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Weltmarktführer vermeldet Rekordmarken - Umsatz wächst um 18,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro / Betriebsergebnis liegt bei 1,2 Milliarden Euro

Würth fährt historisches Ergebnis ein

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Historische Rekordmarken hat die Würth-Gruppe mit ihren 83 000 Mitarbeitern in über 80 Ländern im Jahr 2021 bei Umsatz und Betriebsergebnis eingefahren. Ein Teil der Gewinne wird sicher auch in den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes in Künzelsau (hier eine Visualisierung) fließen. Baubeginn wird im Jahr 2024 sein. © © ORANGE BLU building solutions

Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 historische Rekordmarken verzeichnet: Gemäß vorläufigem Konzernabschluss erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro.

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Künzelsau. 2020 hatte das Unternehmen noch einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit vermeldet die Gruppe für 2021 ein sattes Plus von 18,5 Prozent, währungsbereinigt sind es sogar 19,0 Prozent. Die Würth-Gruppe ist damit in Deutschland um 14,1 Prozent auf einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro (2020: 6,1 Milliarden Euro) gewachsen.

Im Ausland noch erfolgreicher

Die Würth Gesellschaften im Ausland schnitten mit 10,2 Milliarden Euro (2020: 8,3 Milliarden Euro) noch erfolgreicher ab, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht.

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In Süd- und Westeuropa vermeldeten die Konzerngesellschaften überdurchschnittliche Wachstumsraten – zurückzuführen sei dies unter anderem auf die coronabedingt sehr hohen Umsatzeinbrüche 2020 in Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich. Besonders erfolgreich waren die Würth Elektronik eiSos Gruppe (+ 36,8 Prozent) und die Geschäftseinheit Elektrogroßhandel (+ 28,8 Prozent). Die Adolf Würth GmbH & Co. KG (AW KG), größte Einzelgesellschaft im Konzern, erwirtschaftete einen Außenumsatz von 2,1 Milliarden Euro (+ 11,3 Prozent). Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe liegt gemäß vorläufigem Konzernabschluss mit 1,2 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr (2020: 775 Millionen Euro).

Wie das Unternehmen schreibt, habe das starke Umsatzwachstum und die Steigerung der Produktivität maßgeblich zum positiven Ergebnis beigetragen. Auch seien 2021 coronabedingt Kosten für Reisen, Messen und Konferenzen nicht angefallen. Die Anzahl der Niederlassungen weltweit hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf 2497 mehr als verdoppelt. Die Materialbeschaffung der Kunden über diese Niederlassungen sieht das Unternehmen als wichtigen Baustein seiner „Multi-Kanal-Strategie“. Ergänzend böten die digitalen Möglichkeiten mit Onlineshop, E-Procurement und Würth App Möglichkeiten für kontaktloses Einkaufen. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der E-Business-Bereich einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro, was mit einem Anteil von 19,9 Prozent am Konzernumsatz einem neuen Höchstwert entspricht.

Mehr Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 um 4044 auf 83 183 erhöht. In Deutschland beläuft sich die Anzahl der Beschäftigten auf 25 438. Im Außendienst sind weltweit über 33 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Um eine gewisse Unabhängigkeit von globalen Lieferketten zu erreichen, setzt Würth weiterhin auf konzerneigene Produktionsbetriebe in Deutschland und Europa. „Unsere Schraube für den Holzbau produzieren wir bei der Konzerngesellschaft SWG Schraubenwerk Gaisbach. So sind wir nicht auf chinesische Stahlimporte angewiesen. Heute haben bereits 80 Prozent unserer Waren ihren Ursprung in Europa“, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

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Trotzdem machten sich die Lieferengpässe auch bei Würth in einzelnen Bereichen bemerkbar. Beispielsweise hatte der Chipmangel Auswirkungen auf die Unternehmen im Konzern, die über eine direkte Belieferung der OEMs (eng.: Original Equipment Manufacturer/Originalausrüstungshersteller) abhängig von der Automobilindustrie sind.

Im dritten Quartal 2022 wird das neue Innovationszentrum in Künzelsau-Gaisbach eröffnet mit dem Ziel, Innovationszyklen zu verkürzen und damit Neu- und Weiterentwicklungen schneller auf den Markt zu bringen. Parallel dazu entsteht ein neues Parkhaus mit 752 Stellplätzen, davon 48 E-Ladeplätze. Zusätzlich investiert das Unternehmen in ein neues Verwaltungsgebäude mit rund 375 Arbeitsplätzen. Der Baubeginn ist für 2024 geplant.

Im Fokus soll dabei eine nachhaltige und kreislaufwirtschaftliche Bauweise stehen: Das 49 Meter hohe Hochhaus soll in einer Holzhybrid-Konstruktion errichtet werden. Mit einem hohen Anteil an vorgefertigten Holzelementen will man den CO2-Fußabdruck reduzieren.

Beschaffungsmarkt angespannt

Die Situation auf dem Beschaffungsmarkt wird auch 2022 angespannt bleiben, erwartet das Unternehmen. Die Entscheidung der Bundesregierung hinsichtlich einer allgemeinen Impfpflicht werde die Entwicklung der Pandemie und damit das Wirtschaftsgeschehen maßgeblich beeinflussen.

„Trotz dieser Unwägbarkeiten gehen wir davon aus, dass wir im kommenden Geschäftsjahr einen neuen Rekordumsatz erreichen und ein angemessenes Ergebniswachstum erzielen werden, da wir mit unserer Multi-Kanal-Strategie, der weitreichenden Digitalisierung und der Vielzahl eigener Produktionsbetriebe jetzt und auch zukünftig unabhängig aufgestellt sind“, sagt Friedmann.

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