Heeresflieger Niederstetten - Die Soldaten üben mit den Helikoptern in der gesamten Region für die verschiedensten Einsätze Hubschrauber Tag und Nacht im Trainingsmodus

Von 
Ingo Macher
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Trotz Coronakrise sind die Niederstettener Heeresflieger derzeit wieder Tag und Nacht in der gesamten Region im Übungsmodus. Sie bereiten sich auf bevorstehende Aufgaben vor.

Ein Hubschrauber NH90 mit einem „Bambi Bucket“ zur Brandbekämpfung. © Bundeswehr
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Odenwald-Tauber/Niederstetten. Das soziale und kulturelle Leben ist in Deutschland aufgrund der Covid-19 Pandemie derzeit auf ein absolutes Minimum reduziert, was sich jedoch nicht auf die Übungstätigkeiten der Niederstettener Heeresflieger übertragen lässt. Diese bereiten sich augenblicklich verstärkt auf vielfältige, bevorstehende Aufträge und Einsätze vor.

Aktueller Auftrag

Neu ist seit einigen Wochen der Auftrag, sich grundsätzlich bereit zu halten, auch kurzfristig Corona-Patienten per Hubschrauber zu transportieren.

Nach der ursprünglichen Jahresplanung hätte das Transporthubschrauberregiment 30 im April mit sechs Hubschraubern und insgesamt 250 Soldaten an der multinationalen Übung „Swift Blade 2020“ in den Niederlanden teilnehmen sollen. Aufgrund der Pandemie wurden allerdings alle Großübungen bis auf Weiteres abgesagt.

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Ganz anders hinsichtlich der Vorbereitungen für den Auslandseinsatz in Afghanistan, dessen Vorbereitungen unverändert und planmäßig weiterlaufen.

Tag und Nacht aktiv

„Unabhängig von der Corona-Pandemie müssen wir uns weiterhin auf den bevorstehenden Afghanistan-Einsatz vorbereiten. Hierzu sind Übungsflüge bei Tag und Nacht notwendig, um die Besatzungen bestmöglich zu qualifizieren“, erklärte der Regimentskommandeur Oberst Peter Göhringer bereits gegenüber den Fränkischen Nachrichten ganz am Anfang der Pandemie. Diese werden entweder als Einzelhubschrauber oder im Schwarm mit bis zu vier Hubschraubern durchgeführt.

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Zusätzlich wird derzeit die sogenannte Einsatzprüfung des neuen Rettungshubschraubers H145 durchgeführt, von dem vor einigen Tagen die vierte Maschine an die Bundeswehr übergeben wurde.

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Ab Anfang Juli wird in Niederstetten das erste von insgesamt drei SAR-Kommandos des Heeres auf das Nachfolgemodell der altbewährten Bell UH-1D umgestellt, weshalb die Besatzungen verstärkt die Einsatzverfahren auf dem nagelneuen Hubschrauber der Firma Airbus trainieren müssen.

Auf die steigende Waldbrandgefahr angesichts der trockenen Witterung bereiten sich die Niederstettener Heeresflieger ebenfalls vor. So werden derzeit speziell zur Brandbekämpfung beschaffte Wasserbehälter, sogenannte „Bambi Buckets“ erprobt.

„Wir halten uns bereit und unser Land kann sich auf seine Soldaten verlassen.“, fasst Oberst Göhringer die Situation zusammen.

Lärmbelästigungen beschränken

Die eingesetzten Besatzungen sind angewiesen und darüber hinaus immer bemüht, die Lärmbelastungen für die Bevölkerung auf ein Minimum zu beschränken, nutzen daher wechselnde Übungsräume sowie -strecken und beenden den Nachtflug grundsätzlich spätestens um Mitternacht.