Städtenetzwerk - Im Dreieck Mergentheim-Crailsheim-Hall müssen jährlich 3700 Arbeitskräfte auswärts angeworben werden / Würth und Ebm-Papst neu im Bündnis „Hohenlohe Plus“ will durchstarten

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Große Unternehmen haben sich dem „Städtenetzwerk Hohenlohe Plus“ angeschlossen. Dazu gehören auch Würth und Ebm-Papst. © HT

Bad Mergentheim, Schwäbisch Hall, Crailsheim, Künzelsau und Öhringen und haben sich vor zwei Jahren zusammengeschlossen, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten.

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Bad Mergentheim/Hohenlohe. Es ist nach mittelfristigen Einschätzungen von regionalen Unternehmen davon auszugehen, dass im Dreieck Hall-Crailsheim-Mergentheim jährlich rund 3700 Arbeitskräfte von auswärts angeworben werden müssen, um die freiwerdenden Stellen zu besetzen.

Auf die Lebensqualität um Großraum Hohenlohe in Kombination mit den Karriereperspektiven in den Unternehmen will das Städtenetzwerk aufmerksam machen. So könnten genug Fachleute von außerhalb gefunden werden, hofft das Bündnis „Hohenlohe Plus“. Gegründet hat sich das Städtenetzwerk im Jahr 2018. Jetzt will es in die operative Phase starten. Im zurückliegenden Jahr wurden die Marke und das Erscheinungsbild entwickelt und Workshops veranstaltet, schreibt Hohenlohe Plus in einer aktuellen Pressemitteilung.

Mit Martin Buchwitz gibt es seit einigen Monaten einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Mit dem evangelischen Schulzentrum Michelbach sowie den Unternehmen Recaro und Rommelag verfügte der Verein bereits über namhafte Mitglieder, die jetzt mit der Südwest Presse Hohenlohe und den Unternehmen Würth und Ebm-Papst erweitert werden.

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Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ebm-Papst-Gruppe, neues Mitglied bei Hohenlohe Plus, zu den Gründen für die Mitgliedschaft: „Die Themen demografischer Wandel sowie Gewährleistung einer nachhaltigen Infrastruktur sind für uns bedeutend. Hohenlohe Plus ist daher eine bemerkenswerte Initiative, die wichtige Zukunftsthemen über die Kreisgrenzen hinweg angeht und auf die Attraktivität der Region aufmerksam machen wird.“

Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG über die Gründe der Mitgliedschaft: „Der Verein ist ein wichtiger Baustein, um die Region mit ihren attraktiven Karrieremöglichkeiten und Lebensräumen besser zu positionieren.“

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Hermann-Josef Pelgrim, Schwäbisch Haller Bürgermeister und Vorsitzender des Bündnisses: „Der Verein hat seine Konstituierungsphase abgeschlossen. Neben der Tatsache, dass sich fünf Kommunen in großer Einheit und Übereinstimmung zusammentun, um die gesamte Region voranzubringen, ist sicherlich die Gewinnung neuer und sehr namhafter Mitglieder ein Erfolg. Der gemeinsame Weg, den Hohenlohe Plus schon sehr früh mit Unternehmen, Organisationen und Institutionen eingeschlagen hat, hat Früchte getragen. Richtung und Maßnahmen sind klar definiert, sodass der Gewinnung weiterer Mitglieder und der Positionierung von Hohenlohe als hochattraktive Wohn- und Arbeitsregion nichts mehr im Wege steht.“

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Was leistet das Städtenetzwerk, was andere Verbände wie IHK oder Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken nicht leisten? Hermann-Josef Pelgrim sagt: „Was Hohenlohe Plus ausmacht, ist die Fokussierung auf die Standortfaktoren und das Thema Fachkräfte in Hohenlohe. Eine Region, die in Bezug auf die Lebensqualität, die Attraktivität der ansässigen Unternehmen und damit auch die Relevanz für Fachkräfte weit mehr zu bieten hat, als dies in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Diese Wahrnehmung in der Öffentlichkeit der Realität anzugleichen ist eine wesentliche Aufgabe von Hohenlohe Plus – in der Region, in ganz Baden-Württemberg, in Deutschland und darüber hinaus.“

Sprecherrolle übernommen

Aus Sicht der Stadt Bad Mergentheim hat sich das Städtenetzwerk bewährt, um Kräfte zu bündeln und nach außen Akzente mit weit überregionaler Strahlkraft zu setzen. „Das Interesse, auf das der neu gegründete Verein bei Unternehmen der Region stößt, macht deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind und nun auch die notwendigen Strukturen schaffen konnten“, erklärt der Bad Mergentheimer Wirtschaftsförderer Marcel Stephan.

Die Kurstadt mit Oberbürgermeister Udo Glatthaar an der Spitze hat seit 1. Januar turnusgemäß die Sprecher-Rolle des Bündnisses übernommen. Diese Funktion wechselt jährlich. „Wir freuen uns darauf, damit in den kommenden Monaten Verantwortung für das Standort-Netzwerk übernehmen und eigene Akzente setzen zu können“, sagt Marcel Stephan. Auch in Bad Mergentheim sei der Fachkräftemangel nach wie vor eine drängende Herausforderung für die Unternehmen und damit auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Region insgesamt. pm/mrz