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Die 20 besten Spiele des 21. Jahrhunderts (7)

Spiele-Tipps in Serie: Warum bei "Fauna" die ganze Familie noch etwas lernen kann

Von 
Uwe Schwab
Lesedauer: 
© Hutter

Mannheim. Was bedeutet endemisch? Und warum ist Madagaskar so besonders? Und gibt es da wirklich Pinguine? - Das lernen sie spielerisch bei diesem tierischen Vergnügen für zwei bis sechs Personen ab 10 Jahren.

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Neben dem Erwerb von Cocktailparty-Wissen ('wussten Sie, dass ein Flachlandtapir über zwei Meter groß wird?) gibt es auch noch etwas Erdkunde obendrauf: Baffinland liegt in Nordamerika und das Rift Valley in Afrika.

Um was geht es?

Aber das ist nur Kollateralnutzen. Primär geht es bei dem Spiel darum, für mehr oder weniger bekannte Tiere die Heimatgebiete, die Gesamtlänge, das Gewicht und die Schwanzlänge zu wissen bzw. zu schätzen.

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Veröffentlicht
Von
Natalie Skrzypczak und Christoph Jänsch
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Dafür wird eine von 360 Tierkarten gezogen und ihr oberer Bereich für alle sichtbar in eine Box gesteckt. Dort ist das Tier abgebildet, nebst deutschem und lateinischem Namen, in wie vielen Gebieten es vorkommt und ob neben Gewicht und Länge auch noch die Schwanzlänge gesucht wird. Leider hilft auch ein intensiver Blick auf das Tier für eine genauere Einschätzung meist nicht weiter. Und nicht nur Männer haben Schwierigkeiten, dreißig Zentimeter Länge im Verhältnis zum Gesamttier gut einzuschätzen.

Reihum legt jetzt jeder Mitspielende einen seiner Spielsteine entweder auf ein Gebiet auf dem Plan oder auf einen der Von-Bis-Bereiche in der entsprechenden Gewicht/Schwanzlänge/Länge-Leiste. So lang (haha), bis man nicht mehr kann oder möchte, weil alles vermeintlich Sinnvolle schon besetzt ist. Denn falsch gesetzte Steine sind erst mal weg und man bekommt pro Spielrunde nur einen Stein wieder zurück. Weniger Steine, weniger schätzen, weniger Punkte.

© Hutter

Dann wird der Rest der Tierkarte mit den Werten aufgedeckt und für alle aufgelöst. Für einen direkten Treffer gibt es natürlich die meisten Punkte, aber auch die Nebenfelder bzw. -gebiete geben noch Punkte. Bei den Gebieten sind hier insbesondere die Ozeanfelder beliebt, da sie doch an sehr viele Landfelder grenzen. In je weniger Gebieten ein Tier vorkommt, desto mehr Punkte gibt es für diese Wertung. Für die Leistenwertungen gibt es jeweils sieben Punkte für einen Treffer und drei Punkte für die benachbarten Felder/Fasttreffer.

Ziel des Spiels

Gewonnen hat, wer als erstes eine abhängig von der Spieleranzahl definierte Punktzahl erreicht hat, die auf einer umlaufenden Wertungsleiste abgetragen wird.

Zurück zur Frage am Artikelanfang:

Gerne freut sich der Startspieler über ein Tier, dass genau in einem Gebiet heimisch ist. Das ist dann nämlich endemisch, also territorial nur sehr begrenzt vorkommend. Denn sonst wäre es ja pandemisch, und das ist aktuell negativ belegt. Solche Tiere kommen sehr häufig in Madagaskar vor, z. b. der Katta. Das ist also eine recht gute Chance, die höchste Punktzahl bei der Gebietswertung zu erhalten.

Ansonsten mag der Name etwas helfen: Der Europäische Fischotter wird wohl primär in europäischen Sphären vorkommen (tut er, aber auch in großen Teilen Asiens). Aber der Puma – Pu, wo lebt der noch ma? Und heißt der nicht auch noch Berglöwe? Aber was hilft mir das bei der Einschätzung, wie schwer er ist? (Er gehört übrigens zu den Kleinkatzen, ist aber dennoch die viertgrößte Katze)

Und auch ansonsten vertut man sich doch überraschend häufig: Kommt der Halsbandlemming nun eher im Amazonas oder im südostasiatischen Raum vor? (in Sibirien). Und ich bin mir sicher, der ist nur fünf cm groß. Ja, dann kann er ja auch nur, hmm, maximal 100 Gramm wiegen, oder hat der schwere Knochen ...? – beliebtes Vergleichsmaß: Eine Tafel Schokolade.

Fauna ist im besten Sinne ein Gelegenheitsspiel und kommt bei uns immer mal wieder auf den Tisch, wenn wir nicht viel aufbauen und nicht viel nachdenken wollen – und wenn wir wieder mal etwas irrelevantes Wissen für die nächste Cocktailparty benötigen.

Sehr schön sind übrigens auch die beiden Sonderkarten die es mal als Give-Away gab:

Eierlegende Wollmilchsau: leider ohne nähere Angaben zu Gebieten und Sonstigem, denn sie gibt es leider nicht.

Innerer Schweinehund: Kommt leider überall vor, in sehr unterschiedlichen Ausprägungen, meistens aber größer und schwerer als einem lieb ist.

Freier Autor Spiele-Experte

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