Odenwald-Kliniken haben erstmals virtuell einen Rundgang angeboten. Die Nachfrage war groß.

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Buchen. Was tun, wenn aufgrund der Corona-Pandemie die beliebten Führungen durch den Kreißsaal ausfallen müssen? Die Neckar-Odenwald-Kliniken machten aus der Not eine Tugend und luden zur ersten „Virtuellen Informationsveranstaltung“ der Geburtshilfe ein. Die Resonanz war überwältigend. Mehr als 90 werdende Mütter und Väter aus dem gesamten Landkreis nahmen teil.

Durch die Station „geführt“

Mit Bildern der Geburtsstation informierten Hebamme Ramona Throm und Dr. Winfried Munz, Chefarzt der Gynäkologie, über alle Bereiche der Geburtshilfe, vom Empfang über den Kreißsaal, die Gebärwannen für Wassergeburten, den Bereich für Erstuntersuchungen der Neugeborenen bis zu den Familienzimmern. Die sind wichtig, denn Väter dürfen bei der Geburt und auch danach bei ihren Frauen bleiben, Geschwisterkinder aufgrund der gegenwärtigen Einschränkungen allerdings leider nicht.

Die zahlreichen Fragen der interessierten Teilnehmer drehten sich um Akupunktur und andere Formen der Schmerzlinderung. Es ging um Stillberatung und Geburten bei Beckenendlage. Diese sind in Buchen auf natürlichem Wege, also ohne Kaiserschnitt, möglich, da Dr. Munz hierfür ausgebildet ist. Auch Frühgeburten ab der 36. Woche sind möglich und waren für die werdenden Eltern ein weiteres wichtiges Thema.

Isolationskreißsaal verfügbar

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Natürlich kam auch Corona zur Sprache. Wie wird untersucht, wann muss wer eine Maske tragen und gilt die Maskenpflicht auch für den Aufenthalt im Familienzimmer? „Wie alle Patienten werden die Mütter und Väter vor Betreten der Klinik untersucht. Die gebärenden Frauen müssen während der Geburt keinen Mundschutz tragen und im Familienzimmer ist dies auch nicht nötig“, betonte Dr. Munz. Sollte eine Frau Corona-Symptome zeigen, so stehe ein Isolationskreißsaal zur Verfügung. Bisher habe man diesen aber noch nicht benötigt. Vor allem die familiäre Atmosphäre der Geburtshilfe und die familienorientierte Betreuung beeindruckten die Teilnehmer der Veranstaltung.

Für andere Themen nutzen

Einen großen Anteil daran haben die acht Hebammen der Hebammengemeinschaft „Kugelrund“. „Wir begleiten die werdenden Eltern nicht nur während, sondern auf Wunsch auch vor und nach der Geburt, beraten beim Stillen und allen anderen Themen, die rund um ein Neugeborenes wichtig sind“, betonte Hebamme Ramona Throm. Über die große Resonanz und das kreisweite Interesse freute sich auch Klinikgeschäftsführer Frank Hehn. „Virtuelle Informationsabende sind eine sehr gute Möglichkeit, die Bürger unkompliziert und schnell zu erreichen. Deshalb werden wir auf diesem Weg auch über andere Gesundheitsthemen informieren“, versprach der Geschäftsführer.