Leserbrief - Zu „Mit Mut und Zuversicht in die Zuversicht“ (FN, 29. Januar) Lösung mit Freibad suchen

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Leserbrief-Schreiber: Klaus Seidenspinner
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Das marode und kleine Hallenbad war in die Jahre gekommen. Eine Sanierung lohnt sich niemals. Ein neues Hallenbad muss für die Kreisstadt Tauberbischofsheim aber unbedingt gebaut werden. Für den Schulsport alleine wäre das schon sehr wichtig. Zur Erinnerung: Der Schwimmsport ist Bestandteil des Lehrplans an allen Schulen des Landes.

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Die Gelder hierzu waren und sind auch da, wenn man möchte.

Schwimmen ist nachgewiesen die gesündeste Sportart. Jeder sollte /müsste schwimmen können. Es ertrinken nachweislich jedes Jahr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die gesamten DLRG- Gruppen in Tauberbischofsheim, Impfingen und Dittigheim mit über 1000 Mitgliedern werden keine Nichtschwimmer in der bisherigen Form ausbilden können. Auch die Mitgliederzahlen werden schon weniger. Durch die Schließung des Hallenbades nehmen die Mitgliedskündigungen vor allem bei Jugendlichen sehr stark zu.

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Neumitglieder werden wir voraussichtlich keine bekommen. Was wird dann aus einem Verein ohne Mitglieder? Im Freibad ist eine Schwimmausbildung /Aufsichtspflicht nicht möglich. Menschen, die täglich oder wöchentlich Schwimmen gehen bekommen ihren Schwimmsport oder Freizeitaktivität in der Stadt genommen. Zudem wird die Ausbildungsgrundlage für sicheres Schwimmen gestrichen.

Nur ist beim Gemeinderat scheinbar kein Wille da. Ich vermute, dass in all den 45 Jahren so gut wie kein Mitglied jemals im Hallenbad in Tauberbischofsheim war. Leider ist dem Tauberbischofsheimer Gemeinderat nach vielen gelungenen Verzögerungen nun geglückt, den Neubau eines Hallenbades zu „verabschieden“.

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Damit hat Herr Johannes Benz von der Bürgerliste sein Ziel erreicht. Oder? Dass durch die Schließung der Kleinschwimmhalle nun das Thema „erledigt“ ist, bezweifle ich sehr. Dass Sie sich auch noch als Geschäftsmann freuen, das verärgert mich masslos.

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Somit wird bei den Schulen der Schwimmsport ganz gestrichen und den Vereinen, DLRG-Gruppen, vielen jungen und älteren Menschen, die wöchentlich oder täglich schwimmen, ihre Ausbildungsgrundlage oder ihre Freizeitbeschäftigung genommen.

Mir ist bekannt, dass im Freibad viele Personen im hohen Alter täglich schwimmen gehen, und sie dadurch fit und gesund sind. Wie lange wird das, nach außen hin, schöne Freibad noch erhalten bleiben können?

Es ist seit Jahren bekannt, dass auch hier etwas gemacht werden muss. Das wird vermutlich aus so „hinausgezogen“ wie beim Hallenbad.

Das Freibad muss daher ebenfalls erneuert werden. Es wäre wünschenswert, wenn ein Hallenbad mit dem Freibad in Verbindung gebracht werden könnte.

Im Sommer sind jedes Jahr viele Tage, an denen das Freibad wegen schlechten Wetters geschlossen ist. Ein Hallenbad ist täglich, auch bei schlechtem Wetter, nutzbar, und man könnte beide Bäder miteinander verbinden und nutzen. Hinzu kommt, dass viele Leute erst ab einer Temperatur von 28 Grad ins Wasser gehen „können“.

Wer kennt überhaupt das „Hartplatz-Kleinspielfeld“ hinter den Liegewiesen im Freibad in südlicher Richtung und neben dem Stadion in östlicher Richtung? Hier wachsen Bäume und Sträucher und alles ist verwildert. Auch dieses Gelände wäre für eine Kombination aus Frei- oder Hallenbad mit nutzbar. Platz wäre für beide Bäder genügend da. Mein grober Vorschlag wäre, dass hinter der Sporthalle auf dem Hartplatz das Hallenbad gebaut wird

. Ein separater Saunabereich, der heute zu jedem guten und modernen Bad gehört, muss ebenfalls mit errichtet werden. Hier werden schwarze Zahlen geschrieben. Eine Einrichtung aus Hallenbad, Freibad und Saunaanlage werden sehr viele Gäste nutzen.

Seit 2017 liegen Gutachten, Machbarkeitsstudien und vieles mehr vor. Ich hoffe nur, dass trotz allem ein neues Hallenbad schnellstmöglich gebaut wird und sich die Planung nicht noch viele Jahre hinzieht. Geld ist nicht alles. Ein Menschenleben zählt immer noch mehr. Zumindest für mich. Ich hoffe, wir erleben diesen Neubau noch.

Es scheint so zu sein, dass all unsere Bemühungen, Ehrenamtlichkeit, Proteste beim Fastnachtsumzug, Unterschriftenaktionen auf dem und unsere bisherige Arbeit „für die Katz“ waren und wir nun „belohnt“ werden für alles Geleistete.