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Energie

Auf Sparflamme: In Buchen bleiben die Lichter aus

Maßnahmen betreffen unter anderem die Straßenbeleuchtung und das Hallenbad. Bürgermeister bittet um Verständnis für Sparmaßnahmen ab September.

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pm/mg
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Buchen. Energieeinsparungen sind vor dem Hintergrund der Gasknappheit und der deutlich spürbaren Preissteigerungen für Energie aktuell das Gebot der Stunde. Dabei betritt die Stadt Buchen aber kein Neuland. Bereits im Jahr 2009 hatte der Gemeinderat aus Gründen des Umweltschutzes und zur Schonung knapper Ressourcen eine Energieleitlinie beschlossen, die zu deutlichen Einsparungen führte. Nun hat der Bund auf Basis gesetzlicher Änderungen das Energiesparen für den Herbst und den Winter ab dem 1. September beziehungsweise dem 1. Oktober verbindlich vorgegeben.

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Am Wartturm wird um Strom zu sparen bald das Licht ausgehen. © Stadt Buchen

Die Vorgaben werden auch bei der Stadtverwaltung Buchen und beim Eigenbetrieb Energie und Dienstleistungen Buchen (EDB), der die städtischen Bäder betreibt, umgesetzt. Zudem haben sich die Verantwortlichen eigene Gedanken gemacht, wie der städtische Energieverbrauch gedrosselt werden kann. „Wir sind Teil der Gesellschaft, und wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärte Bürgermeister Roland Burger dazu.

Die Straßenbeleuchtung wurde schon vor über zehn Jahren flächendeckend auf neue, energieeffiziente und insektenfreundliche Leuchtkörper umgerüstet. Die „Halb-Nachtschaltung“ – nur noch jede zweite Laterne ist an – soll nach dem Schützenmarkt schon ab 22 Uhr statt 23 Uhr leuchten. Die schön anzusehende Beleuchtung öffentlicher Gebäude wird aus aktuellem Anlass dann ebenfalls abgeschaltet.

Licht aus nach dem 11. September

Das betrifft Gebäude wie den Stadtturm, das Klösterle, die Stadthalle, den Wartturm oder auch den Götzenturm in Hettigenbeuern. Wo aber aus Sicherheitsgründen eine Verkehrssicherungspflicht besteht – zum Beispiel bei dem Durchgang unter dem Stadtturm – bleibt das Licht an. Die Abschaltung der Beleuchtung werde jedoch erst nach Ende des Schützenmarktes am kommenden Sonntag, 11. September, erfolgen, teilte Bürgermeister Roland Burger in der Sitzung des Gemeinderats am Montag in der Feuerwache mit.

In allen städtischen Gebäuden werden in der ab dem 1. Oktober beginnenden Heizperiode nur noch die Temperaturen erreicht, die laut Verordnung vorgeschrieben sind. Das bedeutet, dass es in den Büros nur noch 19 Grad Celsius warm wird. Für die Schulen sind die in der Verordnung genannten 20 Grad bereits seit 2009 intern durch die Energieleitlinie vorgegeben. Für Sporthallen gelten 15 Grad. Diesbezüglich kümmern sich die städtischen Techniker und Hausmeister aktuell um eine Optimierung der komplexen Heizungsanlagen. Außerdem werden die Warmwasserboiler in den Toiletten ausgeschaltet.

Freibad ist solarbeheizt

Viel Energie wird in den Bädern gebraucht. Das Buchener Waldschwimmbad freilich brauchte in dieser Saison bislang so gut wie gar kein Gas, weil es erst ab Juni und mit Sonnenenergie über die Solarthermie beheizt wurde. Erst wenn die Beckentemperatur unter 21 Grad sinkt, schaltete sich die Gasheizung ein. Aber auch hier hat man die übliche Temperatur bereits zu Saisonbeginn um ein Grad gesenkt. Im Hallenbad in Buchen, das planmäßig nach den Sommerferien wieder öffnet, wird künftig auf den Warmbadetag verzichtet, bei dem das Wasser bisher auf 31 Grad erwärmt wurde. Geplant sind durchgängig 28 Grad Wassertemperatur.

Das Ziel sei es gewesen, so Burger, den Badebetrieb, insbesondere für die Schwimmausbildung, aufrecht zu erhalten. Hierfür dankte ihm Stadtrat Otto Kern im Namen der DLRG-Ortsgruppen. Nach den Worten des Rathauschefs soll es auch weiterhin einen öffentlichen Badebetrieb geben, nur eben ohne Warmbadetag.

Der Bürgermeister und der Betriebsleiter des EDB, Andreas Stein, warben um Verständnis für diese Maßnahmen: „Über die Jahre haben wir uns an immer mehr Bequemlichkeiten gewöhnt. Abstriche zu machen ist nicht schön – aber machbar. Und mittlerweile einfach bitter nötig. Da appellieren wir an die Vernunft aller.“ pm/mg

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