Sommer Sieben Tipps für heiße Tage

Der Sommer ist da - und mit ihm die Hitze. Jetzt heißt es: einen kühlen Kopf bewahren: So hohe Temperaturen können zu gesundheitlichen Problemen führen. Herwin Hadameck vom Arbeiter Samariter Bund Mannheim ist seit 20 Jahren Rettungsassistent. Seine Tipps für heiße Tage.

Von 
Redaktion
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Punkt 1 von 2 Viel trinken

Laut Hadameck sind drei Liter mineralhaltige Flüssigkeit am Tag wichtig. Sie sollte aber nicht zu kalt sein. „So wie es aus dem Wasserhahn kommt, ist es gut“, sagt er. Je kälter die Flüssigkeit, desto mehr Energie müsse der Körper aufwenden. Das Gleiche gelte für warme Getränke. Auch Kaffee empfehle sich nicht. „Zusätzlich weiten Kaffee und auch Alkohol die Gefäße“, erklärt Hadameck. „Das senkt den Blutdruck und führt zu Kreislaufproblemen.“

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Punkt 1 von 2 Eher leichte Kost essen

„Kein Wiener Schnitzel“, sagt der Rettungsassistent. „Insgesamt sollte man auf fetthaltiges Essen verzichten und eher auf frisches Obst und Gemüse zurückgreifen.“ Die Verdauung schwerer Kost strenge den Körper sehr an, was bei extremen Temperaturen auch auf den Kreislauf schlage.

Punkt 1 von 2 An kühlen Orten aufhalten

Ob kühles Nass oder die kühle Wohnung - Hadameck empfiehlt, sich an kälteren Orten aufzuhalten. „Wichtig ist aber, dass man, wenn man sich in der Wohnung aufhält, seine Besorgungen früh morgens oder abends macht“, so Hadameck. Denn der Körper fahre herunter, wenn man Zuhause sei und nichts tue. „Geht man dann nach draußen ins Warme, ist der Körper schnell überfordert.“ Schwimmen sei eine gelungene Abkühlung.

Punkt 1 von 2 Leichte Kleidung tragen

„Bitte nicht im Pelzmantel nach draußen gehen“, sagt der Experte. Was nach einem Scherz klingt, ist Hadameck ein wichtiges Anliegen: „Vor allem ältere Menschen ziehen sich häufig zu dick an.“ Leichte und luftige Kleidung verhindere, dass sich der Körper zu sehr aufheize - und beuge so einem Hitzschlag vor. „Irgendwann kann der Körper die Hitze nicht mehr abschwitzen. Die Körpertemperatur steigt an, und es besteht die Gefahr von Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen.“

Punkt 1 von 2 Nur morgens und abends lüften

Morgens bis 9 Uhr sind die Temperaturen laut Hadameck noch angenehm kühl. Auch am Abend, wenn die Sonne weg ist, wird die Luft frischer. Deshalb solle man nur zu diesen Zeiten gut durchlüften und die Wohnung am restlichen Tag abdunkeln. „Ein guter Trick ist, beim Lüften ein feuchtes Tuch vors Fenster zu hängen.“ So entstehe Verdunstungskälte, die die Temperatur in der Wohnung senke.

Punkt 1 von 2 Klimaanlage nicht zu kalt stellen

Ob Zuhause oder im Auto: Die Klimaanlage sollte laut dem Rettungsassistenten immer nur drei bis vier Grad unter der Außentemperatur liegen. „Man sollte nicht das Gefühl bekommen, gegen eine Wand zu laufen“, erklärt er. Bei zu großen Temperaturunterschieden müsse sich der Körper zu sehr anstrengen, um gegensteuern zu können.

Punkt 1 von 2 Auf andere achten

Besondere Risikogruppen seien ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Vor allem hier sollte nach Hadamecks Worten darauf geachtet werden, dass diese Menschen eine Kopfbedeckung tragen und genügend Sonnencreme zum Schutz der Haut verwendet wird. Vor allem sollten Kinder und Tiere nicht im Auto zurückgelassen werden. „Ein Auto wird schnell zur Sauna - und das kann tödlich enden.“ Ein weiterer Tipp für Hundebesitzer: Bei hohen Temperaturen am besten nur morgens und abends mit den Lieben rausgehen. „Der heiße Asphalt kann den Tieren die Pfoten verbrennen. Das verursacht Brandblasen und ist schmerzhaft.“

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