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Althausen

Jugendfeuerwehr 24 Stunden im Dauereinsatz

Nach drei Jahren gab es endlich wieder eine Rund-um-die-Uhr-Übung. Herausforderungen allesamt gemeistert und großen Gemeinschaftsgeist bewiesen

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Vollen Einsatz zeigte die Jugendfeuerwehr Althausen bei ihrer 24-Stunden-Übung. © Riegler/Feuerwehr

Althausen. Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Althausen starteten nach drei Jahren Zwangspause voller Elan in die 24-Stunden-Übung.

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Wissbegierig und voller Tatendrang begann der Bereitschaftsdienst der Jugendfeuerwehr Althausen am Freitag um 16 Uhr. Zunächst wurden die Mädchen und Jungen durch den Jugendgruppenleiter Dirk Waldmann, seinen Stellvertreter Thomas Voigt und Ausbilderin Sally Müller in zwei Gruppen eingeteilt.

Die beiden Gruppen wurden im Verlauf der Übung zu teils unterschiedlichen und teils gemeinsamen Einsätzen gerufen. Anschließend wurde zusammen alles Wichtige für die kommenden 24 Stunden vorbereitet, dazu gehörte neben der Kontrolle aller Einsatzfahrzeuge und -materialien auch der Aufbau der Schlafplätze.

Noch vor dem Abendessen fanden die ersten Praxiseinheiten zu den Themen Löschangriff und Wasserentnahme aus offenem Gewässer, aber auch Erste Hilfe und Suchtechniken statt. Das Erlernte jeder Einheit wurde in den darauffolgenden Einsätzen nochmals verinnerlicht.

Frisch gestärkt vom Abendessen rückten beide Gruppen zu unterschiedlichen Alarmierungen aus. Vor Ort trafen beide Gruppen auf unklare Rauchentwicklungen, hinzu kam, dass bei beiden Alarmierungen von vermissten Personen die Rede war. Die Schwierigkeit der einen Situation war, dass sich die vermisste Person im ersten Obergeschoss einer Werkstatt befand. Die vermisste Person musste aufgrund eines zu engen Treppenhauses mit einer Trage und einer Steckleiter aus der freiliegenden Tür im ersten Obergeschoss gerettet werden. Für die zweite Gruppe ging es zu einem in Brand geratenen Gebäude mit Keller. Die vermisste Person befand sie in diesem Keller, in welchem zusätzlich noch Gasflaschen gelagert wurden. Die Schwierigkeit bestand darin, die Rettung der vermissten Person und die Sicherstellung der Gasflaschen zu koordinieren.

Kaum waren beide Gruppen am Feuerwehrmagazin wieder angekommen, folgte schon kurz darauf eine weitere Alarmierung. An einer Kläranlage wurde eine Person vermisst, welche es aus einem Schacht zu retten galt. Mithilfe des Aufbaus eines so genannten Leiterbocks wurde die verunglückte Person gerettet. Parallel war die andere Gruppe zu einem Autobrand alarmiert worden. Hier wurde den Kindern und Jugendlichen verdeutlicht, dass in solch einer Situation die Menschenrettung immer Vorrang hat. Nach der Rettung der Person aus dem Auto wurde das Auto mittels handelsüblichen Badeschaums im Sinne eines Schaumangriffes gelöscht. Gegen 23 Uhr ging erneut eine Alarmierung in der Zentrale der Jugendfeuerwehr Althausen ein. Ein paar junge Erwachsene hatten sich auf dem Heimweg verlaufen, und die Gruppe, bestehend aus drei Personen, hatte sich mittlerweile getrennt. Die Kinder und Jugendlichen mussten einschreiten und die drei Personen durch gezieltes Absuchen des Waldes ausfindig machen. Durch die einbrechende Dunkelheit wurde schnell klar, dass alle hochkonzentriert zusammenarbeiten müssen, damit auch die eigene Gruppe unversehrt und vollständig bleibt.

Nach rund zwei Stunden konnte auch die letzte Person gefunden werden, und es folgte die Nachtruhe. Über die Nacht hinweg wurde abwechselnd Nachtwache abgeleistet. Die Nachtruhe endete jedoch um sechs Uhr mit einer Alarmierung. Ein Mülleimerbrand wurde von einem morgendlichen Spaziergänger gemeldet. Der Brand wurde schnell gelöscht. Zurück im Feuerwehr-Magazin stärkten sich alle beim gemeinsamen Frühstück. Daran angeschlossen folgte ein letzter Praxisteil. Kaum abgeschlossen, folgten weitere Alarmierungen. Beide Gruppen wurden alarmiert. Während die eine Gruppe eine unklare Rauchentwicklung am Friedhof vorfand, kümmerte sich die andere um einen umgestürzten Baum. Der umgestürzte Baum stellte kein größeres Problem dar, jedoch lernten die Kinder und Jugendlichen hier auch, was es noch bedeutet, über eine solche Situation die Kontrolle zu bekommen. Neben der Verkehrsführung müssen auch Schaulustige und uneinsichtige PKW-Fahrer betreut werden. Nach diesen Ereignissen wurden beide Gruppen noch zu einer unklaren Rauchentwicklung an der Turn- und Festhalle in Althausen gerufen. Hier wurden beide Gruppen benötigt, da neben dem Feuer auch wieder eine vermisste Person auf dem Gelände vermutet wurde. Mit Hilfe einer Drehleiter wurde die Person, welche sich auf das Dach der Turn- und Festhalle rettete, heruntergeholt. Nach dem Mittagessen wurde die eine Gruppe wieder zur Beseitigung eines Baumes alarmiert. Die andere Gruppe kümmerte sich derweil um einen Verkehrsunfall mit zwei Mopedfahrern. Hier galt es Erste Hilfe zu leisten, aber auch die auslaufenden Betriebsstoffe mit Sand zu binden. Eine gemeinsame letzte Alarmierung ging um 14.30 Uhr ein. Beide Gruppen wurden zu einem Großbrand unterhalb des Althäuser Schuttplatzes und einer eingeklemmten Person gerufen. Mit vereinten Kräften wurde der Brand erfolgreich bekämpft und die eingeklemmte Person durch logisches Denken und Handeln befreit.

Am Samstag, 16 Uhr, endete die 24-Stunden-Übung mit einer Abschlussbesprechung. Dabei blickten alle etwas erschöpft, aber sehr zufrieden auf einen ganzen Tag voller geglückter Einsätze zurück.

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